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Sonntag, 8. Februar 2009

…und er hat sein helles Licht bei der Nacht!

"Unternehmen haben in dieser Krise eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten", diese weißen Worte, kommen dieses mal, nicht aus den Reihen von uns Gewerkschaftlern, sonder von unserem Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Er hat nun die deutschen Unternehmen aufgefordert, in diesem Jahr auf Dividendenzahlungen zu verzichten und mögliche Gewinne stattdessen in den Erhalt von Arbeitsplätzen zu investieren. Es gehe jetzt darum, in erster Linie Arbeitsplätze und ganze Unternehmen zu erhalten und nicht Aktionäre zu befriedigen. Allein die 30 DAX-Unternehmen werden nach aktuellen Berechnungen in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 20 Milliarden Euro an Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. Unter diese 30, fällt auch das Unternehmen, in dem ich arbeite. Ich selber habe immer mehr den Eindruck, dass der Arbeiter nur noch der Knecht des Aktionärs ist. Es ist schon seltsam, wie wir immer mehr auf Grund der Krise, mit den Lohnforderungen Zurückhaltung und Maß halten sollen, gleichzeitig aber seltsamerweise, in der Presse lesen können, wie die Aktionäre trotz Krise, hohe Dividenden erhalten sollen!!!

Wie sieht das denn in euren Unternehmen eigentlich aus???

Aber das soll’s diesmal mit nörgeln und meckern sein. Glückauf, war das Motto dieses Wochenendes. Am Samstag war erst mal eine schöne Geburtstagsfeier in unserem Bekanntenkreis angesagt. Dabei haben wir uns, trotz widriger Wetterbedingungen, einer leidenschaftlichen Männerbeschäftigung hingegeben, nämlich Grillen. Und wenn wir sagen, wir wollen Grillen, dann tun wir dies auch, und auch wenn es in strömen regnet und eiskalt ist, lassen wir uns nicht von unserer (heiß-)geliebten Bratwurst abbringen. Da muss „Mann“ halt durch, wie ihr auf dem obigen Foto sehen könnt!!!

Heute Morgen konnten wir schließlich etwas, auf das wir die ganzen Wochen und Monate, hingearbeitet hatten zelebrieren: Unsere 15. Bergmännische Kirchschicht stand an! Mehr als 250 Bergleute aus Hessen, Thüringen und Sachsen nahmen an unserer Kirchschicht teil und zogen in traditioneller Bergmannstracht und Bergmannsfahnen, in unserer Bergparade, vom Bürgerhaus zur Evangelischen Kirche. Dort zelebrierten wir einen gemeinsamen Ökonomischen Gottesdienst, in dem der Schwerpunkt dieses Jahr auf „Ökonomie und Ökologie“ lag. Musikalisch wurden wir neben der Bergmannskapelle Wintershall, auch noch vom Knappenchor Borken unterstützt. Herrlich!!!

Anschließend, marschierten wir wieder zurück in unser Bürgerhaus, wo wir mit insgesamt 500 Menschen, gemeinsam unser traditionelles „Tscherperfrühstück“ verzehrten. Wer von euch, mehr davon sehen möchte, schaut doch einfach mal unter http://osthessen-news.de/beitrag_C.php?id=1161709 nach, dort könnt ihr neben den zahlreichen Bildern hier im Blog, noch mehr sehen.

Übrigens, seit gestern ist hier bei mir im Hause, der Trend zum Zweit-PC erst mal vorbei. Meine Frau wollte am Freitagabend nur mal schnell nen Virencheck machen. Leute, der war mehr als gründlich, denn so ganz nebenbei ist da, aufgrund eines überhitzten Netzteils, gleich der PC abgefackelt. Dort sind nun definitiv keine Viren mehr vorhanden!!!

Auf dem obigen Bild, seht ihr übrigens mal ne Festplatte der besonders robusten Sorte! Also Vorsicht mit so manchen „Burning-Programmen“, die sind manchmal gründlicher als ihr denkt!!!

Glückauf da draußen…

Montag, 26. Januar 2009

Und sehen wir uns nicht in dieser Welt…

…dann sehen wir uns in Schenklengsfeld. Am Samstag fand in dieser kleinen Gemeinde, hier bei uns in Osthessen, nämlich wieder unser traditionelles IG-BCE Neujahrstreffen statt. Mit über 800 Gästen, war es diesmal sogar noch besser als letztes Jahr besucht und spiegelt somit wohl genau, unsere aktuelle Mitgliederentwicklung wieder. Die ist gerade auch, leicht am ansteigen, von wegen alles wird schlechter! Neben unserem Bezirksleiter Fredie Nothelfer, dessen Stellvertreter Hans Schweinsberg und unseren Rechtssekretär Bernd Stahl, sprach diesmal Michael Vasiliadis zur „Lage der Nation“. Besonders gefallen, haben mir seine Worte über das Ergebnis der Hessenwahl und der Rolle der FDP, welche ja gerade den marktradikalen Neoliberalismus gefordert hat, der nun an der Krise ja nicht so ganz unschuldig ist. Aber es gab auch aufmundernte Worte, zu der Trendwende bei den Standortverlagerungen. Immer mehr erkennen die Unternehmer, dass mit der Verlagerung ins Ausland, wohl doch nicht soviel Geld gespart wird, wie sie geglaubt haben. Aber es wurde nicht nur geredet sondern auch gesungen. Neben der obligatorischen Linsensuppe, wurde am Ende wieder aus mehr als 800 Kehlen, gemeinsam das Steigerlied gesungen, inklusiv der 5. Strophe („…und trinken Schnaps!“). Und Heute hat noch jemand gesungen, diesmal allerdings vor Gericht! Für den Ex Postchef Klaus Zumwinkel, war heute der Tag der Urteilsverkündung. Die fiel natürlich genauso wie erwartet aus: 2 Jahre auf Bewährung, plus 1 Millionen Euro Bußgeld wegen Steuerhinterziehung, da er sich ja so reuig zeigte. 1,18 Millionen Euro habe er am Fiskus vorbei geschmuggelt. Durch eine Panne, war aber ein Teil der Straftaten bereits verjährt, so dass er nur für 970.000 Euro verantwortlich gemacht werden konnte. „Glück“ gehabt, kann man da nur sagen, denn ab 1 Millionen Euro, wandert man definitiv hinter Gittern. Gehe zumindest mal von „offiziellen Glück“ aus (will jetzt dazu nichts sagen)! Ob er heute am Ende auch „Glückauf der Postbote kommt“, gesungen hat??? Unser Oberhäuptling Hubertus Schmoldt, hat am Wochenende auch ein paar klare Worte zum geplanten 2. Konjunkturpaket gefunden und eine zügige Umsetzung des selbigen angemahnt. „Die chemische Industrie sei als Zulieferer der Automobil- sowie der Bauindustrie gleich mehrfach von der Konjunkturkrise betroffen. Hinzu kämen die Absatzrückgänge etwa in China und Indien!“ Hubertus geht davon aus, dass Maßnahmen wie die Abwrackprämie und der Ausbau der Infrastruktur auch auf die chemische Industrie belebend wirken würden. Unser IG-BCE-Vorsitzende hält die beschlossenen arbeitsmarktpolitischen Instrumente wie die Verlängerung der Kurzarbeitsregelung zunächst für ausreichend, um Entlassungen zu verhindern. Er rief die Unternehmen dazu auf, diese Spielräume im eigenen Interesse zu nutzen: „Jeder Personalabbau bedeutet auch, dass nach Ende der Krise qualifizierte Beschäftigte für den Aufschwung fehlen." Was soll man dem jetzt noch hinzufügen???