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Donnerstag, 7. Juli 2011

Es geht wieder Bergauf, zumindest „Oben“!

Der Aufschwung ist nicht nur wieder da, die Arbeitslosenzahlen sinken weiterhin, nein, nun wird auch wieder richtig Kohle gemacht. Natürlich nicht in allen Branchen. Und schon gar nicht auf allen Berufsschichten. Aber zu mindestens unsere Bosse gaaanz weit oben, verdienen wieder kräftig.

Nach einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, kurz DSW, verdienten die Vorstandsmitglieder der 30 DAX-Konzerne 2010 durchschnittlich rund 2,9 Millionen Euro. Das waren immerhin fast 22 Prozent mehr als noch im „Krisenjahr“ 2009. Die Gesamtvergütung der Vorstandsvorsitzenden (Aktien, Bonuszahlungen, vielleicht auch Fahrtkostenabrechnungen) belief sich sogar im Mittel auf 4,5 Millionen Euro.

Spitzenreiter war übrigens VW-Chef Martin Winterkorn mit 9,3 Millionen Euro. Er überholte damit sogar den ewigen Spitzenreiter Josef Ackermann (Deutsche Bank – deswegen kommt er ja auch aus der Schweiz) mit gut 8,9 Millionen Euro. Auf Rang drei kam Peter-Löscher von Siemens mit ebenfalls 8,9 Millionen Euro. Die DSW-Studie zeigt, dass 29 Prozent der Vorstandsvergütungen bei DAX-Konzernen als festes Gehalt und 50,2 Prozent als variable Boni gezahlt werden. Die restlichen 20,8 Prozent setzen sich aus aktienkursbasierten Zahlungen zusammen.

Der durchschnittliche Arbeitnehmer kam laut Statistischem Bundesamt dagegen im Jahr 2010 nur auf ein Plus von brutto 2,2 Prozent. Das gleicht kaum die Inflation aus. Na, da wissen wir ja schon mal, dass wir in der nächsten Tarifrunde doch nicht zu bescheiden sein sollten, oder wie seht ihr das? Denn gerade noch in der letzten Runde, hat man ja immer davor gewarnt, nicht zu hohe Forderungen aufzustellen, denn die Krise wäre ja noch nicht überwunden. Stimmt sogar, wenn bei Umsatzeinbrüchen die Vorstandsgehälter immer noch immens sind, dann…

Bis demnächst wieder!