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Montag, 8. August 2011

Schwarzer Montag auf Dienstag verschoben?

Das große Börsenchaos ist heute am Montag scheinbar ausgeblieben. Die Börse gab zwar stark nach, doch immer noch weniger als befürchtet. Viele befürchteten heute schon wieder einen „Schwarzen Montag“ wie bereits im Jahre 1987. Denn wir erinnern uns:

Der Schwarze Montag am 19. Oktober 1987 war der erste Börsenkrach nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Dow Jones fiel innerhalb eines Tages um 22,6 % (508 Punkte), was den größten prozentualen Abrutsch innerhalb eines Tages in dessen Geschichte darstellt. Der Sturz breitete sich schnell auf alle wichtigen internationalen Handelsplätze aus. Bis Ende Oktober waren die Börsenkurse in Australien um 41,8 % gefallen, in Kanada um 22,5 %, in Hong Kong um 45,8 %, und im Vereinigten Königreich um 26,4 %. Die weiteren Folgen kennen wir wohl noch alle.

Die Bezeichnung lehnt sich übrigens an die Bezeichnung „Schwarzer Donnerstag“ für den New Yorker Crash vom 24. Oktober 1929 an, welcher damals den Beginn der Weltwirtschaftskrise einleitete, mit all ihren politischen Folgen – gerade hier in Deutschland und Europa. Die Armut der Bevölkerung und die nahezu herrschente Anarchie, waren der Nährboden für den aufkeimenden Nationalsozialismus…

Aber zurück zu dem heutigen Tag. Die Handelsmärkte sind immer noch in hochnervöser Anspannung. Auch wenn eine gewisse Kanzlerin die Krise für bereits beendet erklärt hat. Denn am Freitagabend kurz nach Ende des amerikanischen Börsenhandels gab S&P bekannt, das Kreditrating der USA von AAA um eine Stufe auf AA+ herunterzunehmen. S&P warnt zudem vor einer weiteren Herabstufung und hält es für möglich, dass es Jahre dauern könne, bis die USA wieder das begehrte AAA erhalten könne. Damit gehören die Vereinigten Staaten erstmals nicht mehr zum ausgewählten Kreis der Länder mit absolutem Toprating.

Wenn wir ehrlich sind, ist dieses herabstufen noch relativ glimpflich. Denn einem Land welches dermaßen Bankrott wie die USA ist, immer noch eine „hohe Kreditwürdigkeit“ zu bescheinigen, denn dies heißt nämlich „AA+“ immer noch, ist vorsichtig ausgedrückt noch bescheiden. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sämtliche Rating-Agenturen der Welt, intern in ihren Schubfächern schon eine ganz andere Bewertung liegen haben, sich aber nicht trauen diese zu veröffentlichen – aus Angst vor den weiteren Auswirkungen auf den Finanzmärkten.

Und am meisten empört darüber ist China. Die ehemaligen Oberkommunisten werfen nun der USA vor, ein unverantwortlichen Umgang mit ihren eigenen Finanzen und das politische Gerangel um eine Anhebung der Schuldengrenze bis zur letzten Minute, als unverantwortliche Machtspielchen. Das schlimme daran ist nur, das die Chinesen voll Recht haben. Soweit sind wir nun schon, die ehemaligen Oberkommunisten erklären nun den Oberkapitalisten wie man mit Geld umzugehen hat!!! Das wäre vor 10 Jahren noch eine Meldung gewesen, welche man als absolute Science-Fiction abgetan hätte…

Warten wir mal ab, was nun noch so alles auf uns zukommt. Ich selber kann jedem von euch, welcher selber Aktien hat nur raten: Überprüft in was für Unternehmen ihr investiert habt. Selbst bei einem Crash überleben nahezu alle großen Firmen, gerade sogenannte Weltfirmen. Deshalb eure Aktien wirklich jetzt verkaufen? Lieber die Nerven behalten.

„Alles wird gut – nach dem Crash ist vor dem Crash“

Sonntag, 31. Juli 2011

Deal um die Gesichtswahrung!

Hurra, quasi in letzter Minute scheint es nun einen Kompromiss, bezüglich der Erhöhung des Schuldenhaushaltes, zu geben. "Wir sind sehr nah dran an einem Deal, den ich meinen Leuten empfehlen kann" , sagt Mitch McConnell, der Chefunterhändler der Republikaner im Senat.

Und Senator Charles Schumer, einer der harten demokratischen Verhandlungsführer, fügt kurz darauf noch hinzu, es herrsche Erleichterung - denn es sei jetzt klar, dass die USA nicht zahlungsunfähig würden. Schumer stellt aber klar: Noch gebe es keine endgültige Vereinbarung, es müssten noch viele Fragen geklärt werden.

Zumindest die Eckpunkte eines Deals zeichnen sich nun aber ab. Er soll insgesamt wohl drei Billionen Dollar umfassen und die Schuldenobergrenze in zwei Schritten anheben - so, wie es die Republikaner fordern.

Allerdings - und das ist ein Zugeständnis an die Demokraten - bräuchte Präsident Obama bei der zweiten Erhöhung in einigen Monaten nicht die Zustimmung des Kongresses. Der hätte allenfalls die Möglichkeit, die Erhöhung mit Zweidrittelmehrheit abzulehnen, das könnte Obama aber mit seinem Veto übertrumpfen.

Aber wen überrascht diese Kehrtwende wirklich? Hat denn wirklich jemand geglaubt, dass die Ami’s ihre eigene Wirtschaft vor die Wand fahren? Nur Kräftemessen bis zum bitteren Ende, und dies wäre wohl das endgültige Ende der gesamten Weltwirtschaft geworden. Klar, die Chinesen sind weiterhin sauer, warum auch nicht, wenn man circa 800 Milliarden Dollarreserven hat. Somit unterstütz der letzte Kommunist nun offiziell den Kapitalismus, um nicht selber mit abzusaufen. Denn „Money makes the world go around“!!!

Gruß an meinen ab morgen nun Ex-Kollegen H. War `ne schöne Abschiedsfeier gestern Abend. H. – wir werden dich vermissen. Viel Spaß in deinem Ruhestand.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Der nächste bitte!

Unser Süd-östlichstes Euroland, die Hellenen scheinen ja nun zumindest vorerst gerettet zu sein. Der Eurorettungsschirm verdunkelt nun den sonnigen Himmel über der Akropolis etwas, aber die hitzigen Gemüter werden sich im Schatten schnell abkühlen. Und wenn man soeben mal circa 5 bis 7 Jahre länger arbeiten soll, dann sollte man sich die Energie auch für den Arbeitgeber aufheben und nicht den ganzen Tag auf der Straße gegen die einzige (zugegeben schwere) Rettung des Landes, demonstrieren.

Aber gut, nach der Rettung ist vor der Rettung. Und schon steht das nächste Euro-Land vorm Finanzkollaps. Aber wir werden ja gerade alle von unserer Regierung beruhigt, dass sich Italien selber retten soll und auch kann. Hat man übrigens bei Griechenland ganz zu anfangs auch gesagt. Aber schauen wir mal was da noch so alles kommt, vielleicht könnte man ja in Italien eine „Bunga-Bunga-Steuer“ einführen. Gut Berlusconi selber, müsste dann wohl Privatinsolvenz anmelden, aber sein Medien-Imperium könnte vielleicht auch die Staatskrise auch aus der Portokasse bezahlen, man weiß es nicht!

Interessant sind aber die Gespräche die ich selber immer mehr in meinem Umkreis beobachte. „Man sollte die D-Mark wieder einführen!“, oder: „Der Euro war der letzte sch…!“ Nun gut, ist nicht alles Euro-Gold was glänzt, aber vielleicht ist der Euro auch der einzige Weg gewesen die Flucht nach vorne anzutreten. Stellt euch mal vor, wir hätten heute noch die DM. Ziemlich alle Länder der EU, stehen im Moment vor einer Finanzkrise, bzw. haben ein nicht sonderlich hohes Finanzwachstum. Aber unser Land kann sich derzeit ja wirklich nicht vor Aufträgen retten-allen voran unser Vorzeigepferd, die Automobilindustrie. Bei einer bestehenden DM, würde dies nun bedeuten, dass die DM selber, eine absolut starke weltweite Währung währe. Auslandurlaube wären somit billig wie nie, und alles was wir außer Landes importieren, wäre auch im freien Preisverfall, sprich immer billiger. Klingt gut, nicht wahr?

Aber Vorsicht!!! Denn wir waren lange Jahre ja Exportweltmeister und spielen auch weiterhin erfolgreich in der Top Liga mit. Das bedeutet nämlich umgekehrt das unsere Exportprodukte im Ausland immer teurer werden und somit für immer mehr Erdenbewohner unerschwinglicher. Ergo, unser Export würde immer mehr zusammen schrumpfen. Dies hätte dann zwangsweise Auftragsrückgänge in beträchtlicher Höhe zur Folge, was zu Arbeitsplatzabbau und auch Insolvenzen führen würde. Fazit also: Ja, wir sind mittlerweile der Zahlmeister „Nummero Uno“ in Europa. Letztendlich retten wir nämlich damit unseren eigenen Arsch!!! Denkt mal darüber nach.

Und wer von euch meint – „Der spinnt ja“ dann googelt mal nach der sogenannten „Holländischen Krankheit“. Den genau dies ist in den 60’er Jahren den Niederlanden passiert, nachdem man in der Nordsee gewaltige Öl- und Gasvorkommen entdeckt hatte. Der Gulden war so stark geworden, dass der Export beinahe völlig zum Erliegen kam. Der Autobauer DAF ist dadurch von der Bildfläche verschwunden, und einer der damals größten Elektrokonzerne überhaupt, nämlich Phillips ist nur um Haaresbreite an der Insolvenz vorbei geschrappt.

Aber egal, denn auch die USA schleppen sich gerade von einem Staatsbankrott zum nächsten, alle paar Monate wird nun die Schuldenobergrenze weiter angehoben. Keine Angst, die können wir nicht retten. Brauchen wir auch nicht, denn nun bekommt China immer mehr kalte „Pekingentenfüße“. So funktioniert nämlich das Finanz- Karussell. Immer schnellere Umdrehungen, bei stark steigenden Eintrittspreisen! Ist so wie der arme Mensch, welcher im besten Lokal der Stadt essen geht und sich eine Portion Muscheln nach der anderen bestellt. In der Hoffnung, das irgendwann in einer Muschel eine Perle ist, um die Rechnung zu bezahlen!!!

Soviel von mir erstmals, endschuldigt bitte die Blogmüdigkeit der letzten Zeit. Aber ich habe momentan etwas zu viel um die Ohren. Ich gelobe Besserung.

Sonntag, 10. April 2011

The empire strikes back

Die Menschenrechtsorganisation Hands off Cain (Kain`s Hände) veröffentlichte am vergangenen Mittwoch Zahlen über die in den vergangenen Jahren Weltweit durchgeführten offiziellen Hinrichtungen. Demnach wurde die Todesstrafe allein im vergangenen Jahr an insgesamt 5727 Menschen vollstreckt, im Jahre 2007 waren es übrigens noch 5851. Mindestens 5000 dieser Hinrichtungen wurden allein der „Volkrepublik“ (!!!) China zugeschrieben, was immerhin einem Anteil von 87,3 Prozent entspricht!

Die USA führten der Veröffentlichung zufolge 37 Exekutionen im Jahr 2008 aus, fünf weniger als 2007. Insgesamt wendeten 46 Länder im Jahre 2008 die Todesstrafe an, drei weniger als 2007. In den ersten sechs Monaten 2009 zeichnet sich den Angaben zufolge ein steigende Zahl von Hinrichtungen im Iran und in Saudi-Arabien ab. Tja, nun kann man wirklich sagen, dass China nicht nur bei den Waren und Rohstoffen Exportweltmeister ist. Nein, auch beim Export in den Exodus sind sie Weltmeister. Gratulieren muss man zu so etwas aber nicht, oder?

Und noch ein (kleiner) Riese zeigt derzeit wo der Hammer hängt. Denn die Deutsche Bahn, glaubt trotz neuer Regierung in Baden-Württemberg weiterhin fest an die Realisierung des umstrittenen Bahnprojekts "Stuttgart 21" und droht nun dem Bundeland mit Regress in Milliarden-Höhe. Bahnvorstandsvorsitzender Grube sagte: "Stuttgart 21 kommt mit 100-prozentiger Sicherheit." (Mit welcher Verspätung???) "Wir haben mit dem Land Baden-Württemberg wasserdichte Verträge. Und wenn dort jemand meint, dass er aus dem Projekt aussteigen möchte, soll er das allen Partnern sagen, übrigens auch wohin wir die Rechnung schicken sollen. Unsere Forderungen würden sich auf rund 1,5 Milliarden Euro belaufen. Bei einem Ausstieg müssen wir uns dieses Geld wiederholen. Als Vorstandsvorsitzender einer Aktiengesellschaft bin ich schlichtweg dazu verpflichtet."

Weiterhin fügte Grube hinzu: "Was wäre denn die Alternative? Der Weiterbetrieb eines völlig veralteten Bahnhofs mit einer Technologie, in die seit mehr als zehn Jahren wegen des Neubauprojekts nur das Nötigste investiert worden ist?" Das könne niemand wollen, so Grube. Sieht jetzt nach einem ersten Stresstest für die neue (Grüne) Landesregierung aus, wird mit Sicherheit noch spannend werden! Aber wir werden sehen, schauen wir mal.

Übrigens hatte ich diese Woche wieder die Ehre, mit einem Kollegen zusammen, einem Haufen Betriebsräte etwas die Angst vorm Betriebsverfassungsgesetz zu nehmen. Es war eine bunte Truppe, welcher es echt Freude machte, ein ziemlich trockenes Thema spannend rüber zu bringen. Ich drücke euch allen die Daumen, ihr schafft das – ganz sicher!!!

Zum Schluss noch ein kleiner Buchtipp. „Weltkrieg um Wohlstand – Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden“ von Gabor Steingart. In diesem spannendem Buch geht es um den Verfall der Europäischen und Amerikanischen Handelsdominanz. Und den Aufstieg der Asiatischen „Angreiferstaaten“, allen voran natürlich China. Besonders brisant an dem Buch ist, dass es bereits im Jahre 2006 geschrieben wurde, aber bereits sehr treffend den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes voraussagt – welcher ja letztendlich die Weltwirtschaftskriese ausgelöst hatte. Eins zeigt das Buch sehr deutlich: Die neuen Rivalen wollen nicht folgen, sondern führen. Oder anders gesagt: Der Aufstieg des Ostens, ist letztendlich der Abstieg des Westens! Ein sehr interessantes Buch, welches mit Zahlen und Fakten nur so um sich schmeißt, also mal reinschauen.

Und ich schalte nun ab – Wiedersehen…

Freitag, 5. November 2010

Brüderle’s grimmiges Märchen!

Die Märchen der Gebrüder Grimm kennen wir ja wohl alle zu genüge. Aber kennt ihr denn das grimmige Märchen des Brüderle? Aber der Reihe nach: Es war einmal (in diesem Fall eher „ist“) ein böser chinesischer Handelskaiser welcher plant, die Exportquoten für bestimmte Metalle um jährlich zwei bis drei Prozent zu reduzieren. Der China-Kaiser hatte die Exportquoten in diesem Jahr bereits deutlich gesenkt und dies damit begründet, die Ressourcen in seinem Märchenreich schonen zu wollen. Somit möchte der Kaiser die Exporte von mehr als 10 sogenannten seltenen Erden immer mehr beschränken. Der Kaiser produziert derweil mehr als 95 Prozent der seltenen Metalle weltweit. Die Rohstoffe werden etwa in märchenhaften Geräten wie Computern, Halbleitern, Rüstungsgütern (OK, hier ist Märchenhaft grenzwertig) oder aber auch Windturbinen verwendet. Bisher waren die Rohstoffe auf dem Weltmarkt relativ billig, auch weil in China beim Abbau der Metalle zum Teil sehr niedrige, oder gelinde gesagt sehr „märchenhafte“ Umweltstandards gelten. Mit dem Aufbau einer strategischen Reserve für diese Rohstoffe könnte China die Preise auf dem Weltmarkt stärker beeinflussen. Dies bringt natürlich die anderen Könige und Kaiser, der anderen Märchenländer auf die Palme, denn dann können sie nämlich nicht mehr diese Zauberprodukte herstellen lassen. Aber nun kommt der „Weiße Ritter Brüderle“, welcher nun in absoluter Voraussicht mehrfach vor einer Verknappung wichtiger Rohstoffe gewarnt hat. Hat er selber zwar nicht wirklich, aber seine Recken aus dem Wirtschaftsministerium und aus der Industrie. Aber nun hat der Bundeswirtschaftsritter Brüderle die Industrie aufgefordert, eine Arbeitsgemeinschaft „Deutsche Rohstoff AG“ zu gründen, um die Abhängigkeit etwa bei seltenen Metallen von China zu verringern. "Es gibt die Gefahr, dass wir eine Eisenerz-OPEC oder Seltene-Erde-OPEC bekommen", sagte der Brüderliche-Ritter in der kanadischen Hauptstadt Ottawa in Anspielung auf die Organisation Erdöl exportierender Länder. Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wo hier das Märchen sein soll, stimmt doch alles!? Richtig! Nur hat gerade der Herr Brüderle mit seinen Liberalen Kreuzrittern vehement am vorzeitigen Ausstieg aus der Steinkohle festgehalten und fordert weiterhin den definitiven End-Ausstieg bis zum Jahre 2018. Aber vielleicht ist dass ja volle Absicht, denn dann ist die Steinkohle wirklich eine Art seltene Erde in Deutschland und er selber der ungekrönte Steinkohlekaiser!!! Und die Moral von der Geschichte: Wenn ihr von der sogenannten „Gelben Gefahr“ hört, dann ist nicht mehr zwangsläufig China gemeint. Denn bei gelber Gefahr hab zumindest ich seltsamerweise immer mehr die FDP vor Augen. Aber nicht als Märchen, nein, mehr als Alptraum!!!! Aber ich durfte die Tage wieder mal das ein oder andere Märchen aus der Welt schaffen. Habe nämlich mal wieder eine Handvoll Betriebsräte über Kündigungsschutz, Mitbestimmung, etc unterichten dürfen. Kommt in letzter Zeit so oft vor, sollte mal ne eigene Gegen-Märchenschule daheim gründen, ala Hogwart… Buchtipp! Buchtipp ist wichtig! „Schauen sie sich mal diese Sauerei an – 20 wahre Geschichten von Lebensrettern“, von Jörg Nießen. Zum Teil tragische, manchmal auch nachdenkliche, aber auch sehr humorvolle Geschichten über das Alltagsleben eines Rettungssanitäter. Besonders gefallen hat mir die Geschichte über einen Einsatz von Atemnot eines Kettenrauchers. Hier ein kleiner Auszug: …ich rauch ja nicht aus Spaß an der Freude! Bürgerpflicht! Bürgerpflicht, sage ich. Wer nicht raucht, erfüllt in meinen Augen den Strafbestand des Landesverrats. Mindestens aber Wehrkraftzersetzung. Wer bezahlt denn die innere Sicherheit mit seinen Steuern – die Raucher, jawohl. Wer bekämpft denn die Achse des Bösen? Doch nicht irgendwelche müslifressende Sozialdemokratieschnösel. Raucher, meine Freunde, Raucher sind die Sperrspitze im Kampf gegen den Terror!... Ich gebe dem Buch 5 von 5 Spritzen, wollte eigentlich nur 4 geben, aber die fünfte gebe ich aus Scham weil ich Nichtraucher bin. Ich Landesveräter…!