Freitag, 23. September 2011
Himmelhoch jauchzend, am Boden betrübt!
Sonntag, 3. April 2011
So schnell kann`s gehen!
Am Mittwoch habe ich noch von der bevorstehenden Tarifrunde in der Chemischen Industrie geschrieben. Die Forderung lag derweil noch bei 7%. Genau einen Tag später kam bereits der Durchbruch, denn im nordrhein-westfälischen Bad Honnef einigten sich die Tarifparteien Donnerstagmittag nach einem zweitägigen Verhandlungsmarathon auf einen Abschluss von 4,1%, bei 14 Monaten Laufzeit. 4,7% wären wohl ein kleines bisschen schöner gewesen, dann hätte man nämlich die „7“ wenigstens hinter dem Komma erreicht!
Nach dem Abschluss sollen nun die bundesweit rund 550 000 Beschäftigten der Chemieindustrie 4,1 Prozent mehr Entgelt erhalten. Die Ausbildungsvergütungen werden übrigens einheitlich um 35 Euro angehoben. Außerdem wurde die Fortsetzung der Initiative »Start in den Beruf« vereinbart, die Jugendliche ohne Lehrstelle und ohne die dafür nötigen Qualifikationen unterstützt.
Unser IG-BCE Boss Michael Vassiliadis sprach von einem »guten, tragfähigen Kompromiss nach einer harten Auseinandersetzung«. Im vergangenen Jahr sei ein »Brückentarifvertrag in den Aufschwung« abgeschlossen worden, 2011 ein »Aufschwungtarifvertrag« so Vassiliadis. Der Abschluss zeige überdies, dass die Chemie-Sozialpartnerschaft eine »stabile Basis« sei. IG-BCE Tarifführer Peter Hausmann sagte dazu: »Wir wollten eine Marke setzen, die es in diesem Jahr in der Tariflandschaft noch nicht gegeben hat. Dieses Ziel haben wir erreicht. Ohne die Unterstützung der Beschäftigten in den Betrieben wäre uns das nicht gelungen.“
In der FDP kündigt sich derweil auch ein Abschluss an, oder man könnte hier auch besser sagen „Abschuss“ an. FDP-Chef Guido Westerwelle zieht nun offenbar die Konsequenzen aus der innerparteilichen Kritik und verzichtet auf den Parteivorsitz. Angeblich will Westerwelle seinen Rückzug von der Parteispitze noch heute Abend in der Parteizentrale in Berlin bekanntgeben. Nach den verlorenen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz stand WW massiv unter Druck. Zuletzt waren auch führende FDP-Politiker immer mehr auf Distanz zu ihm gegangen. In der FDP war auch eine weitere Demontage Westerwelles nicht ausgeschlossen worden. Der Außenminister müsste womöglich auf die Funktion des Vizekanzlers verzichten, um die Rolle eines neuen FDP-Chefs im Kabinett zu stärken, hieß es. Damit stehen die Liberalen nach zehn Jahren unter seiner Führung offenbar vor einem Neuanfang mit Gesundheitsminister Rösler als Parteichef. Der 38-Jährige erwäge eine Kandidatur für den Parteivorsitz auf dem Parteitag im Mai, hatte es zuvor in führenden Parteikreisen geheißen. Auch Wirtschaftsminister Brüderle gerät von den „Jungen Liberalen“ (Julis) immer mehr unter Druck. Schauen wir mal, was da diese Woche noch so alles passiert. Wird bestimmt noch spannend, wetten?!
Übrigens schätzt man den finanziellen Schaden der Atomkatastrophe in Japan, derweil auf circa 200 bis 250 Milliarden Euro. Eine Menge Geld zwar, aber bei uns in Deutschland ist mal eine Mauer umgefallen – und das hat dann ganze 1,5 Billiarden gekostet!!! Aber der Atomkraftwerke Stresstest ist nun bei uns voll im Gange. Gerade testet man ob der Neckar bei Neckarwestheim, einen Tsunami verursachen kann!!!
Mittwoch, 30. März 2011
Ökologisch alternative Diktatur?
Der große Wahlkrimi ist am vergangenen Sonntag mit einem wahren Paukenschlag ausgegangen. Vereinfacht kann man sagen, dass alle Parteien massiv verloren haben, außer den Grünen (die Partei, nicht die Polizei). Die haben von der Atomkatastrophe in Japan ohne Zweifel stark profitiert und konnten ihren Stimmanteil glattweg verdoppeln. In Baden Württemberg haben sie sogar die 58 Jahre lange CDU Herrschaft gesprengt!!! Nun sind sie auf Sondierungssuche sowohl mit der SPD, aber auch mit der CDU. Wobei bereits im Vorfeld der ersten Gespräche schon SPD und Grüne erklärt hatten, dass die Chancen für eine rot-grüne Koalition nicht schlecht seien. Zwar kündigten die Grünen wie bereits gesagt an, auch mit der CDU zu reden. Aber die Schnittmenge mit der SPD sei größer.
Bedenklich find ich aber die momentanen Kraft-Äußerungen aus den Reihen der Alternativen. Das der Atomausstieg in BW sich nunmehr massiv beschleunigen wird, ist ja wohl keine sonderliche Überraschung. Aber nun scheint man sämtliche bisherigen Beschlüsse und Urteile auf den Kopf, bzw. in Frage zu stellen. Die Bahn hat gestern schon die (Zug-) Notbremse gezogen und den Bau von Stuttgart 21 erst mal vorläufig gestoppt, zu mindestens bis die neue Regierung sich konstituiert hat. Man plane dazu vielleicht eine erneute Volksbefragung, vorherige Beschlüsse scheinen hier nun schon mal keine Geltung mehr zu haben!
So nebenbei will man nun auch den geplanten Hochmoselübergang verhindern, sowie eine bereits geplante Brücke am Mittelrhein lehnen sie selbstverständlich auch ab. Den Autobauern Porsche und Mercedes will man nun deutlich machen, dass sie keine schweren Karossen für die ganze Welt zu bauen haben! Dann können wir uns ja nun auf ein paar neue Sondermodell freuen: Denn Porsche Bobby-Car, oder die neue S-Klasse mit Tretantrieb. Ist doch egal, denn nun wird erst mal mit Sicherheit das Thema Tempolimit wieder auf die Tagesordnung kommen. Wie die ganze Industrie selber, mit Strom dann versorgt werden soll, ist auch noch nicht so ganz geklärt, aber gegen Stromtrassen ist man natürlich auch. Man kann jetzt auch sagen: Das fängt ja schon mal gut an, ist irgendwie auch ´ne Form von Diktatur! Lassen wir uns mal überraschen, wann auch eine Partei wie die Grünen wieder auf den Boden der Tatsachen ankommt.
Wer nun auch langsam wieder auf den Boden der Tatsachen ankommt ist die FDP. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gibt sein Amt als FDP-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz auf. Er werde den Vorsitz auf einem Sonderparteitag des Landesverbandes am 7. Mai zur Verfügung stellen, sagte Brüderle bei einer Sitzung der FDP-Gremien am Montagabend in Mainz. Auch der gesamte Vorstand tritt dann gleich mit ab. Also Guido: Der Abfahrtsbus steht bereit! Einsteigen bitte!!!
Am Montag war ich übrigens in Darmstadt auf einer IG-BCE Demo. Genauer gesagt zur Tarifrunde in der Chemischen Industrie. Die Forderung steht bei 7%, was nicht unrealistisch ist. Denn die Arbeitnehmer haben ihren Anteil an der Krise mittragen dürfen und fordern nun einen kleinen Teil vom Kuchen zurück. Was ihnen wohl auch zusteht, den die Deutsche Chemieindustrie jammert einerseits, das die Krise noch nicht komplett vorüber sei, fahren aber Land auf, Land ab, die besten Ergebnisse in ihrer Firmengeschichte ein. Das kann man übrigens sehr gut an den Managergehälter sehen, da sind weit mehr als 7% möglich gewesen. Also nicht nur die Risiken auf die Belegschaft abwälzen, sondern auch die Gewinne gerecht verteilen!!!
Also: Viel Glück, bei eurer Tarifrunde.
10!
9!
8!
7!
7!
7!
…
Samstag, 8. Januar 2011
Im Hochwasser auf Grund gesetzt!
Der Winter legt gerade eine kleine Pause ein, draußen ist es geradezu Frühlingshaft. Nur bereitet das ganze Tauwetter, gleich die nächsten Probleme. Während bei uns hier im Werratal alles noch relativ harmlos aussieht, sieht es an unserem anderem großen Fluss im Kreis, alles andere als harmlos aus. Die Fulda und vor allem ihr kleiner Nebenfluss, die Haune sind derzeit, zum Teil gewaltig über die Ufer getreten. Wie es aber zum jetzigen Zeitpunkt aussieht, scheint das schlimmste vorüber zu sein und die Pegelstände fallen wieder etwas. Wollen wir hoffen dass es hierzulande generell wieder eine Normalisierung der Pegelstände kommt.
Wo es aber derzeit bei weitem nicht, zur „Normalisierung des Pegelstandes“ kommt, ist die FDP. Steuermann Westerwelle hält weiterhin an seiner Position auf der Brücke fest und verteidigte die Tage, in einer kämpferischen 70 Minütigen Rede, weiterhin seinen Posten. Am Ende gab es dafür sogar 3 Minuten Applaus (na gut, die meisten haben nach ‘ner Minute schon aufgehört, aber unser Guido selber war halt nicht zu bremsen). Aber ich muss schon sagen, wie ich ihn so habe stehen sehen, mit kämpferischen Durchhalteparolen, wildem Gestikulieren und der eigen Glaube daran auf dem richtigen Wege zu sein, ohne auch nur geringe Spur von Selbstkritik, das hatte was. Solche Reden fernab der Realität gab es zuletzt vor circa 70 Jahren in Berlin (Grins). Hat nur noch gefehlt, das er gerufen hätte: „Wollt ihr den totalen Wahlkampf?“
Dumm nur das die FDP weiterhin in der Wählergunst, auf nunmehr unter 4% abrutscht. Aber wahrscheinlich sind nur wir alle zu uneinsichtig, um zu sehen was die FDP doch alles Gutes für uns getan hat?! Ich würde zumindest mal sagen, dass der Flottenadmiral Westerwelle, trotz Hochwasser es geschafft hat, den Lobbyisten-Kutter FDP gewaltig auf Grund zu setzen – auch ne Leistung!!! Aber egal, am 11. April, also vier Wochen vor dem Ordentlichen FDP Parteitag, will das Präsidium sich mit den Landesvorsitzenden treffen. Ob man ihn dann Kielholen lässt? Oder lässt man ihn einfachüber die Planke springen? Oder setzt in auf einer einsamen Insel ab – Westerland??? Was meint ihr, alles klar auf der Andrea Liberalia???
Unterdessen legt die CSU ein Steuerkonzept vor, welches die Bundesbürger um insgesamt 6 Milliarden Euro entlasten soll. Hat das eigentlich nicht auch zuerst die FDP versprochen gehabt. Sollte nun die CSU die besseren „Steuer“-Männer haben??? Naja, dann steht jetzt wohl CSU für: Cash Segel Union!!! Mit Horst Seehofer als Kapitän Ahab: „Da vorn! Der Gelb-Blaue Westerwal, da bläst er!!!“
Dienstag, 14. Dezember 2010
Willkommen in der liberalen DDR!
Donnerstag, 25. November 2010
Willkommen in der Realität
Willkommen in der Realität, oder auch das große Erwachen beginnt. Heute gab es gleich eine erstaunliche Erkenntnisse, welche sich mit dem Thema Nummer 1 (Nein nicht das was ihr denkt, sondern das woran wir Gewerkschafter oftmals denken), nämlich der Arbeitszeit und ihrer Vergütung (nicht Verhütung), sprich Entlohnung.
Eine erstaunliche Erkenntnis ist, dass die FDP nun langsam beim Thema Mindestlohn einknickt. Man gibt offenbar den Widerstand gegen den von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen geforderten Mindestlohn für Zeitarbeiter auf. "Wenn die Union auf einem Zeitarbeits-Mindestlohn beharrt, wollen wir uns dem nicht in den Weg stellen", so FDP-Fraktionsvize Heinrich Kolb. "Wir sind nicht dogmatisch" (Naajaa…), fügte er hinzu. In der Frage aber, wie das Vorhaben nun konkret umgesetzt werden solle, gebe es aber noch Meinungsunterschiede. Bislang hatten nämlich die Liberalen einen Mindestlohn für Zeitarbeiter konsequent abgelehnt. "Wir sind weiterhin der Meinung, dass ein Mindestlohn in der Zeitarbeit nicht notwendig ist", hatte der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Johannes Vogel, erst gestern noch erklärt. "Wir wollen stattdessen einführen, dass Stammbelegschaft und Zeitarbeiter nach einer Frist (10 Jahre?) gleich bezahlt werden", hatte er hinzugefügt.
Arbeitsministerin Von der Leyen dagegen, hatte erst gestern ihre Forderung nach einer raschen Einführung des Mindestlohns für Zeitarbeiter erneuert. "Wir wollen verhindern, dass über ausländische Tarifverträge Lohndumping zu uns transportiert wird", sagte sie. Hintergrund für den plötzlichen Sinneswandel ist die bevorstehende Öffnung des deutschen Arbeitsmarkts für Arbeitnehmer aus den mittel- und osteuropäischen Staaten. Für sie gilt noch bis Mai 2011 eine Übergangsfrist bei der sogenannten Arbeitnehmerfreizügigkeit. Ab dann werden diese Arbeitnehmer im Normalfall nach dem geltenden Tarifvertrag bezahlt. In jenen Branchen, in denen Lohndumping seit langem ein Problem ist, gibt es inzwischen Mindestlöhne, etwa auf dem Bau, bei Gebäudereinigern oder in der Pflegebranche. Für Zeitarbeiter gibt es einen solchen Mindestlohn noch nicht.
Noch besser wären aber statt eines Mindestlohns, halt Flächentarifverträge, die werden nämlich nicht nur einmal eingeführt, sondern auch regelmäßig „gepflegt“. Und bin mal gespannt ob es wieder einen Mindestlohn Ost und West geben wird! Aber zumindest schon mal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Fragt sich jetzt nur, ob die FDP wirklich von alleine zur Vernunft gekommen ist, oder ob ihr der große Regierungspartner die Pistole auf die Hühnerbrust gesetzt hat? Denn wenn man mal genau hinschaut, wer sich da so alles in den Aufsichtsräten der großen Entleiher tummelt, dann habe ich wenig Hoffnung auf einen finanziellen Quantenprung im Geldbeutel der Betroffenen! Gebt mal bei Google: Politiker, Aufsichtsrat und Leiharbeit ein, sehr interessant kann ich nur sagen.
Der Buchtipp ist heute auch gerade für uns Arbeitnehmer sehr interessant. „Wie die lieben Kollegen ticken – 111 Fakten fürs Überleben im Haifischbecken“, von Hauke Brost. Der Autor hat Deutschlandweit mit über 1000 Arbeitnehmern gesprochen und die schrillsten aber stets wirklichen Geschichten über das Zusammenspiel der betrieblichen Akteure in diesem Buch versammelt. Warum darf man beispielsweise nicht jede Kaffeetasse benutzen, wie wichtig die richtige Sitzordnung in einer Besprechung ist, und vor allem: Wenn man wirklich eine Gemeinheit aushecken will, ist es äußerst ratsam ein (schwächeren) Kollegen mit ins Boot zu nehmen. Denn wenn der Schuss dann nach hinten losgeht, hat man ja jemandem, dem man die Schuld in die Schuhe schieben kann. Klingt gemein, ist aber wirklich so. Im Übrigen ist auch das Thema Betriebsräte selber sehr interessant, dort hat man dann beim Lesen, doch mal den einen oder anderen BR-Kollegen vor Augen!!! Sehr tolles Buch, welches zum Teil recht humorvoll, aber manchmal auch sehr harte Beispiele auflistet. Kann ich euch nur empfehlen und gebe dem Buch die Höchstwertung von 5 von 5 Sternen.
So viel für Heut, Glückauf ihr Leut…Freitag, 5. November 2010
Brüderle’s grimmiges Märchen!
Die Märchen der Gebrüder Grimm kennen wir ja wohl alle zu genüge. Aber kennt ihr denn das grimmige Märchen des Brüderle? Aber der Reihe nach:
Es war einmal (in diesem Fall eher „ist“) ein böser chinesischer Handelskaiser welcher plant, die Exportquoten für bestimmte Metalle um jährlich zwei bis drei Prozent zu reduzieren. Der China-Kaiser hatte die Exportquoten in diesem Jahr bereits deutlich gesenkt und dies damit begründet, die Ressourcen in seinem Märchenreich schonen zu wollen.
Somit möchte der Kaiser die Exporte von mehr als 10 sogenannten seltenen Erden immer mehr beschränken. Der Kaiser produziert derweil mehr als 95 Prozent der seltenen Metalle weltweit. Die Rohstoffe werden etwa in märchenhaften Geräten wie Computern, Halbleitern, Rüstungsgütern (OK, hier ist Märchenhaft grenzwertig) oder aber auch Windturbinen verwendet.
Bisher waren die Rohstoffe auf dem Weltmarkt relativ billig, auch weil in China beim Abbau der Metalle zum Teil sehr niedrige, oder gelinde gesagt sehr „märchenhafte“ Umweltstandards gelten. Mit dem Aufbau einer strategischen Reserve für diese Rohstoffe könnte China die Preise auf dem Weltmarkt stärker beeinflussen. Dies bringt natürlich die anderen Könige und Kaiser, der anderen Märchenländer auf die Palme, denn dann können sie nämlich nicht mehr diese Zauberprodukte herstellen lassen.
Aber nun kommt der „Weiße Ritter Brüderle“, welcher nun in absoluter Voraussicht mehrfach vor einer Verknappung wichtiger Rohstoffe gewarnt hat. Hat er selber zwar nicht wirklich, aber seine Recken aus dem Wirtschaftsministerium und aus der Industrie. Aber nun hat der Bundeswirtschaftsritter Brüderle die Industrie aufgefordert, eine Arbeitsgemeinschaft „Deutsche Rohstoff AG“ zu gründen, um die Abhängigkeit etwa bei seltenen Metallen von China zu verringern. "Es gibt die Gefahr, dass wir eine Eisenerz-OPEC oder Seltene-Erde-OPEC bekommen", sagte der Brüderliche-Ritter in der kanadischen Hauptstadt Ottawa in Anspielung auf die Organisation Erdöl exportierender Länder.
Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wo hier das Märchen sein soll, stimmt doch alles!? Richtig! Nur hat gerade der Herr Brüderle mit seinen Liberalen Kreuzrittern vehement am vorzeitigen Ausstieg aus der Steinkohle festgehalten und fordert weiterhin den definitiven End-Ausstieg bis zum Jahre 2018. Aber vielleicht ist dass ja volle Absicht, denn dann ist die Steinkohle wirklich eine Art seltene Erde in Deutschland und er selber der ungekrönte Steinkohlekaiser!!!
Und die Moral von der Geschichte: Wenn ihr von der sogenannten „Gelben Gefahr“ hört, dann ist nicht mehr zwangsläufig China gemeint. Denn bei gelber Gefahr hab zumindest ich seltsamerweise immer mehr die FDP vor Augen. Aber nicht als Märchen, nein, mehr als Alptraum!!!!
Aber ich durfte die Tage wieder mal das ein oder andere Märchen aus der Welt schaffen. Habe nämlich mal wieder eine Handvoll Betriebsräte über Kündigungsschutz, Mitbestimmung, etc unterichten dürfen. Kommt in letzter Zeit so oft vor, sollte mal ne eigene Gegen-Märchenschule daheim gründen, ala Hogwart…
Buchtipp! Buchtipp ist wichtig! „Schauen sie sich mal diese Sauerei an – 20 wahre Geschichten von Lebensrettern“, von Jörg Nießen. Zum Teil tragische, manchmal auch nachdenkliche, aber auch sehr humorvolle Geschichten über das Alltagsleben eines Rettungssanitäter. Besonders gefallen hat mir die Geschichte über einen Einsatz von Atemnot eines Kettenrauchers. Hier ein kleiner Auszug:
…ich rauch ja nicht aus Spaß an der Freude! Bürgerpflicht! Bürgerpflicht, sage ich. Wer nicht raucht, erfüllt in meinen Augen den Strafbestand des Landesverrats. Mindestens aber Wehrkraftzersetzung. Wer bezahlt denn die innere Sicherheit mit seinen Steuern – die Raucher, jawohl. Wer bekämpft denn die Achse des Bösen? Doch nicht irgendwelche müslifressende Sozialdemokratieschnösel. Raucher, meine Freunde, Raucher sind die Sperrspitze im Kampf gegen den Terror!...
Ich gebe dem Buch 5 von 5 Spritzen, wollte eigentlich nur 4 geben, aber die fünfte gebe ich aus Scham weil ich Nichtraucher bin. Ich Landesveräter…!Dienstag, 11. Mai 2010
Nach der Wahl beginnt die Qual der Koalitionswahl!
Mittwoch, 17. Februar 2010
Am Aschermittwoch sind alle entzwei!
Der Karneval oder Fasching, je nach dem wo man halt wohnt, ist nun endlich vorbei. Nun können alle Männer in den verschiedenen Vereinen, ihre Hosen wieder anziehen und müssen sich nicht mehr als Frauen verkleidet, in den Faschingshochburgen lächerlich machen. Das war nämlich schon seit „Charlies Tante“ mit Peter Alexander schon mehr als ausgelutscht! Aber ich habe mir selber geschworen, dieses Jahr mal nicht über das, ach so närrische Treiben abzulästern, zumindest vorher.
Und hinterher brauch ich auch nicht viel zu schreiben, da ja nun die ganzen Parteien, heute ihren politischen Aschermittwoch zelebrieren. Und ob dies nun heute bei der SPD, der CDU und CSU, den Grünen oder den Linken war, einer war überall dabei. Zwar nicht persönlich, dafür aber als Zielscheibe, nämlich unser Lieblingsaußenminister Westerwelle. Gerade wegen seinen Äußerungen über die aktuelle Hartz IV Debatte, lässt immer mehr vermuten, dass er damit nur von der derzeitig mehr als schlechten Regierungspolitik abzulenken versucht. Aber wie sagte heute sein Koalitionskollege Seehofer über seine Drohung „Er könne auch anders!“: „Da wackeln die Alpen, da schäumt der Chiemsee. Aber keine Angst, das ist kein Tsunami, das ist nur eine Westerwelle."
Wie seht ihr diese politisch Nadelstiche? Als längst gerechtfertigte Vorwürfe, oder aber auch nur Ablenkungstaktiken? Aber eines ist sicher, er ist der erste Außenminister, der wegen seiner Innenpolitik seine politische Laufbahn riskiert!!!
Was aber absolut kein Karnevalsscherz ist, ist das der billig Discounter „Lidl“ nun für einen Mindestlohn plädiert. Ob dies aber nun wirklich aus reiner Nächstenliebe geschieht, ist wohl mehr als fraglich. Vielmehr scheint man nun das „St. Florians Prinzip“ anzuwenden, denn nach denn ganzen Negativ-Schlagzeilen der letzten Zeit, greift man nun zum gewerkschaftlichen Rettungsring. Denn es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass sich die ganze Billig-Discounter-Branche so weiter runter „Es Lebe Billig“ Gewirtschaftet hat, sieht man nun (hoffe ich) ein, das nun klare Lohnregelungen auf Bundesebene geschaffen werden müssen, damit auch die Konkurrenz die selben Lohn-Schwierigkeiten zu spüren bekommt!
Zum Schluss aber wieder mal nen DVD/ Blue-Ray Tipp: „Outlander“ von Howard McCain, handelt von einem (menschlichen) Außerirdischen, welcher mit seinem Raumschiff im Jahre 709, mitten in einem Wikingerkrieg abstürzt. Aber er kommt nicht alleine, sondern in seinem Gepäck hat er ein monströses Alien. Nun gilt es gemeinsam mit den „Eingeborenen“ auf die jagt des „Drachen“ zu gehen. Eigentlich nur ein B-Movie, mit relativ unbekannten Hauptdarstellern, aber auch Ron Perlman (Hellboy, Der Name der Rose) in einer Nebenrolle. Ich gebe dem Film ganze 4 von 5 Wikingerschilden, denn er ist eine gut gemachte recht nette, aber auch nicht allzu anspruchsvolle Abendunterhaltung.
Macht’s gut…









