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Sonntag, 11. Dezember 2011

Energische Energiediskussionen


Ein Wochenende voller Energie. Oder anders gesagt, dieses Wochenende ging es um das weltweite industrielle Wohlfühlklima. Der Uno-Klimagipfel in Durban hat sich heute nach mehr als zähen Verhandlungen, in den frühen Morgenstunden auf einen Zeitplan für ein neues Abkommen zum Kampf gegen die Erderwärmung geeinigt. Somit hat man nun schon mal offiziell anerkannt, dass man eine mögliche Erderwärmung bemerkt hat. Bei den entscheidenden Fragen aber blieb man wie immer ziemlich unkonkret. Mit dem nun beschlossenen Vertrag sollen erstmals alle wichtigen Produzenten von Treibhausgasen wie die USA und China zum Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet werden. Allerdings soll dieses Abkommen erst im Jahr 2020 in Kraft treten. Das wurde am frühen Sonntagmorgen in der südafrikanischen Stadt beschlossen. 

Einigkeit herrschte zumindest aber über eine Verlängerung des bestehenden Kioto-Protokolls bis 2017, in dem sich Deutschland und die anderen kleinen Industriestaaten erstmals zu einer verbindlichen Verringerung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet hatten. Ich gehe mal davon aus, dass wir auch wieder die einzigen Verrückten sein werden, die sich auf biegen und brechen daran auch halten werden Zudem einigten sich die Staaten auf einen Fonds, mit dem armen Ländern geholfen werden soll, die Auswirkungen des Klimawandels zu bewältigen. Umweltschützer äußerten sich über die Ergebnisse des Marathongipfels enttäuscht. Staaten, die vom steigenden Meeresspiegel bedroht sind, sprachen von einer Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Die können sich dann ja ihr Gemüt im Meer abkühlen, das kommt ihnen wohl in den nächsten Jahren, im wahrsten Sinne des Wortes etwas entgegen.
 
Und selbst im kleinen Haltern am See, gab es emsige Energiedebatten. Denn in unserer Lieblingsbildungsschmiede, fand wieder einmal ein Klubber-Special statt. Schön war es wieder sowohl alte Bekannte zu sehen, als auch ein paar junge engagierte neue Klubbgesichter. Schön war auch die Klubberaufnahme selber. Neben Quizfragen mal so eben die neuen Klubber, die Titanic bauen zu lassen – Respekt! Die wurde danach auch gleich zu Feuerholz verarbeitet und unter der Feuerzangenbowle verbrannt, von wegen Eisberg!  Neben der obligatorischen Aufnahme der neuen Mitglieder im Klubb 200, ging es uns selber aber konkret um das Thema Energie und deren Zukunftsgestaltung. Eines ist uns klar geworden, wir alleine können nicht die Welt retten. Aber, wir können sehr wohl dafür Sorge tragen, dass man nicht immer alles einfach so hinnimmt, sondern auch mal gezielt hinterfragt. Stichwort: „Man müsste mal!“

-Man müsste mal einfach aufstehen und den Mut haben „Nein“ zu sagen!
-Man müsste mal die Courage haben vorne weg zu gehen!
-Man müsste mal einfach sagen: Ja ich mach das!
-Man müsste mal nicht nur fordern sondern auch Mitgestalten!
-Man müsste mal sagen: Ich hör jetzt auf hier zu schreiben. Denkt mal darüber nach!
Mann, Mann, Mann…!!!

PS: Wer von euch Klubbern ein paar Fotos vom WE hat, mailt sie mir bitte zu. Ich „flick“ sie dann hier ein.

Freitag, 15. April 2011

Sofort Austeigen!!! Aber bitte nicht gleich!

Unsere Energie gipfelte heute in eine ernste Debatte. "Wir alle wollen schnellstmöglich aus der Kernenergie aussteigen und in die Versorgung mit erneuerbaren Energien um- und einsteigen", so unsere Bundeskanzlerin Merkel. Klingt ja schon mal recht Aussagereich, aber Zugleich räumte man ein, dass es über den Zeitplan der Energiewende noch deutliche Differenzen gebe. Denn Zentral für die Energiewende sind Milliarden Investitionen in unsere derzeitigen Stromnetze (der Strom wird nämlich überall benötigt, nicht nur in Küstennähe), der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien, sowie in mehr Energieeffizienz nötig. Dafür seien nicht nur Änderungen im Atomgesetz nötig. Man kündigte an, sich in den nächsten Monaten umfassend mit der Problematik auseinander zu setzen und viele Treffen noch vor sich zu haben. Das kennen wir: „Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bilde ich ein Arbeitskreis!“

Komisch finde ich nur die Aussage, dass man sich auch die Sicherheit der atomaren Endlager anschauen möchte. Denn das ist mir neu, dass es nun „Endlager“ geben soll. Bisher hieß es doch immer, es gebe Weltweit nicht ein einziges Endlager, nur Zwischenlager! Aber was interessiert mich das Geschwätz von Gestern, oder wie soll ich das nun interpretieren?

Bedenklich finde ich dabei nur, dass die EU-Bürokraten in Brüssel dabei vehement weiter am Kohleausstieg 2018 festhalten. Gerade jetzt wäre die Kohle als Brückenenergie zwingend nötig. Aber in Brüssel sitzen ja unsere Vordenker. Vor Jahren haben wir noch über großflächige Stromausfälle im Hightech Land USA gelacht, wetten dass wir da bald ganz ruhig sein werden???

Da passt ja eigentlich mein heutiger Lesetipp ganz gut dazu: „Der Effekt“ von John Birmingham. Zur Story: Ein gewaltiger, für Menschen undurchdringlicher Energieblitz, löscht die nahezu gesamte Bevölkerung der USA aus. Nur ein paar Randstaaten wie Hawaii, Alaska und Washington-Staate werden verschont. Das Militär selber ist gerade in Kuwait stationiert, der Roman spielt zur Zeit des 1. Golfkriegs im Jahre 1991 (der 1. Golfkrieg war ja angeblich der schönste!!!). Wie gehen nun die Amerika selber mit dem Verlust ihrer Heimat und nahezu aller Angehörigen um. Wie sehen die anderen Länder in Europa und vor allem im Islam, die Vernichtung der „Gottlosen“? Ein zwar fiktiver, aber trotz allen knallharter Roman, welcher kein Land so wirklich gut davonkommen lässt. Durch die plötzliche „Un-Balance“ des politischen Gleichgewichts, kommt es beispielsweise schnell in Frankreich zu einem offenen Bürgerkrieg. England riegelt sich ab und verweist alle „jungen“ Einwohner der letzten Generationen des Landes. Und ein gewisser Staat im Nahen Osten, nutzt das Chaos sogar zu einem atomaren Schlag gegen seine Nachbarstaaten. Ein Buch welches sehr knallhart rüber kommt. Die Geschichte des „Effekts“ selber ist zwar seltsam und wird auch nicht im Buch geklärt, da wird es wohl noch die eine oder andere Fortsetzung geben, aber vom politischen Spannungsfeld ungemein unterhaltsam. Mir selber hat‘s gefallen, drum gebe ich als Bewertung: 4 von 5 Energieblitzen.

Soviel erst mal von mir – see you!!!

Sonntag, 20. März 2011

Tanz auf dem Vulkan

Der heutige Blog befasst sich mal mit den derzeitigen Brennpunkten, oder noch besser gesagt "Kernschmelzpunkten" auf der Welt: Japan, Lybien und Sachsen-Anhalt.
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Die Lage in Japan scheint sich nun so langsam zu stabilisieren, aber nicht normalisieren. Dazu wird es wohl noch Jahre dauern. Und Energiepolitisch gesehen wird wohl nichts mehr so zu sein wie es war. Die Atomenergie hat nun uns allen gezeigt, dass die Risiken enorm hoch sind. Oder anders ausgedrückt: Das einzige was sicher ist, ist das Risiko!
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Die japanische Regierung machte unterdessen deutlich, dass Fukushima 1 nie wieder zur Energieerzeugung genutzt werden wird. "Es ist klar, dass Fukushima I in keiner Weise mehr wiederangefahren wird", erklärte der Regierungssprecher Yukio Edano. Im Ausland sind nun erstmals radioaktiv Belastete Lebensmittel aus Japan gefunden worden. In Taiwan entdeckten die Behörden eine Lieferung belasteter Bohnen aus der Präfektur Kagoshima. Die Belastung liege aber deutlich unter den in Taiwan zugelassenen Werten (!!!), teilte die taiwanesische Atombehörde der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Das wird bezüglich der Lebensmittel, für die Zukunft noch einen riesigen „Rattenschwanz“ nach sich ziehen. Die Preise für Tee zum Beispiel, werden sich in den nächsten Wochen noch rapide nach oben entwickeln. Also: Abwarten und Tee kaufen! Beim Brennpunkt Lybien hat sich nun die internationale Staatengemeinschaft, für militärische Aktionen gegen Muammar al Gaddafi ausgesprochen. Es bleibt vorerst aber nur ein Militäreinsatz von Frankreich, Großbritannien und den USA. Großbritannien selber hat nun gefordert, dass die Führung des Militäreinsatzes möglichst schnell von den USA auf die Nato übergehen soll. Die ständigen Botschafter bei der NATO konnten sich jedoch bei Verhandlungen in Brüssel bisher nicht darauf verständigen. Mehrere Länder äußerten nach Angaben von Diplomaten Bedenken, darunter vor allem China und Russland. Ist sogar verständlich, denn Gaddafi selber hat sich ja mit deutlichen Worten vom Westen abgewendet und eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Osten angekündigt. Bei der Mafia heißt es doch immer: „Blut ist dicker als Wasser!“ Könnte es nun hier heißen: „Öl ist dicker als Blut?“ Brennpunkt Numero Drei: Sachsen-Anhalt: Die derzeit regierende CDU hat laut der ersten Hochrechnung (19.00 Uhr) die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen. Die Christdemokraten um ihren Spitzenkandidaten Reiner Haseloff kommen demnach auf 33,1 Prozent. Bei der Wahl 2006 hatte sie übrigens noch 36,2 Prozent erreicht. Die SPD, die seit 2006 als Juniorpartner zusammen mit der CDU regiert, landet fast unverändert bei 21,3 Prozent. Die Linkspartei kommt laut Prognose auf 23,4 Prozent. Das wären 0,7 Prozentpunkte weniger als bei der vergangenen Wahl 2006. Die Grünen legen wegen dem Atomgau erwartungsgemäß deutlich zu: Sie erreichen 6,9 Prozent, das ist ein Plus um 3,3 Prozentpunkte. Sie würden damit nun den Sprung in den Magdeburger Landtag schaffen. Zur Info - Dort waren sie seit 1998 nicht mehr vertreten. Die FDP sowie die rechtsextreme NPD scheitern demnach an der Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP erreicht 3,3 Prozent, die NPD 4,6 Prozent. Sind übrigens pro Partei, immer noch circa 3% zu viel. Mindestens!!!!
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--- schöne Woche da draußen---