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Dienstag, 3. Mai 2011

Im Wonnemonat Mai…

…bin ich bei der IG-BCE dabei! Und es wart Maie im Ländle, das arbeitende Volke zeigte seine Nöte und Ängste. Dieses Jahr fand die Hauptkundgebung des 1. Mai´s in Kassel statt. Hauptredner Michael Sommer, Vorstandsvorsitzender des DGB, forderte "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"! 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer säumten den Königsplatz in Kassel und forderten einstimmig mehr Fairness und Gerechtigkeit in der Arbeitswelt. Der Königsplatz war geschmückt mit Pavillons der Einzelgewerkschaften sowie kultureller Vereine. Stände mit warmen Speisen und kühlen Getränken bei sommerlichen 24 Grad machten das Rundum-Sorglos-Paket für die Besucher der Maikundgebung perfekt.

Nicht ganz 4000 Besucher (Naja, waren schon etwas weniger), hatten wir hier im Werra-Revier vor Ort. Auch hier gab es an Zahlreichern Maikundgebungen, genügend Forderungen, Proteste, und Hinweise auf Missstände. Bekleidete wurde die Maikundgebung beispielsweise hier in Heringen (Heinzeland) und Philippsthal (Landgrafen) von den Bergmannskapellen der jeweiligen Standorte.

Und nach dem 1. Mai, ist vor dem 1. Mai! Deshalb lässt die GDL gleich wieder Weiterstreiken, ein Konzern nach dem anderen meldet Rekordgewinne – scheut sich dabei aber , diese an die Mitarbeiter auch weiter zu geben, und die Banken melden auch schon wieder neue Gewinnrekorde! Also, man kann auch sagen: Nach der Krise, ist wieder wie vor der Krise! Oder noch besser: Und die marode Finanzwelt dreht sich doch! Aber ich habe heute keine Lust, dazu wirklich meinen Senf abzugeben. Demnächst aber wieder mehr dazu, versprochen.

Aber ich persönlich, habe die Tage eine Nachricht im Netz gelesen, welche mich wirklich etwas gefreut hat. Hat aber rein gar nichts mit Politik oder Gewerkschaft zu tun. Denn Ken Grimwoods wunderschöner Science-Fiction-Roman „Replay - Das zweite Spiel“ aus dem Jahr 1988 soll schon bald verfilmt werden. Für den Film wird dabei Kultregiseur Robert Zemeckis gehandelt, unter dessen Regie zum Beispiel bereits Zurück in die Zukunft entstand. Doch im Gegensatz zu Martys und Doc Browns Abenteuer ist Replay eine ernste Zeitreise-Geschichte. Grimwood stellt die provokante Frage, was man tun würde, wenn man erneut leben könnte und dabei die Fehler, die man machte, kennt. In dieser Situation befindet sich nämlich die Hauptfigur Jeff Winston, der einen langweiligen Job hat und dessen Ehe auch nicht so das Wahre ist.

Winston stirbt am 18. Oktober 1988 in seinem Büro an Herzversagen und erwacht plötzlich im Körper seines Selbst aus dem Jahr 1963, mitten in seiner Collegezeit. Jeff kann sein Leben erneut leben, diesmal kann er alles besser machen. Doch irgendwann ist wieder der 18. Oktober 1988 und Jeff muss bald feststellen, dass sich Tod und Wiedergeburt stets wiederholen. Wer momentan auf der Suche nach was lesbaren ist, dem kann ich den Roman nur wärmstens ans Herz legen, wirklich eines der wunderbarsten SF-Romane. Ich gebe im natürlich 5 von 5 Leben.

…bis denn mal wieder!

Montag, 24. August 2009

Ziele ins Auge gefasst!

Letzten Samstag trafen wir uns wieder mal in den „Kleinen geheiligten Räumen“ unserer IG-BCE bzw. im DGB-Haus in Kassel. Ziel war die Zukünftige Zielgruppenarbeit, welche uns immer mehr beschäftigen wird, Zielgruppenarbeit als Instrument für die Zukunft, so der genaue Titel unseres Workshops.

Um unsere Gewerkschaftsarbeit noch interessanter zu gestalten (geht das überhaupt noch?) und besser zu strukturieren, wurde in diesem Workshop die Zielgruppenarbeit in unseren Mittelpunkt gestellt. In einer Betrachtung abgeschlossener sowie laufender Zielgruppenprojekte wie zum Beispiel: Gesundheitsnetzwerk IG BCE Kassel, und Zielgruppe „Junge Familien", konnten sich die Teilnehmer einen ersten Überblick über den aktuellen Stand der Zielgruppenarbeit im Bezirk Kassel verschaffen. Und ich konnte mein altes Klubberprojekt „Optimierung der Ortsgruppenarbeit“ als erfolgreich Abgebrochen erklären, denn ich muss zugeben, ich hätte niemals mit so viel Widerstand der OG-Dinosaurier gerechnet. „Veränderung ist wichtig, aber bitte erst wenn ich nicht mehr da bin!“, so in etwa mein persönliches Ergebnis der geplatzten Optimierung.

In den anschließenden Workshop-Runden konnten sich die Teilnehmer aber über verschiedene Handwerkszeuge informieren und sich Methoden und vor allen Optimismus für eine erfolgreiche Zielgruppenarbeit aneignen. Zwischen den Workshop-Runden fand ein reger Austausch von Informationen und Erfahrungen statt. Sehr schön war allerdings der Workshop über Improvisieren des Improvisationstheater „Feinripp“ aus dem Kasseler Schlachthof, sehr lustig, ich werde die ein oder andere Übung in Zukunft dazu nutzen, unsere IG-BCE Seminare damit aufzulockern. Wer von Euch mehr wissen will, schaue bitte im Netz nach unter: www.kassel.igbce.de

Sonntag beschäftigte ich mich dann wieder mit meiner persönlichen Zielgruppe: „Der Weg ist das Ziel!“, sprich dem Radfahren, das einzige wo man im Moment den Kopf frei bekommt. Besonders empfehlen kann ich Euch mal den Fuldaradweg zwischen Bebra und Melsungen. Dort gibt es in der nähe von Beiseförth einen art Gondel über die Fulda, welche man mittels einer Kurbel selber drehen muss um überzusetzen, sehr spaßig. Als wir dort ankamen, war auch gerade ein kleiner Menschenauflauf, da man den Hessischen Verkehrsminister auf seinen kleinen Ausflug erwartete. Wir haben in aber nicht zu Gesicht bekommen, der hätte uns ruhig mal „rüberkurbeln“ können, für was bezahlen wir den schließlich Soli???

Nun mal wieder einen Kinotipp, welches es wirklich in sich hat. „Inglourious Basterds“ von Kultregisseur Quentin Tarantino. Irrwitzige Dialoge, herrlich übertrieben Gewaltszenen und immer blanke Ironie mit massiven Querverweisen auf andere Filme und Regisseure, eben ein Tarantino-Film! Erzählt wird die Geschichte einer Bande Nazijäger, welche im 2. Weltkrieg hinter den feindlichen Linien in Frankreich Nazis Jagen und so ganz nebenbei, am Ende die ganze Nazi-Deutsche Führungsriege in einem Pariser Kino um die Ecke bringen. Geschichtlich gesehen vollkommener Quatsch, aber sehr unterhaltsam. Besonders Christoph Waltz als diabolischer Nazi-Oberst, setzt einen riesen Glanzpunkt, neben Stars wie Brad Pitt, Till Schweiger, Diane Kruger und, und, und. Ich gebe dem Film 5 von 5 Naziskalps, der Film hat das Zeug zum Kultfilm, die Amis sind halt immer die Guten und die Deutschen die Bösen, so ist das halt bei Tarantino, da gibt es immer nur Schwarz oder Weiss!

Soviel für diesmal und denkt dran, heut in 4 Monaten ist bereits Weihnachten…