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Dienstag, 20. Dezember 2011

Am Jahresende noch eine gute Tat!


Die Bundesregierung stimmte nun kurz vor Weihnachten auf ihrer letzten Kabinettssitzung in diesem Jahr einer Verordnung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zu. Somit bekommen die 900.000 Beschäftigten (!!!)  in der Zeitarbeitsbranche erstmals einen Mindestlohn. Die Zeit- und Leiharbeiter in Ostdeutschland erhalten ab Januar einen Mindestlohn von 7,01 Euro pro Stunde. In Westdeutschland liegt die Untergrenze bei 7,89 Euro. Ab November kommenden Jahres sollen die Löhne dann auf 7,50 Euro im Osten und 8,19 Euro im Westen steigen.

Zugleich schütteten die Weihnachtsminister den Sack über die rund 90.000 Dachdecker und fast eine Million Gebäudereiniger hierzulande aus. Dachdecker bekommen nun ab Januar mindestens 11,00 Euro pro Stunde. In der Gebäudereinigung steigen die Mindestlöhne in der Innenreinigung auf 7,33 Euro im Osten und 8,82 Euro im Westen. In der Glas- und Außenreinigung bleiben sie unverändert bei 8,88 Euro im Osten und 11,33 Euro im Westen.

Die Politik setzt zudem den Tarifpartnern in der Zeitarbeit eine Frist: Diese müssen nun im ersten Quartal einen Zeitpunkt festlegen, ab dem die Löhne der Zeitarbeiter an die der Stammbelegschaft angeglichen werden. Geschehe das nicht, werde eine Expertenkommission den Zeitpunkt festlegen.
 
Der SPD hingegen geht die neue Regelung nicht weit genug. Denn die Entscheidung für zwei Mindestlöhne zementiere das Lohnungleichgewicht zwischen Ost und West. Mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sei nicht nachvollziehbar, warum unterschiedliche Mindestlöhne festgesetzt würden. Der DGB betonte, dass das Ziel weiter gleicher Lohn für gleiche Arbeit bleibe. DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki sagte, gerade Leiharbeiter müssten besonders flexibel sein und hätten wenig Planungssicherheit. Das müsse honoriert werden. Deshalb sollten ja gerade Leiharbeiter besser entlohnt werden als die Stammbelegschaft. Nur somit wäre sicher gestellt, das Leiharbeit auch wirklich nur der Abdeckung von „Spitzen“ dient. Aber dies habe ich hier ja bereits mehr als genug geschrieben!

Da dies nun wohl mein letzter Blog vor Weihnachten ist, wünsche ich euch allen eine schöne und vor allen ruhige Weihnachtszeit!

Glückauf Leute!

Sonntag, 30. Oktober 2011

Die Entdeckung der Arbeitsarmut?


Es geschehen scheinbar wirklich noch Sozial-Wunder. Plötzlich entschließt sich unsere Regierung, dass auch bei den untersten Lohnempfängern nun etwas vom Aufschwung hierzulande anzukommen hat. Ich hoffe nur, man hat hier nun wirklich erkannt wo es brennt und versucht damit nicht von der hoffentlich nicht eintretenden Europleite abzulenken. 

Denn unsere regierente CDU will nun scheinbar etwas für ihr soziales Profil tun. Auf dem CDU-Bundesparteitag in zwei Wochen soll eine verbindliche Lohnuntergrenze von mindestens 6,90 Euro  (!!!) in Deutschland beschlossen werden. Schön, aber jahrelang hatte gerade die Union diese Forderung von seitens Opposition und vor allen uns Gewerkschaften vehement abgelehnt.
Offiziell nimmt man aber das Wort „Mindestlohn“ nicht in den Mund, denn schon im damaligen Koalitionsvertrag legten sich CDU/CSU und FDP auf die Ablehnung eines einheitlichen gesetzlichen Mindestlohns fest. Deshalb heißt es nun auch in der Empfehlung der Antragskommission: "Wir wollen eine durch die Tarifpartner bestimmte und damit marktwirtschaftlich organisierte Lohnuntergrenze und keinen politischen Mindestlohn." Anders ausgedrückt hält es die CDU für notwendig, eine allgemeine verbindliche Lohnuntergrenze in den Bereichen einzuführen, in denen ein tarifvertraglich festgelegter Lohn nicht existiert. 

Bestimmen werden soll diese Untergrenze nun von einer Kommission der Tarifparteien, welche stets die Hoheit bei der Festlegung von Untergrenzen haben soll. Die Höhe der Lohnuntergrenze soll sich am Tarifniveau der Zeitarbeit orientieren. Der Mindestlohn dieser Branche liegt übrigens derzeit bei 6,89 Euro pro Stunde im Osten und bei 7,79 Euro im Westen. Darüber müsste nun knapp 22 Jahren nach dem Mauerfall auch mal langsam geredet werden, oder?!

Unser gewerkschaftlicher Dachverband DGB erklärte, er stehe für Gespräche über eine konkrete Ausgestaltung eines allgemeinen Mindestlohns zur Verfügung. Die im europäischen Vergleich moderate DGB-Lösung von 8,50 Euro pro Stunde (da ist wohl noch ein kleiner Lohnunterschied) sei das Mindeste, um den Betroffenen ein einigermaßen menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Aber egal in welcher Höhe der gesetzliche Mindestlohn hierzulande nun kommt. Er ist nur der erste Schritt in die richtige Richtung. Der zweite Schritt heißt nach wie vor Branchen-Tarifverträge. Damit diese Löhne auch wirklich überwacht und gepflegt werden, Sprichwort Lohnerhöhung.
Nun wieder mal ein kleiner Filmtipp. „Mary & Max, oder schrumpfen Schafe wenn es regnet?“ Ein wunderbar schrecklich schöner Knetfigurenfilm, über die Einsamkeit, Verluste und die Suche nach Freundschaften. Kommen die Babys in Amerika aus Cola-Dosen? Oder aus Bierkrügen wie in Australien? Dies fragt die kleine Mary ihren Briefreund Max. Der weiß auch prompt die Antwort: Babys kommen in Amerika aus Eiern, die je nach Religionszugehörigkeit von Rabbinern, katholischen Nonnen oder Prostituierten gelegt werden. Das ist der Auftakt für eine ganz besondere Freundschaft zwischen den zwei genialen Antihelden: Mary und Max.

Diese außergewöhnliche Freundschaft verbindet das neugierige und einsame Mädchen Mary aus Australien mit dem gewissenhaften, schrulligen Max, der in New York lebt. Der Film erzählt die Geschichte der beiden ebenso komisch wie einfühlsam und mit viel Liebe zum Detail. Die Lebensumstände von Mary und Max sind nicht gerade einfach, oft fühlen sie sich fremd und missverstanden, aber ihre großartige Freundschaft gibt ihnen Sicherheit und Halt. Die Fragen, die sie sich gegenseitig stellen, sind witzig und zugleich essentiell: Wie ist das eigentlich: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? Ein sehr unterhaltsamer, aber auch emotionaler Film. Mir selber hat er sehr gut gefallen, auch wegen dem zusätzlichen, nicht minder schlechteren, Kurzfilm namens „Harvie Krumpet“. Deshalb gebe ich der Bluray 5 von 5 Sternen. Schaut ihn euch an.
 
PS: Wie heißt es am Ende des Films: „Gott hat uns Verwande gegeben. Freunde können wir selbst aussuchen!“

Montag, 5. September 2011

Deutschland ein Schurkenstaat?

Zuerst einmal Entschuldigung dafür, dass der Blog nahezu einen ganzen Monat geruht hat. Aber in den letzten Wochen war auf der ganzen Welt, nichts aber auch gar nichts los! Nein, Scherz beiseite, der Grund war einfach mal eine Schreibmüdigkeit meinerseits, ich gelobe in Zukunft wieder Besserung. Also – Der Zeitsonde-Blog geht weiter, versprochen!!!
Doch nun zum Tagesgeschäft: Die Finanzkrise rückt immer näher, beziehungsweise will die Finanzwelt nicht zur Ruhe kommen. Nun schlägt für die „Deutsche Bank“ selber die Sturm-Glocke der Wahrheit. Aufsehen erregte heute eine Milliardenklage aus den USA, welche für einen massiven Kurssturz der Bankaktie und somit des gesamten DAX sorgte. Denn nun sehen die vereinigten Schulden von Amerika, in der Deutschen Bank den Verursacher des Finanzchaos. Grund hierfür wären angebliche zweifelhafte Hypothekengeschäfte. Und im Schlepptau der USA hängt sich sogleich auch das Ver(sch)einigte Königreich mit dran (Wie bei den Kriegseintritten). 

Vorstandsvorsitzender Ackermann weißt natürlich diese Vorwürfe als absurd zurück. Mit aller Macht will man sich gegen Klagen im Zusammenhang mit Hypothekengeschäften wehren. Die Deutsche Bank nehme solche Vorwürfe zwar ernst, betonte er. "Wir setzen uns aber dort zur Wehr, wo wir gute Gründe haben. Die sollen uns beweisen, dass Betrug im Spiel ist." Ackermann verwies vor allem darauf, dass bei der Dokumentation von Hypothekenunterlagen heute andere Maßstäbe angelegt würden als noch zu den Hochzeiten auf dem US-Häusermarkt. Darauf eine Klage aufzubauen, sei die Suche "nach dem letzten Strohhalm", sagte Ackermann.

Tja, Leute man muss ja den Herrn „A“ nicht unbedingt lieben – Aber ich glaube hier hat er sogar mal voll und ganz Recht! Also stellt euch schon mal darauf ein dass demnächst die Amerikaner einmarschieren werden. Nach Al – Qaida, Bin Laden, Saddam Hussein, der Fidele Castro und anderen Terrorverdächtigen, ist nun ein weiterer „Schläfer“ enttarnt worden: „J. Ackermann aka Jusuf Bin Sparen“!!!

Kleiner Tipp an den US-Geheimdienst: Am Gardasee sitzen da noch ein paar von der „Achse des Bösen“! In irgendeinem (Zum-) Winkel…
Aber genug Finanzpolitik. Der DGB hat sich gerade wieder dem leidigen Thema Hartz-IV angenommen. Die umstrittene Reform mit neuberechneten Regelsätzen und einem Bildungspaket für bedürftige Kinder erfüllt nach Ansicht des DGB nicht die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Der DGB stützt seine Ansicht auf zwei im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erstellten Gutachten.

Die Gutachter werfen darin der Regierung in ihren Expertisen methodische Fehler bei der Neuberechnung der Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger vor. Demnach wurden für die Berechnung der neuen Regelsätze falsche Vergleichsgruppen und ein zu geringer Konsumbedarf angesetzt.

Gutachter Münder, der Rechtswissenschaftler an der TU Berlin ist, nannte es im Grundsatz legitim, dass bei der Neuberechnung das Existenzminimum angesetzt wurde. Es sei aber vergessen worden, die in verdeckter Armut lebenden Haushalte - die darauf verzichten, ihnen zustehende Sozialleistungen zu beantragen - statistisch herauszurechnen. So würden sich systematisch zu niedrige Regelsätze ergeben. Außerdem falle der aktuelle Hartz-IV-Regelsatz alleine deshalb um knapp sechs Euro im Monat zu niedrig aus, weil der Mobilitätsbedarf nicht angemessen und intransparent ermittelt worden sei. Auch der Konsumbedarf sei falsch berechnet worden. 

Wie können es denn auch noch die Hartz-IV Empfänger wagen zu konsumieren?! Denke mal das Problem liegt da wo ganz anders. Nämlich darin, dass man sehr genau weiß, dass dieses Geld nicht für ein lebenswürdiges Leben ausreicht. Aber wie soll man Sozialgeld anheben und gleichzeitig das Thema Mindestlohn, bzw. Branchentarife außer Acht lässt? Schon heute verwischen sich die Grenzen von tatsächlichen Mindestlohn und Sozialhilfebeziehern! 

Denkt mal darüber nach…
Bis die Tage wieder – versprochen!

Dienstag, 3. Mai 2011

Im Wonnemonat Mai…

…bin ich bei der IG-BCE dabei! Und es wart Maie im Ländle, das arbeitende Volke zeigte seine Nöte und Ängste. Dieses Jahr fand die Hauptkundgebung des 1. Mai´s in Kassel statt. Hauptredner Michael Sommer, Vorstandsvorsitzender des DGB, forderte "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"! 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer säumten den Königsplatz in Kassel und forderten einstimmig mehr Fairness und Gerechtigkeit in der Arbeitswelt. Der Königsplatz war geschmückt mit Pavillons der Einzelgewerkschaften sowie kultureller Vereine. Stände mit warmen Speisen und kühlen Getränken bei sommerlichen 24 Grad machten das Rundum-Sorglos-Paket für die Besucher der Maikundgebung perfekt.

Nicht ganz 4000 Besucher (Naja, waren schon etwas weniger), hatten wir hier im Werra-Revier vor Ort. Auch hier gab es an Zahlreichern Maikundgebungen, genügend Forderungen, Proteste, und Hinweise auf Missstände. Bekleidete wurde die Maikundgebung beispielsweise hier in Heringen (Heinzeland) und Philippsthal (Landgrafen) von den Bergmannskapellen der jeweiligen Standorte.

Und nach dem 1. Mai, ist vor dem 1. Mai! Deshalb lässt die GDL gleich wieder Weiterstreiken, ein Konzern nach dem anderen meldet Rekordgewinne – scheut sich dabei aber , diese an die Mitarbeiter auch weiter zu geben, und die Banken melden auch schon wieder neue Gewinnrekorde! Also, man kann auch sagen: Nach der Krise, ist wieder wie vor der Krise! Oder noch besser: Und die marode Finanzwelt dreht sich doch! Aber ich habe heute keine Lust, dazu wirklich meinen Senf abzugeben. Demnächst aber wieder mehr dazu, versprochen.

Aber ich persönlich, habe die Tage eine Nachricht im Netz gelesen, welche mich wirklich etwas gefreut hat. Hat aber rein gar nichts mit Politik oder Gewerkschaft zu tun. Denn Ken Grimwoods wunderschöner Science-Fiction-Roman „Replay - Das zweite Spiel“ aus dem Jahr 1988 soll schon bald verfilmt werden. Für den Film wird dabei Kultregiseur Robert Zemeckis gehandelt, unter dessen Regie zum Beispiel bereits Zurück in die Zukunft entstand. Doch im Gegensatz zu Martys und Doc Browns Abenteuer ist Replay eine ernste Zeitreise-Geschichte. Grimwood stellt die provokante Frage, was man tun würde, wenn man erneut leben könnte und dabei die Fehler, die man machte, kennt. In dieser Situation befindet sich nämlich die Hauptfigur Jeff Winston, der einen langweiligen Job hat und dessen Ehe auch nicht so das Wahre ist.

Winston stirbt am 18. Oktober 1988 in seinem Büro an Herzversagen und erwacht plötzlich im Körper seines Selbst aus dem Jahr 1963, mitten in seiner Collegezeit. Jeff kann sein Leben erneut leben, diesmal kann er alles besser machen. Doch irgendwann ist wieder der 18. Oktober 1988 und Jeff muss bald feststellen, dass sich Tod und Wiedergeburt stets wiederholen. Wer momentan auf der Suche nach was lesbaren ist, dem kann ich den Roman nur wärmstens ans Herz legen, wirklich eines der wunderbarsten SF-Romane. Ich gebe im natürlich 5 von 5 Leben.

…bis denn mal wieder!

Sonntag, 14. November 2010

Gerecht geht anderswo auch!

Deutschlandweit sind am Wochenende mehrere Zehntausend Menschen für mehr soziale Gerechtigkeit auf die Straße gegangen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte im Rahmen seiner Herbstaktion bundesweit in mehreren Städten zu diesen Aktionen aufgerufen. Die Proteste richten sich vor allem gegen niedrige Löhne (Ost & West), Leiharbeit und natürlich die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre und Einsparungen zu Lasten der Sozialleistungen. Wir Gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer fordern unter anderem einen gesetzlichen Mindestlohn, ein solidarisches Gesundheitssystem, keine Kopfpauschale, eine gute Absicherung im Alter und bessere Bildungschancen. Laut dem DGB beteiligten sich bundesweit etwa 100.000 Menschen an den Protestaktionen. Zur größten Kundgebung kamen laut Gewerkschaftsangaben 45.000 Menschen in Stuttgart zusammen (ging bestimmt am Bahnhof vorbei). Die Demonstration stand dort unter dem Motto "Deutschland in Schieflage". Der IG-Metall-Bundesvorsitzende Berthold Huber sagte auf dem Stuttgarter Schlossplatz: "Die Folgen der Finanzmarktkrise müssen noch heute die Menschen austragen - mit Steuererhöhungen, mit Arbeitsplatzverlusten und mit Sozialkürzungen. Das hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun." Stimmt! Während die FDP immer noch das Märchenlied von der Steuersenkung singt, zahlen wir in Wirklichkeit doch immer mehr für eine Wirtschaftskrise, welche wir nicht verursacht haben. Ganz im Gegenteil, wer fragt denn noch wirklich nach den Verursachern? Die machen nämlich derweil fleißig weiter wie bisher und kassieren schon wieder recht „nette“ Boni-Summen. Glaube eher dass wir nicht nur eine soziale Schieflage, sondern auch eine ganz gewaltig moralische Schieflage haben. Und zwar so schief, dass man dies schon als Steilhang bezeichnen kann, auf dem wir gerade alle rasant nach unten rauschen. Aber wir scheinen dies immer noch alle zu tolerieren, denn eigentlich hätten nicht 100.000 Menschen daran teilnehmen sollen, sonder 1 Million und dies pro Großstadt!!! Ich selber habe aber auch nicht daran teilgenommen, war nämlich terminlich verhindert (schäm). Dafür hatten wir aber wieder mal am Samstagabend eine schöne IG-BCE Jubilarehrung durchgeführt. Und das schönste daran war, dass ich mal schön auf meinem Allerwertesten sitzen bleiben konnte. War nämlich selber unter den Jubilaren, jetzt habe ich nach 25 Jahren endlich mal meine eigene Gewerkschaftsuhr, bzw. jetzt hat auch mein IG-BCE Stündchen geschlagen! Genug für Heute, nicht dass es noch in Sonntagsarbeit ausartet. Glückwunsch aber erstmal nach Heppenheim, genauer gesagt an Sebastian Vettel, welcher heute wirklich seinen persönlichen Traum wahr gemacht hat und somit in die Geschichte mit 23 Jahren als jüngster Formel 1 Fahrer einzieht. Macht euch mal Gedanken darüber, wie viele Weltmeistertitel der noch bis zur Rente mit 67 einfahren kann. Ab dem 60. Lebensjahr aber mit Gleitsichtvisier und gehäkelten Klopapierrollenhalter auf dem Heckspoiler...

Freitag, 4. Juni 2010

Ein Betrieb, ein Tarifvertrag!

Es geschehen doch noch Zeiten und Wunder. Die Arbeitgeber wollen gemeinsam mit dem DGB eine gesetzliche Regelung durchsetzten, nach der in einem Betrieb mit mehreren Gewerkschaften oder besser gesagt mit mehreren Tarifverträgen, nur noch von der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern gelten. Für die Laufzeit dieses Tarifvertrages würde dann in dem Betrieb auch für andere Gewerkschaften die Friedenspflicht gelten. Zu einem Arbeitskampf könnten Spartengewerkschaften, die eigene Tarifverträge für spezielle Berufsgruppen in dem Betrieb anstreben, dann erst nach Ende der Laufzeit aufrufen.
Hintergrund dieses Gedankenspiels ist bei den Arbeitgeberverbänden und DGB laut Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und DGB-Vorsitzenden Michael Sommer eine unverzichtbare Tarifeinheit. „Weil wir uns nicht mehrfach und dauernd Tarifkonflikte in den Betrieben leisten können", sagte Hundt. Die Friedenspflicht werde untergraben, wenn für jede Berufsgruppe jederzeit neue Tarifkonflikte entstehen könnten. Sommer sagte: "Das Prinzip 'Ein Betrieb - ein Tarifvertrag' hat sich bewährt." Die Tarifeinheit soll verhindern, dass einzelne Belegschaftsanteile gegeneinander ausgespielt werden. Nun muss dieser Vorstoß noch von Bundeskanzlerin Merkel und ihrem Polit-Gefolge abgesegnet werden. Für uns selber ist es aber besonders wichtig, dass damit ein wirksames Signal gegen die sogenannten Spartengewerkschaften, sowie Christliche Gewerkschaften (mit sehr unchristlichen Lohnvorstellungen) gesetzt wird. Man denke nur in jüngster Zeit an die Lokführervereinigung GDL, oder die Pilotenvereinigung Cockpit, welche mit so manchen Forderungen in der Öffentlichkeit nur noch Kopfschütteln ernten konnten. Bleiben wir beim Kulturtipp auch beim Thema „Zeichensetzten“. Ich habe mir die Tage den Film „Defendor“ mit Woody Harrelson gekauft, welcher bei uns leider nicht im Kino sondern gleich auf DVD erschienen ist. Eigentlich hielt ich den Film für eine Komödie, ist aber im besten Fall eher eine Tragik-Komödie. Zur Handlung: Arthur Poppington, ein etwas zurückgebliebener Mann, macht sich nachts als Superheld verkleidet auf Verbrecherjagd. Seine Waffen sind Murmeln, Gläser mit Wespen und ähnliche Skurrile Dinge. Im Laufe des Filmes erfährt man durch Rückblenden immer mehr welches tragische Schicksal in zum Freizeit Verbrechensbekämpfter in der Nacht machte. Auch wenn es einige lustige Szenen gibt, besticht der Film doch eher durch seine düstere Stimmung und den verzweifelten Kampf eines Mannes gegen das System, welches nur noch machtlos gegen das Verbrechen agiert. Ich gebe dem Film 4 von 5 Murmeln, denn einen Punkt ziehe ich ab weil man die geschnitten Szenen besser im Film gelassen hätte. Unbedingt ansehen, denn dort bekommt so einiges einen verständlicheren Hintergrund! Soviel für dieses mal, habt ihr eigentlich schon Urlaubspläne? Das Wetter bewegt sich ja nun wirklich mal etwas in Richtung Sommer.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Wir steuern Steuerlos durch die Steuerdebatte!

Zuerst einmal einen Glückwunsch an den neuen alten DGB-Vorsitzenden Michael Sommer, welcher am vergangenen Wochenende, auf dem DGB-Kongress mit knapp 94% wiedergewählt worden ist (gab zumindest keine Alternative!). Der Vorname Michael scheint ja gerade bei Gewerkschaftsvorsitzenden voll in zu sein. Natürlich gab es viele Gratulationen aus dem Bereich Wirtschaft und Politik, aber gerade aus dem letztgenannten Bereich gab es durch die „Persöna nön Christa“ Frau Merkel ihres Zeichens Bundeskanzlerin, auch gleich eine heftige Absage zum geforderten DGB Mindestlohn von 8,50€ die Stunde. Klar wo Frau Merkel wohnt ist dies ja in der normalen Arbeitnehmerschaft fast schon ein Spitzenverdienst. Der geforderten Finanz-Transaktionssteuer gab sie dann auch gleich ein „Nein“ mit auf dem Weg, gut nur das hierbei in der CDU-Politischen Basis schon der Widerstand zu bröckeln beginnt, scheinbar ist man dort näher an der Realität. Jo, würde mal sagen die gewerkschaftliche Arbeit wird in Zukunft irgendetwas, aber sicherlich nicht einfacher. Während man in anderen Ländern mit so markanten Sprüchen wie: „Yes, we can!“, ganze Völkerscharen hinter sich ziehen kann, heißt es hierzulande wohl eher: „Nö, we can’t!“ Aber DIW-Präsident Klaus Zimmermann hat uns heute Lösung aller Probleme gezeigt. Nämlich eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von derzeit gerade einmal 19%, auf angebrachte 25%! Nach Aussage von Herrn Z. (Bitte nicht mit Thomas Z. verwechseln) ist dies zum Beispiel in Skandinavien ein völlig normaler Mehrwertsteuersatz. Mag sein, aber dort gibt es dafür auch keine Ökosteuer, Sektsteuer, Solidaritätsbeitrag, und, und, und. So ganz nebenbei werden dort auch die Steuereinnahmen Großteils wirklich für das verwendet, wozu sie auch gedacht ist, von wegen: „Rasen für die Rente und Rauchen für den Straßenbau!“ Mein Vorschlag wäre, mal den Herrn Z. einen Ausweg aus Deutschland zu zeigen, nämlich in Richtung Skandinavien. Dort könnte er doch gleich mal ein 12 Jähriges Erfahrungspraktikum absolvieren, oder? Der Außenminister wäre da sogar ein richtig toller Reisebegleiter! Aber wollen wir mal beim Lesetipp nicht nach vorne, sondern nach hinten schauen: „Drood“ von Dan Simmons. Am 09. Juni 1865, kommt es bei Staplehurst, in der Nähe von London zu einem schweren Eisenbahnunglück, bei dem Zahlreiche Menschen sterben. Unter den Überlebenden der Katastrophe befindet sich der berühmte Schriftsteller Charles Dickens (Oliver Twist, David Copperfield). Dies ist übrigens wirklich geschehen, viele Zeitzeugen von Dickens sagten, dass er von da an ein anderer Mensch war. Der Roman schildert aus der Sicht des ebenfalls realen Schriftsteller und Freund Dickens, Wilkie Collins (The frozen deep), den anschließenden Wahnsinn des Autors. Welcher beim Unglück eine geheimnisvolle Gestallt namens Drood gesehen haben will und Dickens wie der Tod selber erscheint. Auf der Suche nach den mysteriösen Drood, geraden Dickens und Collins immer mehr in einen Sog aus Drogen und Gewalt. Auf knapp 1000 Seiten schildert Dan Simmons ein erschreckend reales Bild auf ein London des 19. Jahrhunderts, mit all seinen Abgründen und heute als seltsam erscheinenden Gesellschaftsformen. Da das Buch von der ersten Seite an den Leser an sich fesselt, gebe ich ihm 5 von 5 Tintenfässer, ein Dan Simmons-Roman halt!!! Glückauf ihr Leut…

Sonntag, 21. Februar 2010

Lohnerhöhung in der Forderung!

Während die IG-Metall in ihrer Lohnrunde, die Arbeitsplatzsicherung als oberstes Ziel sieht und erstmals auf eine konkrete Zahl in der Lohnforderung verzichtet, greift nun der DGB selber nach den Zahlen.

Denn um der vollen Freizügigkeit der EU-Arbeitnehmer (nennt sich wirklich so, hat aber eher mit „Freibrief der AG“ zu tun!), welche ab dem 01. Mai 2011 gilt, entgegen zu wirken, hatte man bereits schon im Jahre eine gesetzlich Lohnuntergrenze von 7.50 Euro gefordert. Nun gab eine Sprecherin des Deutschen Gewerkschaftsbund bekannt, man wolle seine damalige Mindestlohn-Forderung von 7,50 Euro auf 8,50 Euro hoch setzen. Dies werde der Bundesvorstand in seinem Antrag für den Bundeskongress der DGB-Gewerkschaften im Mai vorschlagen.

Na, da ist ja zumindest beim Mindestlohn schon ne ziemliche Inflation im Gange, innerhalb von 4 Jahren knapp 15% mehr Lohn, aber mal ernsthaft, eigentlich mehr als gerechtfertigt, denn in Belgien beispielsweise liegt der Mindestlohn bei 8.41€ und in Luxemburg sogar bei 9.73€! Und vor allen bitte keine Debatten mehr über Mindestlohn Ost und Mindestlohn West, die sind nämlich über 20 Jahre nach dem Mauerfall eine Schande!!!

Hat eigentlich jemand von euch, am Mittwoch die Sendung „Abenteuer Wissen“ mit ihrem Bericht über K+S gesehen? Also ich bin schon mehr als enttäuscht über das ZDF, denn solch eine einseitige, mit Halbwahrheiten und glatten Lügen strotzende Sendung, hätte ich vom einen Privatsender, in seiner Anfangszeit erwartet. Aber nicht von einem Sender, welcher nicht nur von unser aller Fernsehgebühren bezahlt wird, und für seine Sendung „Abenteuer Wissen“ schon eine Auszeichnung, wegen ihrer guten Berichterstattung gewonnen hat. Hier hat man nun gnadenlosen selbsternannten „Umweltexperten“, eine Plattform für ihre Lügen gegeben. Beispiel nur mal die genannte Salzeinleitung in die Werra, welche laut dem ZDF, ja nach einer Regelung aus dem Jahre 1943 geschieht. Das genannte Gesetz, stammt tatsächlich aus dem Jahre 1943, die darin enthaltenen Grenzwerte, wurden aber schon seit Jahrzehnten immer weiter heruntergeschraubt. Von einer Spitzenbelastung von 30.000 Milligramm pro Liter in den 80’er Jahren durch die damalige DDR, auf heutige 2.500 Milligramm, welche in den nächsten Jahren noch weiter unter 2.000 Milligramm gesenkt werden. Demnach gibt es auch keine Trinkwasserbelastung der Stadt Bremen von uns, denn da der Chloritgehalt beim Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser, dort bereits nur noch 400 Milligramm beträgt, Tendenz wie gesagt in Zukunft weiter fallend! Der Chlorit-Höchstgehalt für Trinkwasser liegt bei 600 Milligramm, Mehrwasser enthält übrigens 19.000 Milligramm! Könnte hier noch endlos weiter über die genannten „Fakten“ schreiben, aber dazu reicht leider der Platz nicht.

Der Slogan „Mit dem zweiten sieht man besser!“, war bei dieser Sendung leider nicht zutreffend. Das andere Auge war hier wohl mehr ein Holzauge, widerlicher Sensationsjournalismus pur, Pfui!

Im laufe der Woche berichte ich vom Treffen unseres IG-BCE Referentenarbeitskreis und unserer Bildungsmethoden für unsere BR-Seminare 2010, ZDF Mitarbeiter sind auf unseren Seminaren übrigens gerne Eingeladen, damit sie mal lernen, wie man wahre Fakten anständig und seriös weitervermittelt!!!

Übrigens: Als das Privatfernsehen im Jahre 1985 (RTL) erstmalig gestartet ist, sprach Helmut Schmidt damals vom Untergang des Abendlandes. Das Öffentlich-Rechtliche scheint gerade fleißig mit am absaufen zu sein…

Freitag, 9. Oktober 2009

Wir gratulieren und resignieren!

Happy Birthday, zuerst einmal an den Deutschen Gewerkschaftsbund, denn der wurde im Oktober 1949 in München gegründet. 16 Einzelgewerkschaften schloßen sich damals zum DGB zusammen. Dieser verstand sich von Anfang an als Stimme für Arbeit und soziale Gerechtigkeit. Zu den zentralen Forderungen der Gründungsphase gehörte die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien. Zum Ersten Vorsitzenden wurde damals Hans Böckler gewählt. Und die Themen von einst, sind auch heute wieder aktuell: Arbeitszeitverkürzung der Wochenarbeitszeit und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Also altes Haus, alles Gute und auf die nächsten 60 Jahre!!!

Dienstagabend, war mir aber alles andere, als zum Feiern zumute. Denn wir Betriebsräte von K+S, waren mit vielen Kollegen unseres Unternehmens auf einer Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative für ein Lebenswertes Werratal. Klingt gut, oder? Nur leider verstecken sich hinter diesen schönen Namen, viele Betonköpfe, welche in Wirklichkeit nur eines im Sinn haben, nämlich unseren Kali-Bergbau platt zu machen. Es bereitet einen schon etwas Kopfzerbrechen (und vor allen Kopfschütteln), wenn man alle Maßnahmen unseres Unternehmens als Unsinn und sinnlos abtut (welche uns im Übrigen 360 Millionen Euro kosten werden!!!), selber aber mit sogenannten Experten aufwartet, welche alle nur Hahnebüchene Aussagen und Forderungen von sich geben.

Die Krönung des Abends, war dann die Aussage eines „Äxpärden“, man solle um mehr Salz aus den Gruben zu bekommen, die Stützpfeilerstärke verringern! Das hat dann doch im Saale für einiges Gelächter gesorgt. Aber man hat an diesem Abend sehr genau gesehen, das es nicht einmal ansatzweise um technisch realisierbare Maßnahmen zur Reduzierung unserer Salzhaltigen Abwässer geht, sondern nur um „Kampf dem Kapitalismus“, denn anders kann ich es nicht deuten, was da aus dem Munde einiger Bürger und Vertreter der Linken (meine Freunde) kamen. Aber während die einen mit Inhaltslosigkeit glänzten, waren die Argumente unseres Werkdirektors und der Wissenschaftlichen Vertreter des „Runden Tisches“ unumstößlich. Aber leider sind nun mal viele Menschen, vernünftigen Argumenten gegenüber auf beiden Ohren Taub und so Engstirnig dass sie mit beiden Augen gleichzeitig durchs Schlüsselloch gucken können! Mein armes Deutschland…

Nun aber mal etwas was für alle hier interessant sein dürfte. Seit Wochen bekomme ich einen Brief nach dem anderen, von meiner Krankenkasse und von vielen anderen. „Jetzt wechseln“, steht oftmals schon auf dem Umschlag, was sehr praktisch ist, denn die wechseln sogleich ungeöffnet in meine Papiertonne. Klasse fand ich dann aber die Tage, den Brief meiner eigenen Krankenkasse, in dem sie mir zu einer Sterbegeldversicherung rieten. Für nur so und soviel Euro im Monat, kann man bis zu 12.000 € erhalten, 6.000 € mindestens Garantiert. Dumm nur, das ich in dem angegeben Zeitraum, circa 6.600 € einzahle! Also schon mal 600 € mehr als ich mindestens bekomme, ganz zu schweigen bei einer Durchschnittlichen Verzinsung von 3%, was bei einer Laufzeit von über 25 Jahren, schon recht niedrig angesetzt ist! Ich glaube ich mach demnächst selber ne Versicherung auf, denn wie es aussieht kann man da ohne Risiko riesige Mengen an Gewinn abschöpfen. Und wenn es mir dann doch mal schlecht gehen sollte, greift mir dann schon mal der Staat unter die Arme, oder etwa nicht?!

Da ich gerade beim Nachrechnen bin, kann ich nur allen von Euch, welche eine so genannte Zahnzusatzversicherung haben, nur dringend mal raten, sich mal daheim hinzusetzten und mal genau nachlesen, für was sie genau aufkommt und innerhalb welchen Zeitraums. Die Tage war bei mir zuhause, nämlich mal wieder ein Vertreter der edlen Versicherungszunft. Im laufe des Gespräches kamen wir dann auch auf besagtes Thema Zahnzusatz. Ich will Euch nicht mit langweiligen Zahlen auf den Zahn fühlen, aber glaubt mir, wenn Ihr Monatlich circa 30 Euro, schön brav auf ein spezielles Konto, nur für Zähne, Brille oder ähnlichen Dingen macht, habt ihr nach nur 10 Jahren schon eine bessere finanzielle Absicherung, wie sie die meisten Versicherungen bieten. Glaubt es mir, traurig aber leider Wahr.

Soviel für Heute, am Sonntag fahr ich dann nach Hannover zum IG-BCE Kongress und darf mich auf eine spannende Woche mit vielen interessanten Gesichtern freuen. Ich werde darüber noch ausführlich am Ende nächster Woche Berichten.

Also J oder S, wäre nett…

Dienstag, 26. Mai 2009

Wir gratulieren einer bunten Republik!

Alle feiern gerade 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland, da wollen auch wir uns anschließen, mit einem kräftigen: „Hallo und Guten Tag Deutschland, auf die nächsten 60 Jahre!!!“ Und wenn man mal so zurück schaut, dann sieht die alte Dame ja noch ganz schick aus, oder? Na gut an der ein oder anderen Stelle ist der Lack etwas nachbesserungswürdig, aber die blühenden Landschaften haben ja schon mal geklappt (aber bisserl anders wie gedacht!). Und das es weiterhin „rund läuft“, darauf werden wir Gewerkschaftlich- und Interessenorientierten schon mal das ein oder andere Auge drauf werfen. Hin und wieder werden wir dabei auch mal, ein blaues Auge abbekommen, aber das war in der Vergangenheit schon so und wird wohl auch in Zukunft so bleiben, obwohl man ja gerade jetzt in der Krise merkt, dass wir keine Randgruppe, sondern ein wichtiger Lotse im Bankensturm sind! Also: „Happy Birthday Germany (and zero Points)!!!

Und während Deutschland feierte, ganz besonders letzten Donnerstag die Männliche Bevölkerung, war ja „Vattertach“, habe ich mal jede frei Minute zum Radfahren genutzt und bin innerhalb weniger Tage auf über 300 Kilometer gekommen, die nächsten 2 Wochen sehen aber schon wieder Terminlich etwas knapper aus, aber meine Zeit kommt wieder. Morgen geht es in aller frühe nach Kassel, um sich mit den neuen Änderungen im Rechtsregelwerk zu befassen, anschließend ist um 16.00 Uhr noch Zielgruppenausschuss-Sitzung, hoffentlich bekomme ich diesmal mein Auto heil nach Hause, da ich mir beim letzten mal auf der Rückreise, die Zielgruppe „Rotwild“ ausgesucht hatte…

Aber weg von mir, hin zum DGB. Der hat sich heute in Fulda auch eine Zielgruppe gesucht (und auch gefunden). Und zwar die „Fuldaer Zeitung“, welche laut DGB eine äußerst einseitige Berichterstattung liefert, eine innerbetriebliche Tarifflucht betreibe und letztendlich ein ziemlich unsoziales Betriebsklima aufzuweisen habe (laut DGB). Besonders kritisiert man eine Orientierung des Verlaghauses, welche stark an der Arbeitgeber ausgerichtete Initiative für „Neue soziale Marktwirtschaft“ ist. Die klingt zwar gut, ist aber alles andere als Sozial (So wie die FDP in etwa). Man möchte zwar keinesfalls in die Pressefreiheit eingreifen, fordere aber einen Verantwortungsvollen Umgang mit diesem Grundrecht. Ja, da fallen mir spontan noch so einige Verkündungsblätter ein, denen auch mal so eine Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte!

Bleiben wir beim Thema Kulturtipp, auch gleich bei den schlechten Nachrichten. Die gibt es nämliche für alle von Euch, welche sich auf die Filmfortsetzung des „Da Vinci Codes“ gefreut haben. Muss zwar von vornherein sagen, dass mich besagter Film (und auch Buch) nicht ganz so stark begeistern konnte, so setzt nun die Fortsetzung namens „Illuminati“ noch eins drauf, beziehungsweise drunter sollte man jetzt wohl sagen. Der ganze Film entpuppt sich von vorn bis hinten, als eine krude Verfolgungsjagd quer durch Rom, in der die Protagonisten dann immer, mit einem male in Jahrhunderte alten Kirchen geheime Symbole finden, welche man dann ja scheinbar so circa 4/5 Hundert Jahre lang nie bemerkt hatte. Auch vermag der Film einfach nicht mit den handelten Personen zu überzeugen, zu stark werden von einem Moment zum anderen die Guten zu den Bösen und umgekehrt. Tut mir leid, für einen Film den man am Sonntagabend auf der Couch anschaut mag das ja reichen, aber nicht für einen Kinobesuch. Deshalb kann ich dem Film nur 3 von 5 Brandzeichen geben, recht nett aber mehr auch nicht eben!

Zum Schluss noch was für die Abteilung unnützes Wissen. Wusstet Ihr eigentlich, dass Fahrradfahren sehr gut für die Durchblutung ist? Besonders wenn man mit kurzen Hosen und T-Shirt durch sehr hohe Brennnesseln fährt!!!

…sprech da aus Erfahrung, bis die Tage!