


Oder auch der Unterschied von Wahrung und Währung!
In den 80’ern gab es auf dem Gipfel der Neuen-Deutschen-Welle kurz NDW, von der Band „Geiersturzpflug (die mit dem Hit vom Bruttosozialprodukt) ein schön zynisches Lied mit dem Titel: „Besuchen sie Europa (solange es noch steht)“. Damals geschrieben als Antwort auf den Rüstungswahn im sogenannten Kalten Krieg. Nun knapp 30 Jahre später könnte man den Titel prima auf unsere Währung Euro umdichten, der Name der Band selber, wäre jetzt auch aktueller denn je, denn der Bundesgeier ist im Moment wirklich alles andere als Flugsicher, auch ohne Asche in der Luft. Denn im Gegensatz zu manchen Vulkanen haben wir mit Sicherheit im Moment so ziemlich alles hier, außer „Asche“!
Deswegen stößt auch das heute nun beschlossene Rettungspaket, von der Regierung mehrheitlich befürwortet und vom Bundespräsidenten nun abgesegnet (das ist der, der das Benzin als noch zu billig ansieht) nicht nur in der Bevölkerung selber auf immer mehr Ablehnung, nein, selbst Wirtschaftswissenschaftler schlagen nun Alarm.
Man sieht das Hilfspaket als einen Verstoß gegen den Maastricher Vertrag, demnach die Länder nicht zur Finanzrettung anderer Länder herangezogen werden dürfen. Ferner würde die Europäische Zentralbank nicht mehr ihrer Aufgabe zur Wahrung einer stabilen Währungszone nachkommen. Aus diesen Gründen wurde unter der Führung von Wirtschaftswissenschaftler Professor Wilhelm Nölling, heute vor dem Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht.
Schaun mer ma, was da nun rauskommt, wahrscheinlich nichts! Sowohl bei der Klage selber als auch bei den Geld was ja angeblich wieder irgendwann mal zurückbezahlt werden soll. Ist alles irgendwie so als wenn ein Nichtschwimmer den anderen Nichtschwimmer am Absaufen hintern will – Gluck, Gluck, Gluck weg waren sie!
Doch wie war noch mal der ein oder anderer Hit in der guten alten „NDW“ Zeit: „Ein Tretboot in Seenot“, „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ oder auch „Goldener Reiter (…zu hoch auf der Leiter. Und dann viel ich ab…!)“ Man sieht auch musikalisch wiederholt sich die Geschichte immer wieder!
Ab Sonntag bin ich übrigens mal wieder in der Anstalt. Nämlich unsere Lieblingsbildungsanstalt in Haltern am See, hoffe mal wieder das ein oder andere Gesicht zu sehen. Werde euch darüber nächste Woche berichten.
Anderer Titel von Geiersturzpflug war übrigens:
Das war der 1. Mai 2010. „Wir gehen vor! Gute Arbeit – Gerechte Löhne – Starker Sozialstaat“ War das Motto der diesjährigen IG-BCE Maikundgebung hier bei uns in Heringen. Als Hauptredner konnten wir dieses Jahr Bernd Westphal (Vorstandssekretär beim Hauptvorstand der IG-BCE) gewinnen. In der Nachbargemeinde war sogar mit Egbert Biermann ein Mitglied des Geschäftsführenden Hauptvorstands unserer Gewerkschaft anwesend, Gratulation dazu Kolleginnen und Kollegen.
Ich denke mal, dass beide Veranstaltungen recht gut besucht waren, wenn auch der Altersdurchschnitt ruhig mal etwas niedriger ausfallen könnte. Neben der allgegenwärtigen Finanzkrise, unfinanzierbaren Steuergeschenken und der Wichtigkeit des Sozialstaates, war auch die aktuelle Industriepolitik und vor allem deren Akzeptanz in der Bevölkerung ein großes Thema, welches mit vielfachem Applaus von den Teilnehmern gewürdigt wurde.
Einen Verlierer zeigt die derzeitige Krise jetzt schon ganz deutlich, nämlich junge Menschen unter 25 Jahren. Dort stieg die Arbeitslosenzahl i Bundesdurchschnitt um ca. 20%(!), dadurch dass sie nach ihrer Ausbildung keine Übernahmechance geboten bekommen, werden sie oftmals direkt Harz IV-Empfänger. Circa 1,5 Millionen Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren haben keinen Berufsabschluss, die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist um rund 50.000 Ausbildungsplätze gesunken, eine Erholung ist derzeit (noch) nicht in Sicht.
Deswegen sollten wir nicht nur einen Schutzschirm für Arbeitsplätze, sondern gerade auch für Ausbildungsplätze einfordern. Das gehört nämlich auch zur sozialen Marktwirtschaft, oder? Denn ein Mensch ohne Perspektive oder gar Zukunft, wird schnell zum Zielobjekt von sowohl Rechten- als auch Linken-Kopfverdrehern. Was man ja auch dieses Jahr wieder am 1. Mai in Hamburg und Berlin sehen konnte. Da nahm dann nämlich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mal den Slogan „Wir gehen vor“, wörtlich und ging kräftig gegen autonome Gewaltbereite Demonstranten vor, von denen wir uns klar distanzieren wollen.
Um am Sonntag von den vielen Reden und Forderungen wieder runter zu kommen und den Kopf wieder frei zu haben, sind wir mal nach Frankfurt ins Naturkundemuseum Senckenberg gefahren. Neben Dinosauriern, Insekten, Vögeln (also die mit Federn), anschaulicher Kontinentalverschiebung, und, und, und, haben wir auch den ein oder anderen Verwanden mal wieder getroffen, wie ihr auf dem unteren Bild sehen könnt.
Also wer von euch mal in oder in der Nähe von Frankfurt ist, sollte sich ruhig mal ein paar Stunden Zeit nehmen und dem besagtem Museum ruhig mal einen Besuch abstatten, es lohnt sich wirklich. Mehr Infos findet ihr übrigens unter: www.senckenberg.de
-Es gilt das geschriebene Wort-