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Dienstag, 3. Februar 2009

Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein!!!

War wohl nix, mit unserem (Traum) IG-BCE Bezirk „Sylt-Heiligendamm“. Der prall gefüllte Lotto-Jackpot, mit insgesamt 35 Millionen Euro, ist geknackt. Glückwunsch an die beiden Gewinner in Bayern und Niedersachsen. Also weiter Arbeiten, aber die Kempinski-Hotelkette, will scheinbar nicht mehr weiter auf uns warten. Sie haben ihren bestehenden Hotelvertrag, mit sofortiger Wirkung gekündigt und ziehen sich aus Heiligendamm zurück. Das wäre eine schöne Hauptverwaltung für unseren Bezirk gewesen, schade, schade, schade!

Nun aber mal eine gute Nachricht: Trotz Krise und drohender Wirtschaftsflaute, wollen viele Großbetriebe, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und bieten weiterhin Ausbildungsplätze an, somit können Jugendliche laut der Bundesagentur für Arbeit, mit einem ausreichendem Angebot an Lehrstellen rechnen.

Aber einen Haken hat die Sache dann doch: Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz ihrer Wahl, oder anders gesagt, auf ihren Traum(ausbildungs-)Beruf haben immer mehr, nur noch Schüler mit guten Zeugnissen. Der Wettbewerb auf dem Lehrstellenmarkt, wird immer härter. Gerade Schüler mit Problemen in Rechtschreibung, Grundrechenarten, Pünktlichkeit und Motivation, werden es in Zukunft immer schwerer auf dem Arbeitsmarkt haben. Auch mir ging es früher immer auf den Senkel, wenn ich Sätze wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens!“, „Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“, oder meinen Lieblingssatz „Junge, du gehst auf den Schacht, da hast es gut!“ hörte. Aber es ist nun mal die Wahrheit, niemals war für die junge Generation solche Begriffe wie Wille, Fleiß und Fähigkeit, so wichtig wie heute, um nicht von Anfang an, vollkommen von unseren Leistungsgesellschaft, ausgeschlossen zu werden.

Aber nun zu einem Narrenstreich der besonderen Art. Ab sofort dürfen Handwerker oder Besucher, welche kein Auto des „Volkes“ fahren, nicht mehr auf das Werksgelände unseres großen Automobilherstellers hier in Nordhessen, genauer gesagt in Baunatal. Laut einem Papier der Konzernleitung des besagten Autoherstellers, wird keinem Besucher, Lieferanten oder Dienstleister, welcher ein Konzernfremdes Fahrzeug fährt, ab sofort mehr Einfahrt in das Werksgelände gewährt!!!

Dasselbe gab es übrigens schon einmal, vor ein paar Jahren bei Opel in Rüsselsheim, dort ist man aber von dieser Schnapsidee, ganz schnell wegen der schlechten Presse, wieder abgekommen. Aber Rüsselsheim ist halt weit von Baunatal weg, woher sollten die Herren Manager das dann auch wissen? Woher der Name „Volkswagen“ ja ursprünglich herstammt, habe sie ja schließlich auch schon lange, lange vergessen. Ich wette mit Euch, dass der Schildbürgerstreich nicht lange anhält! Mit so einer Aktion macht man sich in der Öffentlichkeit nur lächerlich, oder fürchtet man die Autos der Konkurrenz und dort vor allen deren Qualität? Für mich ist so etwas, nur ein Grund mehr, mir kein Fahrzeug dieser Marke zuzulegen. Wie ist denn Eure Meinung darüber???

Und ich fahr jetzt auch noch etwas, nämlich meinen Rechner runter!!!

9,8,7,6,5,4,3,2,1,0…..

Mittwoch, 28. Januar 2009

28 Millionen Euro... Sylt wir kommen!

Na ja die Idee war wohl wieder nur ein Traum, Sorry Moggel, Susanne und Marco wird leider nix mit dem netten Wohnsitz/ Arbeitssitz im Norden Deutschlands. Jetzt müssen wir hoffen das keiner diese Besch… Zahlen hatte und halt am Samstag abräumen. Am Montag haben wir hier in Dormagen unseren nunmehr 2. Bürgermeisterkandidaten gekürt nachdem unser derzeitiger Bürgermeister (links) und eigentlich Kandidat für die Kommunalwahl am 7.6 aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr zur Verfügung steht. Wir haben in Gerd Trzeszkowski (rechts) jedoch einen mehr als adequaten Ersatz gefunden. Er verkörpert das Soziale Gewissen von Dormagen, ist witzig und weiß wo es in der Verwaltung langgeht. Leider ist er in Dormagen noch nicht ganz so bekannt da er sich nie politisch in den Vordergrund gestellt hat. Das heißt es jetzt für uns Jusos in den nächsten 4 Monaten zu Ändern. Es kommt viel Arbeit auf uns zu und wir werden nach der Wahl ganz ganz sicher einen netten Urlaub brauchen können. Schaut mal auf die Internetseite von Gerd, die ist echt gut geworden. http://www.spd-gti.de/ Was ist heute denn so in unserem schönen Land los… Ohhh ja die liebe Bahn, man Streikt mal wieder. Hatten die nicht erst ganz böse Streiks hinter sich? Is das schon ein Jahr her? Mhh…Reisende müssen sich heute bei der Deutschen Bahn auf massive Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben ihre erste Warnstreikwelle gestartet. Mitarbeiter in Köln, Düsseldorf, Bremen, Hamburg, Berlin, Saalfeld, Magdeburg, Nürnberg und München legen für mehrere Stunden ihre Arbeit nieder. Die Ausstände begannen am frühen Morgen und sollen nach Gewerkschaftsangaben bis in den späten Vormittag dauern. Laut Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen hatte die Bahn noch versucht, den Streik mit einem neuen Tarifangebot in letzter Minute abzuwenden. Wegen der Arbeitsniederlegung rechnet die Bahn mit "erheblichen Beeinträchtigungen" im Nah-, Regional- und Fernverkehr. Die Deutsche Bahn geht zwar davon aus, dass der überwiegende Teil des Zugverkehrs außerhalb der neun Streikschwerpunkte ohne größere Behinderungen ablaufen kann. Dennoch müssten "Bahnkunden auch bundesweite Verspätungen oder einzelne Ausfälle im Fernverkehr befürchten". Besonders im morgendlichen Berufsverkehr sei möglicherweise mit erheblichen Beeinträchtigungen zu rechnen. Einzelne Einschränkungen des Zugbetriebs könnten sich aber möglicherweise auch bis in den Nachmittag oder frühen Abend hinziehen. Die Gewerkschaften sprechen von einem "Warnsignal an die Arbeitgeber" Hintergrund für den Warnstreik ist die bisher ergebnislose laufende Tarifrunde, in der die Gewerkschaften mit dem ehemaligen Transnet-Chef Norbert Hansen auf Seiten der Deutschen Bahn verhandeln. Streit gibt es sowohl um die Arbeitszeit als auch um Entgelte. Transnet und GDBA fordern für rund 130.000 Beschäftigte zehn Prozent mehr Geld und mindestens zwölf freie Wochenenden pro Jahr. Die Arbeitgeberseite habe bislang kein akzeptables Angebot gemacht, bemängeln sie. Die dritte Bahn-Gewerkschaft, die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), beteiligt sich nicht an dem Streikaufruf. Für sie gehen die separaten Tarifverhandlungen für etwa 12.000 Lokführer erst am Freitag in die dritte Runde. Auch sie fordern bessere Arbeitszeiten, wollen anders als Transnet und GDBA aber nur 6,5 Prozent höhere Entgelte. Aha sie wollen „NUR“ 6,5 % mehr Entgelt. Na is das in der jetzigen Wirtschaftlichen Lage denn überhaupt angemessen? Klar die Bahn ist von der Finanzkrise nicht wirklich betroffen, sie profitiert vielleicht sogar davon in dem immer mehr Leute mit der Bahn als mit dem Auto fahren. Aber es hat irgendwie für die Arbeitnehmer der gebeutelten Industrie einen faden Beigeschmack. Man gönnt es den Bahnmitarbeiter ja aber solidarisch ist das nicht.
Mein heutiger Kulturtip ist mein Lieblingsbuch von Stephen King „The Stand“ welches ich nun zum 5-mal lese und es mir jedes mal wieder eine Gänsehaut bereitet. In diesem Buch geht es nicht um die üblichen Horrorschocker des Schreiberlings sondern über eine vom Menschen geschaffene Grippe die 99.96 % der Bevölkerung auslöscht. Die Überlebenden gesellen sich, durch Träume geführt, zu einer alten Frau (Verkörperung des sozialen, guten, emotionalem) und den dunklen Mann (böse, wissenschaftlich, durchstrukturiert) Wer keine Angst vor 1200 bis 1400 Seiten (je nach Ausgabe) hat wird seine Freude an dem Buch haben. Ich vergebe 5 von 5 Evakuierungspunkten. Read you.!