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Dienstag, 15. Dezember 2009

Die Jüngsten werden die ersten sein - die gehen dürfen!

Ja dieses Wochenende war ja mal wieder unsere alljährige Klubberaufnahme, in unserer Lieblingsbildungsanstalt. So sehr ich mich selber auch darüber gefreut hatte, musste ich dennoch am Freitagmorgen, kurzfristig absagen. Ich hoffe aber das Ihr Klubb 200 Mitglieder eine schöne Feier hattet und nächstes Jahr bin ich wieder dabei – Versprochen! Setzt doch bitte mal das ein oder andere Bild, auf unsere Klubber-Website.

Aber nun zur Überschrift, denn die Weltweite Wirtschaftskrise trifft nun die kleinsten, oder anders gesagt die schwächsten, nämlich die Auszubildenden. Denn immer mehr Unternehmen setzten aufgrund von Sparmaßnahmen, welche natürlich wieder zuerst mal Personell geändert werden sollen, den Rotstift bei der Übernahme der Auszubildenden an. Die anhaltende Wirtschaftskrise hat die Berufschancen junger Menschen massiv verschlechtert. Nach einer Studie des DGB haben zwei von drei Lehrlingen kurz vor Ende ihrer Ausbildung noch kein Übernahmeangebot ihres Betriebes, etwa jeder vierte Auszubildende weiß bereits sicher, dass er nicht übernommen wird!

Ich hoffe nur, dass sich die Lage der Azubis schnellstens ändert, denn die Arbeitslosigkeits-Fluchtmöglichkeit meiner Zeit ist nun auch keinem mehr zu raten. Denn als ich 1990 bei der Bundeswehr 12 Monate Abenteuerurlaub (mit Vollpension und Animationsprogramm!) gebucht hatte, waren damals nicht wenige Rekruten, die ihren Wehrdienst auf Grund von Arbeitslosigkeit freiwillig angetreten hatten (anders als ich). Denn was hierzulande mittlerweile in Sachen Bundeswehr Auslandseinsatz abgeht, geht wirklich auf keine „Hindu-Kuhhaut“. Bundeswehrsoldaten werden aufgrund eines Bundestagsmandats auf eine höchst prekäre Mission geschickt, dürfen trotz beinahe täglicher Gewalteskalationen, aber nicht das böse „K-Wort“ in den Mund nehmen und falls sie von ihrer Waffe dann wirklich gebrauch machen müssen, dürfen sie sich dann hierzulande, noch dafür rechtfertigen!

Seit mir nicht böse, aber diese momentanen Bundestagsdebatten über den Luftschlag im Kundus, sind an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Hier geht es schon lange nicht mehr um die Sache, sondern nur wie man sich gegenseitig in den Dreck ziehen kann, oder ist hier jemand andere Meinung?

Doch genug gemotzt, denn es Weihnachtet sehr, zumindest Wetterlich hat der Winter auch einen erfolgreichen Luftschlag über uns gebracht. Am Wochenende waren wir dann wieder mal auf dem traditionellen Mittelalter Weihnachtsmarkt auf der Wartburg. Neben der obligatorischen (echten) Thüringer Bratwurst, gab es auch wieder herrlichen Johannesbeer-Glühwein und wunderschöne Mittelalterliche Musik im Sängersaal! Wer von Euch mal derzeit in der Nähe ist: Ein wirklich schöner Weihnachtsmarkt, hoch über den Thüringer Bergen.

Soviel für dieses Mal, wollte da nicht jemand mal wieder am WE bloggen…???

Mittwoch, 18. März 2009

Keine Coca-Cola in Äthiopien, aber genug Lehrlinge!

Auch wenn die Überschrift, des heutigen Blog etwas skurril klingen mag, hat er doch einen sehr ernsten Hintergrund. Im zuge der Finanzkrise, unter der auch der Ostafrikanische Staat sehr zu leiden hat, musste der einzige Produzent des Landes, die East Africa Bottling Share Company, nun ihre Pforten schließen. Grund ist, dass wegen der internationalen Finanzkrise derzeit nicht mehr genug „harte“ Währung in das Land komme, um die Kronkorken-Verschlüsse der Flaschen zu bezahlen. Auch sei kein Geld mehr für das Konzentrat vorhanden, aus dem das Getränk hergestellt wird. Die rund 1000 Mitarbeiter des Werks in der Hauptstadt Addis Abeba seien beurlaubt worden.

Aber auch wer von Euch, zufällig in der nächsten Zeit in Äthiopien weilen sollte, brauch nicht auf seine heißgeliebte Koffein-Plörre zu verzichten. Denn für den Erzrivalen Pepsi war die Schließung der Fabrik des Getränkekonzerns dagegen eine gute Nachricht. In Äthiopien wird die Marke von dem saudi-arabisch-äthiopischen Milliardär Al-Amoudi vertrieben, der keine Finanzprobleme hat. Also, kleiner Sprachkurs: Sprite heißt auf Äthiopisch nun Seven-Up!!!

Spaß beiseite, kommen wir aber nun zu einer Sache, welche uns wohl eher interessieren sollte. Aufgrund der Wirtschaftskrise wollen insgesamt 27 Prozent der Unternehmen in Deutschland, dieses Jahr weniger Ausbildungsplätze anbieten. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter 14.000 Firmen, sinkt damit in diesem Jahr die Zahl der Lehrstellen um geschätzte fünf bis zehn Prozent. Zugleich werden aber auch weniger Jugendliche die Schule abschließen. Der DIHK rechnet deshalb mit mindestens fünf Prozent weniger Bewerbern. Somit sollten trotz allem, alle „qualifizierten Jugendlichen“ einen Ausbildungsplatz bekommen. Rund 59 Prozent der befragten Betriebe wollen laut der Umfrage 2009 so viele Ausbildungsplätze anbieten wie bisher. 14 Prozent planen sogar zusätzliche Lehrstellen.

Die Ausbildungssituation entwickelt sich aber nicht überall gleich, sondern je nach Region sehr unterschiedlich. Die exportorientierte Wirtschaft in Bayern und Baden-Württemberg, etwa Maschinenbauer und Autozulieferer, schränkten ihr Lehrstellenangebot stärker ein als anderswo. Relativ robust sei die Lage bei Großunternehmen und eher binnenmarktorientierten Branchen wie Banken und Versicherungen (Aufgepasst, Banken und Versicherungen, gelten nun ab sofort als robust!!!) sowie dem Gastgewerbe. Mehr Bewerber würden dringend in den neuen Bundesländern gebraucht. Jeder dritte der dortigen Betriebe konnte bereits im Vorjahr nicht alle Ausbildungsplätze besetzen.

Entscheidend für das Lehrstellenangebot ist nach DIHK-Angaben die konjunkturelle Entwicklung im Frühjahr. Viele Kleinbetriebe legten sich erst im Mai oder Juni auf das Angebot von Ausbildungsverträgen fest. Laut DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun werden Unternehmen trotz Krise Lehrlinge einstellen müssten, um in der Aufschwungsphase nach der Rezession nicht durch einen Fachkräftemangel gebremst zu werden. Wie sieht es eigentlich in Euren Betrieben aus, gibt es dort schon Einschnitte beim Lehrstellenangebot, oder bildet ihr weiter aus, wie bisher?

Zumindest eine gute Seite, hat die Jahreszeit ja, nämlich das momentane Wetter! So langsam neigt sich der Winter dem Ende entgegen, auch in den Höhenlagen ist der Schnee nun bei uns im Mittelgebirge, völlig verschwunden. Auch wenn es vielleicht noch mal den ein oder anderen Schneeregen oder Schauer geben sollte, wird das schlimmste nun wohl hinter uns liegen. Und da seit Gestern auch Temperatur-mäßig Frühling herrscht, kann ich nun endlich wieder meiner Lieblingsleidenschaft nachgehen, dem Fahrrad fahren. Kopfbedeckungsmäßig, haben meine Frau und ich uns Heute noch schnell neu eingekleidet. Die alten Helme, sahen einfach zu „Spaceballs“ artig aus.

Nach dem ich Gestern zum „einradeln“ erst mal 30 Km Flachland gefahren bin, habe ich mich Heute, auf circa 35 Km Berg und Tal, Wald und Feld eingelassen. War wunderschön gewesen, die Störche sind bereits wieder zurückgekehrt und im Wald wimmelt es momentan von „Rotwild“, zu Deutsch: Rehe. Deswegen ist der Blog mit ein paar Foto-Impressionen gespickt. Hoffe nur das mir dieses Jahr nicht so wie 2007, wieder ein Reh ins Fahrrad springt, da waren wir nämlich alle „beide“ sehr erschrocken, zum Glück war aber dem armen Tier nichts passiert. Meine mit armem Tier natürlich das Reh und nicht mich!!! Aber auch wenn das Wetter morgen wieder sehr verlockend ist, bleibt das Rad Morgen und wahrscheinlich Übermorgen erst mal stehen. Durch die lange Winterpause, habe ich nämlich im Moment ein ziemliches ziehen in einem sehr „Sattelnahen“ Körperteil!!!

Soviel für Heute. Übrigens hat Herr Scholz, bisher noch nicht auf mein Angebot mit den 20 Millionen reagiert, schade!!!

Dienstag, 3. Februar 2009

Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein!!!

War wohl nix, mit unserem (Traum) IG-BCE Bezirk „Sylt-Heiligendamm“. Der prall gefüllte Lotto-Jackpot, mit insgesamt 35 Millionen Euro, ist geknackt. Glückwunsch an die beiden Gewinner in Bayern und Niedersachsen. Also weiter Arbeiten, aber die Kempinski-Hotelkette, will scheinbar nicht mehr weiter auf uns warten. Sie haben ihren bestehenden Hotelvertrag, mit sofortiger Wirkung gekündigt und ziehen sich aus Heiligendamm zurück. Das wäre eine schöne Hauptverwaltung für unseren Bezirk gewesen, schade, schade, schade!

Nun aber mal eine gute Nachricht: Trotz Krise und drohender Wirtschaftsflaute, wollen viele Großbetriebe, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und bieten weiterhin Ausbildungsplätze an, somit können Jugendliche laut der Bundesagentur für Arbeit, mit einem ausreichendem Angebot an Lehrstellen rechnen.

Aber einen Haken hat die Sache dann doch: Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz ihrer Wahl, oder anders gesagt, auf ihren Traum(ausbildungs-)Beruf haben immer mehr, nur noch Schüler mit guten Zeugnissen. Der Wettbewerb auf dem Lehrstellenmarkt, wird immer härter. Gerade Schüler mit Problemen in Rechtschreibung, Grundrechenarten, Pünktlichkeit und Motivation, werden es in Zukunft immer schwerer auf dem Arbeitsmarkt haben. Auch mir ging es früher immer auf den Senkel, wenn ich Sätze wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens!“, „Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“, oder meinen Lieblingssatz „Junge, du gehst auf den Schacht, da hast es gut!“ hörte. Aber es ist nun mal die Wahrheit, niemals war für die junge Generation solche Begriffe wie Wille, Fleiß und Fähigkeit, so wichtig wie heute, um nicht von Anfang an, vollkommen von unseren Leistungsgesellschaft, ausgeschlossen zu werden.

Aber nun zu einem Narrenstreich der besonderen Art. Ab sofort dürfen Handwerker oder Besucher, welche kein Auto des „Volkes“ fahren, nicht mehr auf das Werksgelände unseres großen Automobilherstellers hier in Nordhessen, genauer gesagt in Baunatal. Laut einem Papier der Konzernleitung des besagten Autoherstellers, wird keinem Besucher, Lieferanten oder Dienstleister, welcher ein Konzernfremdes Fahrzeug fährt, ab sofort mehr Einfahrt in das Werksgelände gewährt!!!

Dasselbe gab es übrigens schon einmal, vor ein paar Jahren bei Opel in Rüsselsheim, dort ist man aber von dieser Schnapsidee, ganz schnell wegen der schlechten Presse, wieder abgekommen. Aber Rüsselsheim ist halt weit von Baunatal weg, woher sollten die Herren Manager das dann auch wissen? Woher der Name „Volkswagen“ ja ursprünglich herstammt, habe sie ja schließlich auch schon lange, lange vergessen. Ich wette mit Euch, dass der Schildbürgerstreich nicht lange anhält! Mit so einer Aktion macht man sich in der Öffentlichkeit nur lächerlich, oder fürchtet man die Autos der Konkurrenz und dort vor allen deren Qualität? Für mich ist so etwas, nur ein Grund mehr, mir kein Fahrzeug dieser Marke zuzulegen. Wie ist denn Eure Meinung darüber???

Und ich fahr jetzt auch noch etwas, nämlich meinen Rechner runter!!!

9,8,7,6,5,4,3,2,1,0…..