„I want my MTV!“, mit dieser kurzen Textzeile beginnt der Weltberühmte Dire Straits-Song „Money for nothing“. Die erste Textzeile singt übrigens niemand geringeres als Sting, der Freund des Dire Straits Kopfes Mark Knopfler. Dumm nur, dass es hinterher wegen diesen kleinen Freundschaftsdienst, einen heftigen Rechtsstreit gab. Denn die Plattenfirma von Sting meinte wegen des „Mitsingens“ am Erfolg des Liedes beteiligt zu sein, welches leider von einer anderen Plattenfirma war. Um es kurz zu machen: Man verlor vor Gericht und wir alle hören heute noch Sting am Anfang.
Aber dies ist nicht der Grundtenor des heutigen Blogs. Money for nothing, zu Deutsch: Geld für nichts!, aber schon. Denn zuerst mal einen Glückwunsch an Barbara E. besser bekannt als Kasiererin Emmely, welche wegen Unterschlagung zweier Pfandbons gekündigt wurde. Denn das oberste Gericht, nämlich das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hob ihre Kündigung wegen Einlösung der Pfandbons auf. Aber Achtung: Eine untere Wertgrenze für sogenannte Bagatellkündigungen lehnte das BAG aber weiter ab: Über jeden Fall sei im Einzelfall zu entscheiden. Im Fall von Emmely sprach auch das BAG von einer "erheblichen Pflichtverletzung". Ob es sich um eine Straftat handele, spiele entgegen der Ansicht ihrer Anwälte keine Rolle. Bei der Abwägung der Interessen gab das BAG aber insbesondere ihrer langen Betriebszugehörigkeit deutlich mehr Gewicht als die Vorinstanzen. Ihr Arbeitsverhältnis sei "über drei Jahrzehnte ohne rechtlich relevante Störungen verlaufen". Das in dieser Zeit erworbene Vertrauen könne durch den Pfandbon-Fall "nicht vollständig zerstört werden". Als "milderes Mittel" habe daher eine Abmahnung ausgereicht, "um einen künftig wieder störungsfreien Verlauf des Arbeitsverhältnisses zu bewirken".Also: Morgen nicht weil Wochenende ist (zumindest für einige von uns) denken jetzt kann ich mir noch mal ordentlich die Kippen voll machen! Nein, Diebstahl ist und bleibt ein schwerer Vertrauensbruch, welcher auch weiterhin zur sofortigen Kündigung führen kann!!!
Weiteres Signal zum Thema „Geld für nüscht“ gab es heute im Falle Opel. Bundeswirtschaftsminister Brüderle gab bekannt dass er eine Staatshilfe ablehne. Grund dafür war, dass die staatlichen Rettungshilfen nur für Unternehmen wären, welche durch die Finanzkrise betroffen wären. Dies sei bei Opel aber nicht der Fall, da der Mutterkonzern schon vor der Krise in Schwierigkeiten gesteckt hätte und sich so dem durch eine bessere Auftragslage selber Retten könnte. So Brüderle zumindest, Angelika Merkel gab heute sogleich bekannt, dass im Falle Opels noch nicht das letzte Wort gesprochen sei. GM selber wird wohl in den nächsten Wochen das Lied von der Standortschließung wieder anstimmen, um Stimmung zu machen. Ich selber drücke den Kollegen in Eisenach die Daumen, denn diese Werk liegt in meiner Nähe (Luftlinie circa 30 Kilometer).
Nokia muss übrigens seine Fördermittel nicht mehr zurückzahlen, so lautet ein Urteil des Kölnischen Verwaltungsgerichts. Ja denn, dazu möchte ich nichts mehr sagen. Ihr vielleicht?
Gestern durfte ich im Rahmen unserer 2-Tägigen Bezirksvorstandsitzung, mal unsere Kalikumpel im Werk Neuhof besuchen. Danke für die Grubenfahrt in 550 Meter teufe (heißt wirklich so)! War ne schöne Besichtigung, welche aber frappierend unserem eigen Kali-Bergbau gleicht (Grins). Deswegen übrigens die Bilder des diesmaligen Blogs.
So macht’s gut.
Wie hoch ist denn nun der Anpressdruck des Firstankerbohrwagens? Erwarte Antwort Kollege „D“!!!
Die IG-Metall geht gerade in ihre wohl schwerste Tarifrunde, seit ihrem bestehen. Erstmals geht man ohne eine konkrete Lohnforderung in die Tarifverhandlung, sondern setzt eher auf verbindliche Gegenleistungen. Die Landauf, Landab als „süßes Gift“ gefahrenen Kurzarbeitsschichten, drohen auszulaufen, nun sieht man die Rettung der Arbeitsplätze als oberste Maxime. Denn die Produktion in der Metall- und Elektroindustrie ist um circa 30% eingebrochen, die Zahl der Arbeitnehmer schon um 5% gefallen, man sieht mittlerweile, jeden 5 Arbeitsplatz als Krisengefährdet.
Deshalb schlägt man nun als „Krisenmanagementplan“ einen Jobrettungsplan vor, welcher folgende Eckpunkte aufweisen soll:
Übernahme: Junge Arbeitnehmer sollen mit Weiterbildungsmaßnahmen, vor Entlassungen bewahrt werden.
Kurzarbeit: Sie soll voll ausgeschöpft werden, erst dann sollen Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung zum Zuge kommen.
Leiharbeit: Eine genauere Regelung, wann und zu welchen Bedingungen Leiharbeitnehmer eingesetzt werden dürfen. Damit bei einer Erholung des Arbeitsmarktes, Neueinstellungen nicht nur noch durch Arbeitnehmerüberlassung erfolgt.
Tarifverträge: Falls alle Möglichkeiten der Kurzarbeitsregelung bereits ausgeschöpft sind, soll die Wochenarbeitszeit auf bis zu 26 Stunden pro Woche gekürzt werden. Dies wird allerdings nicht ohne einen Teillohnausgleich (natürlich nach unten) geschehen. Diesen soll dann die Bundesregierung steuer- und sozialabgabefrei stellen.
Wir werden sehen wie erfolgreich die IG-Metall, mit ihren Verhandlungen sein wird, denn dieser Abschluss wird sicherlich Pilotcharakter für alle anderen Branchen haben. Was meint ihr über dieses Rettungspaket: Vernünftige alternative, Vorreiterrolle für Gesamtdeutschland, oder etwa sogar Abkehr von den bisherigen Regeln der Lohnsicherung?
Einer der größten „Sorgenkinder“ der IG-Metall, der Autobauer Opel, hat bereits schon ein eigenes Rettungspaket vorgelegt. Dieses sieht natürlich eine deutliche verschlankung des Personals vor. Ingesamt will der (Raben-) Mutterkonzern GM, in Europa 8300 Arbeitsplätze von 50.000 abbauen, auf den deutschen Standorten, sind davon 3900 Stellen betroffen. Ferner hält man nach wie vor, an einem Lohnverzicht der Belegschaft, von 265 Millionen pro Jahr fest! Es gibt wahrlich im Moment bessere Arbeitsplätze, als Betriebsrat bei Opel, Klaus F.: Wir drücken euch die Daumen!
Ja wir leben gerade in wahrlich revolutionären Zeiten. Deshalb auch zwei revolutionäre Kulturtipps.
Tipp 1: Gerade ist in der Reihe „Spiegel Geschichte“, ein Sonderheft über die französische Revolution erschienen. In den knapp 140 Seiten starken Heft, wird eingehend auf die Geburt der Revolution, ihren Verlauf und auch ihre Bedeutung bis hin in die Gegenwart eingegangen. Ein recht spannendes Geschichtsheft, was sehr spannend und gut recherchiert ist. Wusstet ihr beispielsweise, dass über 17.000 Menschen auf der Guillotine ihr Haupt verloren und diese fast bis zur Mitte des 20 Jahrhundert noch offiziell im Einsatz war? Geschichte gut erzählt, dafür 5 von 5 „Kokarde“.
Tipp Nummer 2, ist ein DVD bzw. Blue-Ray Tipp. „Che – Revolucion / Guerilla“ von Stephen Soderbergh. Die Geschichte des Vorbildes aller 68er, dem ewigen freiheitsliebenden Kämpfers. Auf insgesamt 267 Minuten wird in den zwei Filmen, der Aufstieg und Fall des Ernesto „Che“ Guevara gezeigt. Als Biopic sehr interessant, aber geschichtlich hätte man auch etwas kritischer mit dem großen Revolutionär umgehen könne. Neben seinen großen Drang nach Freiheit, hat er selber nämlich auch zahllose Exekutionen angeordnet und auch selber durchgeführt. Und so ganz nebenbei, von den Sowjets einen Atomschlag auf die USA gefordert! Muss nämlich auch mal gesagt werden. Als Kulturtipp gebe ich dem Film 3 von 5 (roten) Sternen, er stellt mir Che zu stark in das allgemeine Licht des Märtyrers und klammert seine Schattenseiten etwas zu viel aus.
So, Schluss für heut, denn nun kommt „Batman hält die Welt in Atem“, von 1962 mit Adam West in der Hauptrolle. Denn ich will den legendären Kampf von Batman mit einem Hai nicht verpassen, den er einzig und allein, nur mit seinem „Anti-Hai-Fisch-Bat-Spray“ überleben konnte. So trashig, dass es schon wieder gut ist!!!
Das Auto, des Deutschen liebstes Kind. Nichts vermittelt dem braven Bundesbürger, mehr das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, wie das eigene Auto. Kein Wunder dass, das Auto nicht ohne Grund als der Motor der Industrie, hierzulande gilt. Und dieser Motor kommt nun, trotz (scheinbarer) Trendwende der Finanzkrise, immer stärker ins stottern.
Opel bleibt auch weiterhin das Sorgenkind Nummer 1, denn obwohl es bis vor kurzem noch hieß, das GM die Sanierung aus eigener Kraft stemmen wolle, so kommen nun ganz andere Forderungen auf die „Motorhaube“. Zwar will man an allen 4 Standorten Hierzulande festhalten, spricht aber plötzlich von 2,7 Milliarden Euro an Staatshilfen, welche man für die Sanierung brauchen werde. Wie das Sanierungskonzept dafür, aber dann nun aussehen soll, bleibt aber weiter im Unklaren.
Und auch beim Erfinder der Benzinkutsche, ist der „Stern“ momentan alles andere, als am glänzen. Denn Gestern gingen im Stammwerk in Sindelfingen, mehre Tausend Mitarbeiter gegen die geplante Auslagerung der C-Klasse in die USA, auf die Strasse. Obwohl Mercedes heute bekannt gab, man wolle einen Teil (!) der C-Klasse nun im Werk in Bremen bauen und dafür die SL-Klasse in Sindelfingen produzieren, scheint somit ein Stellenabbau, alles andere als vermieten. Es sei denn wir würden in Zukunft statt, ner C-Klasse, halt nen SL kaufen, is ja nur nen geringer Preisunterschied. Und wenn man’s mal rein rationell sieht, ist die SL-Klasse ja sogar das kleinere Auto von beiden, denn da passen ja gerade mal 2 Personen rein, oder? Da fällt mir ein, meine Frau möchte doch immer das ich mir mal ein kleineres Auto kaufe…!
Experten schätzen, dass in den nächsten Jahren allein in der Automobil- und Zulieferindustrie, bis zu 100.000 Jobs wegfallen würden.
Zum Schluss aber noch eine Warnung, passt in Zukunft auf, wenn an eurem Auto die Benzinanzeige zur neige geht. Denn es kann passieren, dass das Grün-Gelbe Gebäude am Straßenrand, keine BP-Tankstelle ist, sondern Ihr im „McDonald drive in“ landet. Denn das Weltbekannte Unternehmen für „Rinderhackscheibchen mit einer Prise Käse überbacken, welche in einer würzigen Tomatensauce, in einem Sesamteigmantel“ daherkommen (Also: Cheeseburger!), hat nun herausgefunden, dass ihre traditionelles Rot-Gelbes Firmenlogo nicht mehr zeitgemäß wäre. Nun will man weltweit, alle Filialen nach und nach, auf ein Grün-Gelbes Logo umrüsten, denn das würde den Kunden, mehr ein Gefühl für Gesundheit und Umweltbewusstsein vermitteln, so zumindest die Marktstrategen!
Bin schon mal gespannt, wann bei McDonalds der erste vor mir steht und den „Sub des Tages“ möchte!!!
„Alles wird anders, alles ist nicht mehr so wie es ist!“, haben wir zumindest bisher immer gelernt. Gerade in der jetzigen Zeit dreht sich das Karussell des Wandels besonders schnell, zeigt aber gerade, dass so einiges scheinbar doch bleibt wie es ist:
Bestes Beispiel, bleibt gerade Karstadt. Bei der Gläubigerversammlung in Essen stimmten heute mehr als 99 Prozent für einen Antrag des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, wonach das Geschäft zunächst weitergeführt werden soll. Man plant, Karstadt nach der der erfolgreichen Sanierung zu verkaufen. Durch die Fortführung soll das Unternehmen so stabilisiert werden, dass neue tatkräftige Investoren dafür gefunden werden. Görg bekräftigte, eine Sanierung von Karstadt durch einen Insolvenzplan setze allerdings voraus: "Dass einzelne Beteiligte nennenswerte Beiträge zu leisten bereit sind!" Hierzu gehörten zum Beispiel die Vermieter der Karstadt-Häuser, aber auch die Karstadt-Mitarbeiter, welche zur Rettung ihrer Jobs fast drei Jahre lang auf Urlaubsgeld, tarifliche Vorsorgeleistungen und Teile des Weihnachtsgeldes verzichten „dürfen“.
Also: Insgesamt circa 50 Millionen Euro weniger Urlaubsgeld, weniger Weihnachtsgeld und tarifliche Vorsorgeleistungen der rund 28.000 Karstadt-Beschäftigten zur Sanierung der insolventen Warenhauskette. Diese Regelung gelte für einen Zeitraum von drei Jahren. Dann schauen wir dann, wie es weitergeht, bzw. ob sich diese Sozialleistungen noch weiter herunter fahren lassen…
Und auch bei Opel, bleibt im wahrsten sinne alles beim alten, nämlich im Besitz von GM. Ich möchte Euch nur mal hierzu die Überschriften zeigen, welche ich im Netzt zur momentanen Situation von Opel gefunden habe:
„Autokonzern sucht Zukunft!“ „Die Politik habe sich bemüht!“ „Die Strategie, mit dem bestmöglichen Risiko!“ „General Motors entdeckt den Wert von Opel!“ „Furcht und Zorn nach der Kehrwende!“ „Die Angst der Belegschaft?“ und, und, und, glaube Opel wird uns noch lange beschäftigen!
Und noch eins bleibt beim alten, oder besser gesagt: Es ändert sich (wahrscheinlich) nicht, nämlich die zukünftigen Rentenzahlungen. Denn die rund 20 Millionen Rentner hierzulande, dürfen sich für das Jahr 2010 und 2011, nach Angaben der deutschen Rentenversicherung auf Nullrunden einstellen. Erst 2012 sei wieder mit einer geringen Rentenerhöhung zu rechnen. Also: 0 plus 0 ergibt: „00“ und was „Null/Null“ im Sanitärbereich bedeutet, wissen wir ja, nämlich be“sch“eiden!
Nun aber mal wieder ein Kulturtipp. Denn die Sesamstrasse feierte gerade ihren 40. Geburtstag. Vor genau 40 Jahren strahlte in den USA, Jim Henson seine Vision einer Kinderunterhaltungssendung aus. 1974 kam übrigens hierzulande die erste Folge. Und was haben die Sesamstrasse und die SPD gemein? Beide wünschen sich Oscar in die Tonne!
Das neue Opel-Modell heißt vielleicht „Blowcake“, zu Deutsch: Pustekuchen. Denn eine Nachricht schlug diese Woche ein, wie eine Bombe. Der US-Autobauer General Motors, hält an seinem deutschen Besitz der ehemaligen „Adam Opel AG“, nun GmbH wie ja der ehemalige Vorzeige Autobauer wirklich geheißen hatte, fest. Denn nach der gezielten Insolvenz des Mutterkonzerns GM, schreibt dieser nun wieder schwarze Zahlen und hält jetzt, nachdem sich die finanziellen Voraussetzungen bei GM wieder verbessert haben, an dem Rüsselsheimer Autobauer fest. Fakt ist: GM ist zwar noch nicht aus allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten heraus, aber hat zumindest wieder mehr Geld zur Verfügung. Und selbst GM-Chef Henderson gab aufgrund der neuen Ausgangslage klein bei und meinte vergangene Nacht: "Wir sind jetzt zuversichtlich, die Restrukturierung des europäischen Geschäfts selbst einleiten zu können."
Die Opel-Belegschaft läuft derweil Sturm gegen den Verbleib beim Mutterkonzern General Motors. Tausende Mitarbeiter protestierten an den deutschen Standorten in Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und hier in Eisenach gegen die GM-Entscheidung, Opel nicht an den Zulieferer Magna und die russische Sberbank zu verkaufen und stattdessen in Eigenregie zu sanieren. Betriebsratschef Klaus Franz rief bei einer Kundgebung mit 10.000 Beschäftigten in Rüsselsheim zum Widerstand gegen Stellenabbau und Werksschließungen auf.
Und damit die Zuversicht auch dem kleinen Arbeiter im „Abendland“ begreiflich wird, hat man in der US-Zentrale gleich gesagt, dass man dies zu respektieren habe, der geplante Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen, war ja auch unter der Führung von Magma vorgesehen (was ja auch wirklich stimmt!) und wenn man nun meint Druck ausüben zu müssen, dann riskiert man halt die Insolvenz!!! Amerika eben, wenn ihr euch nicht bekehren lasst, dann marschieren wir ein, denn nur wir wissen, was gut für euch ist!
Aber laut BR-Chef Franz werden die Beschäftigten keinen Beitrag zur Sanierung von Opel leisten. Die gestrigen Zusagen zum Verzicht auf jährlich 265 Millionen Euro werden zurückgezogen. Sie waren an den ursprünglich geplanten Verkauf an den Zulieferer Magna und die russische Sberbank geknüpft. Stattdessen fordert man nun die Nachzahlung der ausstehenden Lohnerhöhung für 2009. Die Opel-Beschäftigten in Deutschland hatten auf die Tariferhöhung von 4,2 Prozent im laufenden Jahr zunächst verzichtet, um dem Unternehmen Liquidität zu erhalten. "Den Weg zurück zu General Motors werden wir nicht mitgestalten, sondern unsere klassische Schutzfunktion für die Belegschaften wahrnehmen", sagte Franz. Aus Sicht der Beschäftigten sei das Konzept von GM für Opel nicht tragfähig.
Das wird noch richtig spannend werden, würde hier gerne mal Eure Meinung hören. (Habe sowieso schon lange nichts mehr, von Euch da draußen gehört!)
…Sollte Opel nun wirklich im strategischen Sinne „“O“hne „P“ower, „E“wig „L“etzter!“ heißen???
Himmelhoch jauchzen und am Boden zerstört, das liegt so oft beieinander. Im Moment liegt es circa 25 Km Luftlinie von mir entfernt, nämlich in Eisenach, genauer gesagt vor den Toren der Wartburgstadt am „kleinsten“ Opel-Standort in Deutschland. Was ging die Tage ein „Auspuffausstoß“ durch die Republik, als es nach langen hoffen und bangen endlich hieß, das General Motors sich nun doch von seiner Tochterfirma Opel (ehemals Adam Opel AG) trennen wird. Denn wenn wir mal ehrlich sind, haben wir doch alle beim Thema Opel nur noch mit halbem Ohr zugehört. „Wer bekommt nun den Zuschlag für Opel? Wie sieht es mit Standorts- und Mitarbeitersicherheiten aus? Wer ist wirklich daran interessiert die Marke Opel zukunftssicher auszurichten?“ Und vor allem: „Ist es überhaupt möglich Opel von GM zu lösen?“
Nach dem nun auf einmal überraschend schnell vereinbarten Verkauf, seitens GM an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna wachsen die Ängste der Opel-Beschäftigten über den plötzlich nun zu erwartenden Jobabbau. Magna wolle in Europa insgesamt 10.500 Stellen und davon in Deutschland rund 4.500 streichen, neben den 3000 Stellen in der Produktion sollen noch einmal 1100 Stellen in der Verwaltung gestrichen werden. Und so langsam werden wir darauf eingeimpft, dass dies ja auch alles so bereits insgeheim schon vorher festgestanden hätte. Dies sagt zumindest unser Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Die vom künftigen Mehrheitseigner Magna genannte Zahl habe sich nur auf den Produktionsbereich bezogen. Im Verwaltungsbereich sei ein weiterer Stellenabbau zu befürchten. Dies sei aber allen Beteiligten, auch den Arbeitnehmervertretern, aufgrund seiner Hinweise schon seit dem Frühjahr bekannt.
Ich möchte hier ja kein Feuer anstecken, aber war nicht immer oberstes Ziel gewesen, sowohl Standorte und Arbeitsplätze unter allen Umständen zu erhalten? Besonders prekär finde ich aber dass der Wirtschaftsminister gleich noch das Wort für die Arbeitnehmervertreter (wir kennen sie unter dem Namen Betriebsrat) gleich mit übernimmt! Waren sie bei den Verkaufsgesprächen denn wirklich vollkommen mit eingebunden, oder haben sie vielleicht auch den ein oder anderen politischen Maulkorb, nach dem Motto: „Sei mal ruhig wir wissen schon was das Beste für euch ist!“ bekommen? Wollen wir nur hoffen, das der geplante (!!!) Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen vonstatten geht, ich möchte nicht wirklich in der Haut der Betriebsräte stecken, denn die müssen nun im wahrsten Sinne des Wortes „Ihre Köpfe hinhalten“, wollgemerkt für Endscheidungen die sie nicht getroffen haben und nur bedingt Mitsprache hatten. Ich drücke jedenfalls Betriebsratschef Klaus Franz und seinen Mitstreitern die Daumen. Das sie es schaffen, möglichst viele Arbeitsplätze zu retten und auf das sie es verstehen die schlechten Nachrichten, auch von den richtigen Boten verkünden zu lassen!!!
Aber da wir beim Thema Jobsicherung sind, mal was privates: Hallo mein Freund „L“, ich habe gehört das Du nen neuen Job hast, Gratuliere!!! Lebst Du überhaupt noch? Golfsaison ist ja nun wetterbedingt bald vorüber, hoffe dass Du dich mal wieder meldest. Stelle auch genug isotonische Getränke, mit den wertvollen Vitaminen B, I, E und R kalt!!!
So und ich schau mir nun das TV-Duell Merkel Steinmeier an, weiß nur noch nicht ob auf ARD, ZDF, RTL, Sat1 oder Phoenix. Is aber eigentlich auch egal, kommt ja überall der gleiche M…
Zuerst einmal wünsche ich Euch allen eine frohe Ostern. Zumindest ab Sonntag, denn der Karfreitag ist ja ein kirchlicher Trauertag. Also erholt Euch alle die paar Tage und lasst es Euch gut gehen. Bei mir begann Ostern erst mal mit einem riesen Schock, aber dazu mehr am Ende des Blogs.
Die Krise schafft momentan nicht nur Verlierer sondern auch Gewinner. Während sich die Lage um den Automobilbauer Opel immer mehr zuspitzt, fängt Ford in Köln an Sonderschichten durchzuführen. Dank der Abwrackprämie laufen die Bänder auf Hochtouren. Wegen der großen Nachfrage in Deutschland will Ford weitere Sonderschichten in seinem Kölner Werk fahren und die Tagesproduktion erhöhen. Die dort ursprünglich vorgesehene Kurzarbeit entfalle, sagte Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes. Stattdessen sollen in sechs Sonderschichten mehr als 3300 zusätzliche Autos gebaut werden. "Ab dem 20. April erhöhen wir die Tagesproduktion weiter von 1750 auf 1850 Autos", kündigte Mattes an. Falls die Nachfrage weiter steige, könne man mit Sonderschichten und einer erneuten Anhebung der Tagesproduktion reagieren. In Köln werden vor allem, die Modelle Fiesta und Fusion gebaut, welche seit der Einführung der Abwrackprämie besonders begehrt sind.
Bei Opel hofft man indes, auf einen Einstieg des Emirats Abu Dhabi. Denn nach der Beteiligung an Daimler, streben nun die Scheiche einen weiteren Schritt in Richtung Übernahme Deutscher Autobauer an. Zum Glück sind sie nicht auf schnellen Gewinn aus, sondern streben ein ernsthaftes Engagement im Automobilbau an. Sie haben halt begriffen das Autos mehr Komfort als Kamele bieten!
Aber bleiben wir beim Thema Auto, denn gestern Abend kam ich vom IG-BCE Zielgruppenausschuss (darüber demnächst mehr) zurück, und „voila“, da hatte ich schon mein Ostergeschenk: Groß, Braun, Edles Fell und nun leider nicht mehr am leben. Denn kurz bevor ich daheim war, sprang mir auf einer unseren einsamen Landstrassen, eine Hirschkuh ins Auto. Links der Fahrbahn kam sie die Böschung hochgesprungen und sprang mir direkt in die „Schnauze“. Ich konnte gerade noch einen kleinen Schlenker machen, aber erwischte das arme Tier trotzdem noch voll mit der Schnautze Mir selber ist zum Glück nichts passiert, aber das Tier (siehe Titelbild) war vollkommen hin. Das Auto hat natürlich auch weit mehr als ne Beule abbekommen, aber Blech lässt sich immer richten, Scheiß drauf! Hauptsache ich bekam die Kiste zum stehen und das Tier flog halb über das Auto und nicht mitten hinein, das hätte dann wohl anders ausgesehen Nach ner geschlagener Dreiviertelstunde kam dann auch endlich die Polizei und eine weitere Halbe Stunde später der Abschleppdienst, so das ich dann um 12.00 Uhr nachts daheim war (ohne Auto)! So ist das halt im ländlichen Raum!
Was aber interessant war, war folgendes: Ein Auto welches mir just beim Zusammenprall entgegen kam, fuhr einfach weiter. Aber nahezu alle anderen Autofahrer welche an die Unfallstelle kamen, hielten an und fragten ob sie helfen könnten. Egal ob Mann oder Frau und das mitten in der Nacht und mitten im Wald. Also, so schlecht scheint die Gesellschaft nun doch nicht zu sein!!!
Also geniest die Feiertage, das Leben kann ganz schnell vorbei sein!
PS: Wusste schon warum ich mir dem neulich nen neues Fahrrad gekauft habe…
Die große Koalition fährt zusehens in die Krise, als Dienstwagen dient hierbei ein Opel. Arbeitsminister Olaf Scholz fordert derweil eine Rettung des Autobauers Opel unter allen Umständen. "Opel sterben zu lassen wäre mehr als ein Fehler, es wäre ein unentschuldbares Regierungsversagen." Schützenhilfe bekommt er dabei von Opel-Chef Hans Demant welcher seine Forderung nach Staatshilfen erneuerte: "Wir brauchen über die kommenden ein bis zwei Jahre Finanzhilfe."
Aber es gibt auch immer mehr Stimmen, welche sich gegen eine Staatsbeteiligung zur Rettung des Autobauers aussprechen. So zum Beispiel Unions-Fraktionschef Volker Kauder. Er erteilte einer Staatsbeteiligung eine strikte Absage: "Ohne überzeugendes Rettungskonzept, ohne neuen Investor und ohne eine sich engagierende Hausbank kann Opel nicht auf Hilfe hoffen. Sonderrechte gebe es für Opel nicht. Und eine direkte Staatsbeteiligung kommt überhaupt nicht infrage", sagte Kauder. Jeder Arbeitsplatz sei gleich wichtig. "Auch bei Märklin oder Schiesser sind Tausende von Arbeitsplätzen betroffen", sagte Kauder unter Verweis auf andere deutsche Traditionsunternehmen, die bereits insolvent sind. Mich würde dabei mal Eure Meinung interessieren. Soll man Opel unter allen Umständen helfen, oder wäre es ungerecht gegenüber anderen Firmen in prekärer Situation???
Aber nun zur Überschrift: Die Finanzkrise weißt immer mehr Kuriositäten auf. Denn wie ich heute in einem Zeitungsartikel gelesen habe, gefährdet die Automobilkrise nun die Wirksamkeit von Lebensmittelkontrollen. Denn das bei der Herstellung von Automobil-Kunststoffteilen anfallende Abfallprodukt „Acetonitril“, ist bei der Suche nach Schadstoffen, welche beispielsweise bei der Kontrolle von Schokoladenherstellern unersetzbar ist, wegen der gedrosselten Produktion der Autobauer, auf dem Markt kaum noch verfügbar. Somit hat die Krise nicht nur positive Wirkungen für die Umwelt, nein, vielleicht „müssen“ wir uns demnächst auch gesünder ernähren, weil auch die Süßwaren-Hersteller ihre Produktion herunterfahren müssen?! Könnte mir in Zukunft das Corsa-Sondermodell „Ritter-Sport“ vorstellen, welches zwar einen schlechteren CW-Wert, als das Vorgängermodell hat, aber dafür „Quadratisch, praktisch, gut“ ist! Und beim Kauf gibt es zudem als extra, eine Jahresportion feinste Tafelschokolade.
Gestern gab es aber mal ein paar angenehme Sachen zu erledigen. Wir hatten in unserem Bergmannsverein nämlich Jahreshauptversammlung, mit Vorstandswahlen. Auch wenn ihr es nicht glauben werdet, ich habe kein Amt abbekommen. Das hätte ich auch ganz leicht abblocken können, denn ich war ja der Wahlleiter. Mein Werksdirektor welcher neben mir saß, meinte noch, dass ich mir ruhig mal noch die ein oder andere Spore dazu verdienen könnte. Denke aber, es wäre besser sogar mal ein paar Sporen wieder los zu werden! Unser Verein ist auch ohne mich sehr gut aufgestellt, welches die Jährlich steigende Mitgliederzahl von derzeit 368 Mitgliedern aufzeigt. Also auch andere machen eine gute Arbeit und ich wünsche dem neuen Vorstand viel Glück(auf)!
Morgen werde ich mich in aller Herrgottsfrühe auf den Weg nach Hannover, in die Zentrale der Macht, machen. Werde darüber im laufe der Woche berichten.
Soviel für Heute, würde mich freuen wenn ich mal schreibmässig, in Zukunft wieder mal ein kleines bisschen Entlastet werde, Gruß nach Dormagen!!!
Deutschland ein Familienland? Zumindest Wirtschaftlich gesehen, könnte man dies gerade glauben. Familieunternehmen wurden lange unterschätzt. Dabei dominieren sie die deutsche Unternehmenslandschaft in allen Wirtschaftsbereichen. Familienunternehmen wie die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), Robert Bosch oder Aldi gehören zu den umsatzstärksten Konzernen. Ein Drittel aller Großunternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz sind in familiärer Hand.
Gerade in jüngster Zeit machen Familienunternehmen mit großen Übernahmen Schlagzeilen. Der kleine Sportwagenbauer Porsche, in den Händen der Familien Porsche und Piech, verkündete im September 2006 die Übernahme des VW-Konzerns. Im vergangenen Jahr stockte der Duisburger Familienunternehmer Haniel seinen Anteil an dem Handelskonzern Metro auf und machte sich zum entscheidenden Investor. Die Versuche des vergleichsweise kleinen fränkischen Familieunternehmens Schaeffler, mit Continental den fünftgrößten Reifenhersteller der Welt zu übernehmen, zeigen erneut das große Selbstbewusstsein deutscher Unternehmerfamilien. Kommt der Conti-Deal zustande, wäre dies der größte europäische Firmenkauf in diesem Jahr.
Falls er zustande kommt, denn wie es im Moment aussieht, hat sich die Familie Schäffler dabei schwer verhoben. Für rund zehn Milliarden Euro hatte Schaeffler die Conti-Mehrheit übernommen - mittlerweile ist das Paket an der Börse gerade mal noch etwa zwei Milliarden Euro wert. Nun geht Schaeffler, dabei das Geld aus. Eigentümerin Maria-Elisabeth Schaeffler, deren Privatvermögen auf mehrere Milliarden Euro geschätzt wird, versucht sich nun in der Rolle als Bittstellerin - und ruft den Staat zur Hilfe. Die Wirtschaftskrise und der Absatzeinbruch auf dem Automarkt haben die Zulieferer Schaeffler und Conti kalt erwischt, argumentiert sie. Dabei weiß Frau Schäffler, die Belegschaft hinter sich (ohne Conti). 8000 Mitarbeiter demonstrierten die Woche, gemeinsam mit der Firmenleitung für Finanzhilfen vom Staat. "Wir sind Schaeffler", riefen die Teilnehmer des Demonstrationszuges im kleinen Herzogenaurach. Die sonst öffentlichkeitsscheue Familienunternehmerin zeigte sich vor Kameras zu Tränen gerührt. Wollen wir mal alle hoffen, dass Frau Schäffler sich auch in ein paar Wochen und Monaten, noch an ihre Tränen erinnert. Bevor sie nämlich finanziell ins trudeln kam, hatte sie nicht viel mit Mitbestimmung am Hut und hat in der Vergangenheit, stets die Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsinteressen mit Füßen getreten. Ich drücke die Daumen, dass diese Sache für unsere Conti-Kollegen gut ausgeht. Treffe ja am Freitag den BR-Vorsitzenden von Conti-Korbach, bin schon mal auf seine Meinung gespannt!
Der Deutsche Autobauer Opel, träumt derweil sicherlich von den Seeligen Zeiten, als sie noch ein Familienunternehmen waren. Denn die Krise um den (Stief-) Mutterkonzern GM, reißt Opel und das Schwesterunternehmen Saab, immer weiter mit in den Untergang. Saab hat die Tage bereits Insolvenz angemeldet und hofft damit, sich unter die Hände der Schwedischen Regierung zu begeben um Staatshilfe im benötigten Umfang zu genießen.
Doch auch bei Opel, scheint der Schutz durch den (Deutschen) Staat immer dringender. Denn nach bislang unbestätigten Berichten, droht dem Autokonzern schon im Mai oder Juni die Insolvenz, wenn er nicht Bürgschaften in Höhe von drei Milliarden Euro bekommt. Der Konzern hatte mitgeteilt, man benötige mehr als 1,8 Milliarden Euro, um die Pleite abzuwenden. Das Problem ist nur, dass Opel als eigenständiger Autobauer zu klein ist, genauso wie Saab, und dringend einen Finanzkräftigen Autobauer an seiner Seite braucht. Nur die haben gerade selber alle genug Probleme. Möglich wäre aber, dass sich doch ein deutscher Premiumhersteller, für den kleinen Autobauer interessiert, um ihre Fahrzeugflotte auf Grund des Umweltschutzes „nach unten“ abzurunden. Man könnte jetzt auch sagen: OPEL = Ohne Partner Eine Lösung?
Wäre schön von Euch mal wieder den ein oder anderen Kommentar zu hören, Ihr seit so schreibfaul in letzter Zeit!!!
Bleiben wir beim Kulturtipp, diesmal auch beim Thema Wirtschaft. „Eine handvoll Venus und ehrbare Kaufleute“ von Frederik Pohl und C.M. Kornbluth, handelt von einer Erde im 21. Jahrhundert, in der gigantische Werbeagenturen, eine vollkommen übervölkerte Welt dominieren. Die Menschen sind alle nummeriert und durch Drogen und Dauerwerbung, nur noch willenlose Konsumenten. Politische Institutionen sind längst zu funktionslosen Attrappen verkümmert. Kernpunkt des Romans ist das größte Schwindelobjekt der Weltgeschichte, der Versuch völlig unbrauchbares Land des Planeten Venus, an gutgläubige Siedler zu verkaufen, die damit gar nichts anfangen können. Obwohl der Roman schon 1953 geschrieben wurde, ist er aktueller denn je. Angeblich gibt es schon seit Jahren Pläne, den Roman zu Verfilmen. Ich jedenfalls gebe dem Werk 4 von 5 Sterne.
Bis die Tage!
PS: Ein älteres Ehepaar liegt im Bett. Sie: „Ich hätte jetzt Lust auf was, was mit S anfängt und mit X aufhört!“ Er: „Was willste denn im Bett, mit ner Schleifhex???“
War wohl nix, mit unserem (Traum) IG-BCE Bezirk „Sylt-Heiligendamm“. Der prall gefüllte Lotto-Jackpot, mit insgesamt 35 Millionen Euro, ist geknackt. Glückwunsch an die beiden Gewinner in Bayern und Niedersachsen. Also weiter Arbeiten, aber die Kempinski-Hotelkette, will scheinbar nicht mehr weiter auf uns warten. Sie haben ihren bestehenden Hotelvertrag, mit sofortiger Wirkung gekündigt und ziehen sich aus Heiligendamm zurück. Das wäre eine schöne Hauptverwaltung für unseren Bezirk gewesen, schade, schade, schade!
Nun aber mal eine gute Nachricht: Trotz Krise und drohender Wirtschaftsflaute, wollen viele Großbetriebe, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und bieten weiterhin Ausbildungsplätze an, somit können Jugendliche laut der Bundesagentur für Arbeit, mit einem ausreichendem Angebot an Lehrstellen rechnen.
Aber einen Haken hat die Sache dann doch: Die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz ihrer Wahl, oder anders gesagt, auf ihren Traum(ausbildungs-)Beruf haben immer mehr, nur noch Schüler mit guten Zeugnissen. Der Wettbewerb auf dem Lehrstellenmarkt, wird immer härter. Gerade Schüler mit Problemen in Rechtschreibung, Grundrechenarten, Pünktlichkeit und Motivation, werden es in Zukunft immer schwerer auf dem Arbeitsmarkt haben. Auch mir ging es früher immer auf den Senkel, wenn ich Sätze wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens!“, „Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“, oder meinen Lieblingssatz „Junge, du gehst auf den Schacht, da hast es gut!“ hörte. Aber es ist nun mal die Wahrheit, niemals war für die junge Generation solche Begriffe wie Wille, Fleiß und Fähigkeit, so wichtig wie heute, um nicht von Anfang an, vollkommen von unseren Leistungsgesellschaft, ausgeschlossen zu werden.
Aber nun zu einem Narrenstreich der besonderen Art. Ab sofort dürfen Handwerker oder Besucher, welche kein Auto des „Volkes“ fahren, nicht mehr auf das Werksgelände unseres großen Automobilherstellers hier in Nordhessen, genauer gesagt in Baunatal. Laut einem Papier der Konzernleitung des besagten Autoherstellers, wird keinem Besucher, Lieferanten oder Dienstleister, welcher ein Konzernfremdes Fahrzeug fährt, ab sofort mehr Einfahrt in das Werksgelände gewährt!!!
Dasselbe gab es übrigens schon einmal, vor ein paar Jahren bei Opel in Rüsselsheim, dort ist man aber von dieser Schnapsidee, ganz schnell wegen der schlechten Presse, wieder abgekommen. Aber Rüsselsheim ist halt weit von Baunatal weg, woher sollten die Herren Manager das dann auch wissen? Woher der Name „Volkswagen“ ja ursprünglich herstammt, habe sie ja schließlich auch schon lange, lange vergessen. Ich wette mit Euch, dass der Schildbürgerstreich nicht lange anhält! Mit so einer Aktion macht man sich in der Öffentlichkeit nur lächerlich, oder fürchtet man die Autos der Konkurrenz und dort vor allen deren Qualität? Für mich ist so etwas, nur ein Grund mehr, mir kein Fahrzeug dieser Marke zuzulegen. Wie ist denn Eure Meinung darüber???
Und ich fahr jetzt auch noch etwas, nämlich meinen Rechner runter!!!