Mittwoch, 30. März 2011

Ökologisch alternative Diktatur?

Der große Wahlkrimi ist am vergangenen Sonntag mit einem wahren Paukenschlag ausgegangen. Vereinfacht kann man sagen, dass alle Parteien massiv verloren haben, außer den Grünen (die Partei, nicht die Polizei). Die haben von der Atomkatastrophe in Japan ohne Zweifel stark profitiert und konnten ihren Stimmanteil glattweg verdoppeln. In Baden Württemberg haben sie sogar die 58 Jahre lange CDU Herrschaft gesprengt!!! Nun sind sie auf Sondierungssuche sowohl mit der SPD, aber auch mit der CDU. Wobei bereits im Vorfeld der ersten Gespräche schon SPD und Grüne erklärt hatten, dass die Chancen für eine rot-grüne Koalition nicht schlecht seien. Zwar kündigten die Grünen wie bereits gesagt an, auch mit der CDU zu reden. Aber die Schnittmenge mit der SPD sei größer.

Bedenklich find ich aber die momentanen Kraft-Äußerungen aus den Reihen der Alternativen. Das der Atomausstieg in BW sich nunmehr massiv beschleunigen wird, ist ja wohl keine sonderliche Überraschung. Aber nun scheint man sämtliche bisherigen Beschlüsse und Urteile auf den Kopf, bzw. in Frage zu stellen. Die Bahn hat gestern schon die (Zug-) Notbremse gezogen und den Bau von Stuttgart 21 erst mal vorläufig gestoppt, zu mindestens bis die neue Regierung sich konstituiert hat. Man plane dazu vielleicht eine erneute Volksbefragung, vorherige Beschlüsse scheinen hier nun schon mal keine Geltung mehr zu haben!

So nebenbei will man nun auch den geplanten Hochmoselübergang verhindern, sowie eine bereits geplante Brücke am Mittelrhein lehnen sie selbstverständlich auch ab. Den Autobauern Porsche und Mercedes will man nun deutlich machen, dass sie keine schweren Karossen für die ganze Welt zu bauen haben! Dann können wir uns ja nun auf ein paar neue Sondermodell freuen: Denn Porsche Bobby-Car, oder die neue S-Klasse mit Tretantrieb. Ist doch egal, denn nun wird erst mal mit Sicherheit das Thema Tempolimit wieder auf die Tagesordnung kommen. Wie die ganze Industrie selber, mit Strom dann versorgt werden soll, ist auch noch nicht so ganz geklärt, aber gegen Stromtrassen ist man natürlich auch. Man kann jetzt auch sagen: Das fängt ja schon mal gut an, ist irgendwie auch ´ne Form von Diktatur! Lassen wir uns mal überraschen, wann auch eine Partei wie die Grünen wieder auf den Boden der Tatsachen ankommt.

Wer nun auch langsam wieder auf den Boden der Tatsachen ankommt ist die FDP. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gibt sein Amt als FDP-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz auf. Er werde den Vorsitz auf einem Sonderparteitag des Landesverbandes am 7. Mai zur Verfügung stellen, sagte Brüderle bei einer Sitzung der FDP-Gremien am Montagabend in Mainz. Auch der gesamte Vorstand tritt dann gleich mit ab. Also Guido: Der Abfahrtsbus steht bereit! Einsteigen bitte!!!

Am Montag war ich übrigens in Darmstadt auf einer IG-BCE Demo. Genauer gesagt zur Tarifrunde in der Chemischen Industrie. Die Forderung steht bei 7%, was nicht unrealistisch ist. Denn die Arbeitnehmer haben ihren Anteil an der Krise mittragen dürfen und fordern nun einen kleinen Teil vom Kuchen zurück. Was ihnen wohl auch zusteht, den die Deutsche Chemieindustrie jammert einerseits, das die Krise noch nicht komplett vorüber sei, fahren aber Land auf, Land ab, die besten Ergebnisse in ihrer Firmengeschichte ein. Das kann man übrigens sehr gut an den Managergehälter sehen, da sind weit mehr als 7% möglich gewesen. Also nicht nur die Risiken auf die Belegschaft abwälzen, sondern auch die Gewinne gerecht verteilen!!!

Also: Viel Glück, bei eurer Tarifrunde.

10!

9!

8!

7!

7!

7!

Samstag, 26. März 2011

Wer die Wahrheit sagt, geht?!

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Werner Schnappauf, legt sein Amt nieder. Schnappauf erklärte, er stelle sein Amt auf eigenen Wunsch zum 31. März 2011 zur Verfügung. "Ich übernehme die politische Verantwortung für die Folgen einer Indiskretion, an der ich persönlich nicht beteiligt war, um möglichen Schaden für das Verhältnis von Wirtschaft und Politik abzuwenden", An sich nichts weltbewegendes, wenn nicht die seltsame Vorgeschichte um angebliche Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle gewesen wären.

Denn dem Bundeswirtschaftsminister wird angelastet, dass er bei einer internen BDI-Runde gesagt haben soll, das Atom-Moratorium sei vor allem den anstehenden Landtagswahlen geschuldet. Der BDI sprach anschließend von einem "Protokollfehler". Laut "Süddeutscher Zeitung" bestätigte nun aber inzwischen ein BDI-Präsidiumsmitglied, dass Brüderle die ihm zugeschriebenen Äußerungen auch getätigt hat: "Die Sätze sind so gefallen, sie sind im Protokoll zwar verkürzt, aber richtig wiedergegeben!“

Die Opposition sieht derweil darin nur ein Bauernopfer. SPD-Chef Sigmar Gabriel sprach sogar von "panischen Reaktionen der Bundesregierung aus Angst vor den bevorstehenden Landtagswahlen". SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil sieht in Schnappaufs Rückzug ein "reines Bauernopfer". Angesichts einer "komplett gescheiterten Energiewirtschaftspolitik und dem unehrlichen Umgang der Bundesregierung mit diesem Thema" sei es eigentlich an Brüderle, Konsequenzen zu ziehen. Damit sei aber "offenbar vor Sonntag nicht zu rechnen", sagte Heil in Anspielung auf den Termin der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ähnlich äußerte sich Linkspartei-Politiker Dietmar Bartsch und appellierte an FDP-Chef Guido Westerwelle, "Brüderle bei den notwendigen Entscheidungen zu unterstützen". Grünen-Chefin Claudia Roth sagte dem "Handelsblatt Online", Schnappauf müsse gehen, "weil Brüderle aussprach, was jeder sowieso schon wusste: Merkels Atom-Moratorium ist ein Wahlkampftrick."

Brüderle selber hatte die Vermutung zurückgewiesen, das Moratorium sei ein Wahlkampfmanöver. Worin aber genau der "Protokollfehler" nun gelegen haben soll, klärte weder er, noch die Regierung, aber auch nicht auf. Eine Sprecherin Brüderles will dazu nichts sagen (oder darf nicht): "Ich kann Ihnen nicht sagen, was in dem internen Gespräch gesprochen wurde oder nicht gesprochen wurde". Klar sei aber, was Brüderle öffentlich gesagt habe: Er unterstütze die Beschlüsse der Bundesregierung. Ja klar, dumm nur das sich die Beschlüsse „aller“ Parteien immer sehr schnell ändern können. Da wird über Nacht zum Beispiel ein Atomkraftbefürworter in Baden Württemberg, zum großen Kritiker. Denn wie sagte schon Konrad Adenauer: „Was interessiert mich heute mein Geschwätz von gestern!“

Was sagt ihr eigentlich so, zu dem Wahrheitsgehalt von Politikeraussagen???

Wollen wir beim Kulturtipp wenigstens auch etwas respektlos sein. Ich habe mir die Tage den Film „Stichtag“ mit Robert Downey Jr. und Zach Galifianakis (der heißt wirklich so) angesehen. Story: Geschäftsmann Peter wird zum ersten Mal Vater und will mit dem Flugzeug heimfliegen, um rechtzeitig zur Geburt da zu sein. Dabei trifft er den Nachwuchsschauspieler Ethan, was zu vielen heillosen Verwicklungen führt, inklusiv Flugverbot. Nun machen sich die 2 gemeinsam auf den Weg. Eine kuriose Odyssee quer durch die USA beginnt, bei der vor Lachen kein Auge mehr trocken bleibt. Schaut euch den Film mit ein paar Freunden zusammen an, dann macht er gleich doppelt Laune. Ich selber gebe dem Film 5 von 5 „Kaffeedosen!!!!“

Und denkt dran: Wer am Sonntag wählen darf, sollte dies bitte auch tun. Und fragt euch bitte mal, warum man hier in Hessen eine Schuldenbremse, per Volksabstimmung Beschließen möchte. Damit man dann nach den Kürzungen im Sozialbereich, hinterher sagen kann: „Wir Politiker haben dass, so ja auch nicht gewollt. Aber der Bürger hat es ja nun so beschlossen!“

Also überlegt euch genau, wo ihr euer Kreuz hinmacht!!!

Sonntag, 20. März 2011

Tanz auf dem Vulkan

Der heutige Blog befasst sich mal mit den derzeitigen Brennpunkten, oder noch besser gesagt "Kernschmelzpunkten" auf der Welt: Japan, Lybien und Sachsen-Anhalt.
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Die Lage in Japan scheint sich nun so langsam zu stabilisieren, aber nicht normalisieren. Dazu wird es wohl noch Jahre dauern. Und Energiepolitisch gesehen wird wohl nichts mehr so zu sein wie es war. Die Atomenergie hat nun uns allen gezeigt, dass die Risiken enorm hoch sind. Oder anders ausgedrückt: Das einzige was sicher ist, ist das Risiko!
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Die japanische Regierung machte unterdessen deutlich, dass Fukushima 1 nie wieder zur Energieerzeugung genutzt werden wird. "Es ist klar, dass Fukushima I in keiner Weise mehr wiederangefahren wird", erklärte der Regierungssprecher Yukio Edano. Im Ausland sind nun erstmals radioaktiv Belastete Lebensmittel aus Japan gefunden worden. In Taiwan entdeckten die Behörden eine Lieferung belasteter Bohnen aus der Präfektur Kagoshima. Die Belastung liege aber deutlich unter den in Taiwan zugelassenen Werten (!!!), teilte die taiwanesische Atombehörde der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Das wird bezüglich der Lebensmittel, für die Zukunft noch einen riesigen „Rattenschwanz“ nach sich ziehen. Die Preise für Tee zum Beispiel, werden sich in den nächsten Wochen noch rapide nach oben entwickeln. Also: Abwarten und Tee kaufen! Beim Brennpunkt Lybien hat sich nun die internationale Staatengemeinschaft, für militärische Aktionen gegen Muammar al Gaddafi ausgesprochen. Es bleibt vorerst aber nur ein Militäreinsatz von Frankreich, Großbritannien und den USA. Großbritannien selber hat nun gefordert, dass die Führung des Militäreinsatzes möglichst schnell von den USA auf die Nato übergehen soll. Die ständigen Botschafter bei der NATO konnten sich jedoch bei Verhandlungen in Brüssel bisher nicht darauf verständigen. Mehrere Länder äußerten nach Angaben von Diplomaten Bedenken, darunter vor allem China und Russland. Ist sogar verständlich, denn Gaddafi selber hat sich ja mit deutlichen Worten vom Westen abgewendet und eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Osten angekündigt. Bei der Mafia heißt es doch immer: „Blut ist dicker als Wasser!“ Könnte es nun hier heißen: „Öl ist dicker als Blut?“ Brennpunkt Numero Drei: Sachsen-Anhalt: Die derzeit regierende CDU hat laut der ersten Hochrechnung (19.00 Uhr) die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen. Die Christdemokraten um ihren Spitzenkandidaten Reiner Haseloff kommen demnach auf 33,1 Prozent. Bei der Wahl 2006 hatte sie übrigens noch 36,2 Prozent erreicht. Die SPD, die seit 2006 als Juniorpartner zusammen mit der CDU regiert, landet fast unverändert bei 21,3 Prozent. Die Linkspartei kommt laut Prognose auf 23,4 Prozent. Das wären 0,7 Prozentpunkte weniger als bei der vergangenen Wahl 2006. Die Grünen legen wegen dem Atomgau erwartungsgemäß deutlich zu: Sie erreichen 6,9 Prozent, das ist ein Plus um 3,3 Prozentpunkte. Sie würden damit nun den Sprung in den Magdeburger Landtag schaffen. Zur Info - Dort waren sie seit 1998 nicht mehr vertreten. Die FDP sowie die rechtsextreme NPD scheitern demnach an der Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP erreicht 3,3 Prozent, die NPD 4,6 Prozent. Sind übrigens pro Partei, immer noch circa 3% zu viel. Mindestens!!!!
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--- schöne Woche da draußen---

Sonntag, 13. März 2011

Die Macht der Machtlosigkeit

Mein tiefstes Mitgefühl, gilt den Bewohnern von Japan. Die Opferzahlen steigen stündlich. Man geht nun am Sonntag um 17.00 Uhr, von bereits mehreren 10.000 Todesopfern aus. Allein in der Provinz Miyagi hat es durch das Beben und den Tsunami am Freitag möglicherweise mehr als 10.000 Tote gegeben. Insgesamt sind bislang mehr als 1000 Todesopfer gefunden worden. Dies bestätigte die japanische Polizei. Die Opferzahl könnte jedoch noch um ein Vielfaches steigen. Rettungskräfte bargen mehr als 12.000 Menschen lebend aus den Trümmern, berichtete Premierminister Naoto Kan. In der Krisenregion haben sich mehr als 600.000 Personen in Schulen und Gemeindezentren geflüchtet.
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Doch die größte Katastrophe steht vielleicht noch unmittelbar bevor. Denn nach der schweren Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 ist weiterhin unklar, ob und wie viel radioaktive Strahlung ausgetreten ist. Nach einem anfänglichen Anstieg der Radioaktivität an der Unglücksstelle hätten die Behörden nun eine Abschwächung in den vergangenen Stunden beobachtet, meldet die Internationale Atomenergiebehörde IAEA unter Berufung auf japanische Behörden. Die Explosion sei den japanischen Angaben zufolge außerhalb der Sicherheitshülle geschehen. Derweil treten in dem Atomkraftwerk neue Probleme auf. Wie die japanische Atomsicherheitsbehörde mitteilte, fiel an einem weiteren Reaktor der Anlage das Notkühlsystem aus. Daher sei es nun dringend nötig, einen Weg zu finden, wie der Reaktor 3 mit Wasser versorgt wird, sagte ein Behördenvertreter auf einer Pressekonferenz. Japans Premierminister Naoto Kan hatte bereits zuvor angeordnet, das Gebiet in einem Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk zu evakuieren. Mehr als 200.000 Menschen wurden nach Angaben der IAEA bereits in Sicherheit gebracht. Die Rettungsmaßnahmen dauern weiter an. Durch das Beben der Stärke 9 auf der Richterskala, ist das Land selber übrigens um circa 2,4 Meter (!!!) verschoben wurden. Auch die Erdachse selber soll sich um bis zu 10 Zentimeter verschoben haben. Das wird wohl auch zukünftig Einfluss auf das Wetter haben. Wir werden sehen, was die Woche noch alles an Chaos-Szenarien zu bieten hat. Ich drücke den Japanern die Daumen, dass es nicht noch schlimmer kommt, wenn dies überhaupt noch geht! Am Rande noch ein kleiner Lesetipp, welcher wohl gerade zur Thematik passt. „Japan sinkt“ von Sakyo Komatsu. Der Autor schrieb bereits im Jahre 1973 seinen Roman, welcher schildert wie eine Erdbebenwelle nach der anderen, zum kompletten Untergang von Japan führt und wie das Volk damit umgeht. Das Buch selber ist derzeit nicht mehr im Handel erhältlich. Aber mit ein wenig Suche im Internet oder im Antiquariat, sollte es zu finden sein. Im Übrigen gibt es auch eine Verfilmung, die noch erhältlich ist. Wegen der derzeitigen Lage im Land der aufgehenden Sonne, halte ich heute aber eine Buchbewertung für nicht angemessen!
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…da die Gegner der Kernenergie nun Weltweit Oberwasser bekommen, sollte man sich nun mal ernsthaft Gedanken machen, ob auch der Ausstieg aus der Kohle, wirklich noch so sinnvoll ist…

Sonntag, 6. März 2011

Wahrlich eine Schnapsidee!

Bio in den Tank! Um ein (klitzekleines) bisschen weniger, von den Ölmultis abhängig zu sein, beschloss man den Anteil von Bioethanol im Sprit, von derzeit 5%, mal so eben auf 10% hochzusetzen. Klingt gut, zumindest zuerst einmal. Schade nur dass der deutsche Autofahrer nun mal kein Ökomobilist zu sein scheint. Nun bleiben die Tankstellen auf ihrer „Biosuppe“ sitzen, da die Autofahrer nun lieber an der Super-Plus Zapfsäule einparken. Ich glaube nicht daran, dass sie dies tun weil sie Verunsichert seien, dazu braucht man nämlich nur mal schnell im Internet nachschauen. Denke mal, viele Autofahrer fühlen sich im wahrsten Sinne des Wortes „überrollt“ und haben einfach die Schnauze voll davon, bevormundet zu werden. Lieber mehr bezahlen, dafür aber nicht die Spiele des Staates und der Öl-Lobby mitmachen. Jüngst kommt nun noch hinzu, dass man laut der BMW Entwicklungsabteilung, durch den Biosprit einen höheren Ölwechsel-Turnus habe. Die Automobilindustrie dementiert zwar gerade vehement, aber wenn solch eine Nachricht einmal raus ist…!
Aber wer hat denn das nun wirklich beschlossen? Die Mineralölkonzerne schieben die Schuld auf die Automobilhersteller. Sie wollten laut den Mineralherstellern nicht noch sparsamere Autos bauen müssen und fanden die Idee gut, ein bisschen Klimaschutz auch auf die Benzinanbieter auszulagern. Zugleich wird der schwarze Peter aber sofort an die Politik weitergereicht. Sie Unterstützen diese Maßnahme, um wie bereits oben schon gesagt, unabhängiger von den Ölmultis zu sein. Die Politik selber wiederum, reicht die Karte an die Mineralölhersteller zurück. Sie hätten nicht genug Aufklärungsarbeit geleistet und die Autofahrer damit verunsichert.
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Aber wie geht es nun weiter? Vermutlich wird’s am Ende so laufen, das die Mineralölkonzerne wieder das alte "Super" verkaufen. Dafür zahlen sie lieber die mit der Politik vereinbarte Strafabgabe, weil sie ja ihre gesetzliche Pflicht, Biosprit abzusetzen, nicht erfüllen können. Die nun fälligen zwei Cent Strafabgabe pro Liter (bisher) schlagen sie dann einfach auf den Benzinpreis drauf und somit ist für sie die Messe gelesen. Wir zahlen dann halt noch ein bisschen mehr für den Sprit und der Finanzminister darf sich über die unerwarteten Mehreinnahmen freuen. Doch was ist denn nun wirklich politisch Korrekt? Biosprit Ja? Zwar etwas Mehrverbrauch, dafür aber Umweltgerechter? Durch Biosprit, nun wieder stillgelegte Ackerflächen aus dem EU-Programm lösen? Aber wie viel CO2 wird beim „Anbau“ des Brennstoffes schon verbraucht? Ist es ethnisch überhaupt korrekt, während die Welt hungert, (mögliche) Nahrungsmittel zu verheizen? Und, und, und!!! Bei all diesen Fragen ist nicht nur die Politik gefragt, sondern sowohl Mineralölhersteller als auch die Automobilbauer. Sinnvoller wäre es wohl, Autos zu bauen, welche einen so niedrigen Verbrauch haben, dass man auf solche „Schnapsideen“ gar nicht mehr kommen braucht. Aber vielleicht haben die ja alle beim E10 Spiel, zu tief ins Mineralölglas geschaut??? Deswegen gehe ich jetzt lieber Wandern wie ihr an den Bildern sehen könnt, statt spazieren zu fahren. Ist gesünder und hinterher lässt sich auch prima ins Glas schauen. Und Bier ist sowieso Bio, auch mit über 10% – zumindest nach dem Reinheitsgebot!
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Prost!

Dienstag, 1. März 2011

Sag zum Abschied leise Servus

Herr Verteidigungsminister! Wegetreten! Marsch, Marsch!
So ungefähr könnte man nun das (vorläufige) Ende der Blitzkarriere, des Herrn Karl Theodor zu Guttenberg nennen. Das er am Ende sein Verteidigungs-Ministeramt niederlegen würde, war ja seit den letzten Tagen, alles andere als unwahrscheinlich geworden. Vielmehr wäre die Frage letztendlich nur noch: „Wann?“, gewesen. Unsere Frau Bundeskanzlerin zeigte sich über den Rücktritt überrascht. Klar, sie selber hatte ja wieder mal versucht, alles in Ruhe auszusitzen, wie so immer.
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Guttenberg selber bezeichnete diese Entscheidung, als den schwierigsten Schritt seines Lebens. Die Opposition, ist über den, nach ihren Augen längst fälligen Rücktritt, mehr als erfreut. Dumm nur das am Ende, die Gesamtdeutsche Politik darunter zu leiden hat. Weil, wenn der nach wie vor beliebteste Politiker durch solch einen groben Fehler, oder besser gesagt Betrug gehen muss, dann ist dies nur ein weiterer Riss im Werteverfall der Politik! Das Ansehen der Wissenschaft, ist dabei nun gleich mit in Mitleidenschaft gezogen worden. Glaube so ziemlich jeder Doktor hierzulande, hat sich in den letzten Tagen, die ein oder andere hämische Bemerkung über seine Doktorarbeit und den eventuell darin enthaltenen Fußnoten anhören dürfen! Viele vergleichen ihn nun mit Ikarus aus der griechischen Mythologie. Einer der zu schnell zu hoch geflogen ist, der Sonne zu nahe kam und letztendlich abgestürzt ist. Wer nun die Nachfolge des Verteidigungsministers antreten wird, ist noch völlig offen. Die Regierung möchte im Laufe der Woche darüber beraten. Ich hätte da ja nen Vorschlag. Es gibt da eine Person welche wohl innerhalb der nächsten Tage, auch von seinen Aufgaben „befreit“ sein wird, um es mal „freundlich“ auszudrücken. Und militärische Erfahrung hat der auch, ohne Zweifel sogar. Aber ein Verteidigungsminister Namens Muammar al Gaddafi, dass würde die Integration hier in Deutschland ohne Zweifel wohl etwas zu weit treiben. Aber das Ministergehalt kann der bestimmt bald gut gebrauchen. Und seine Fantasie-Uniformen würden der Bundeswehr bestimmt auch gut stehen. Gut, die Gebirgsjäger bekommen als erstes erst mal ihre Esel weggenommen und müssen auf Kamele umrüsten. Und die Marine wird sich auch mit der neuen Waffengattung „Wüstenschiff“ vertraut machen müssen, aber mit ein bisschen guten Willen… Bleibe ich beim Kinotipp auch gleich beim Thema Verteidigung. Denn ich habe mir gestern Abend den aktuellen Film der Coen Brüder angesehen. „True Grid“ zu Deutsch: Echter Schneid“, ist die Neuauflage eines alten John Wayne Westerns. Der Film besticht durch eine gewisse humorvolle Selbstironie, schlägt aber oftmals von einer Sekunde auf die andere, in eine Gewaltorgie über. Hauptdarsteller Jeff Bridges spielt den versoffenen alternten Marshall Rooster Cogburn, genauso wie seine Paraderolle als „Big Lebowski“, absolut Klasse. Ich selber fand den Streifen sehr unterhaltend und gebe im 5 von 5 „herausgerissene Zungenspitzen“! Wer den Film gesehen hat, weiß was ich mit den Zungenspitzen meine, also rein gehen und mitreden. So ein Marshall, das wäre mal ein Verteidigungsminister...
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Ach übrigens. Eine Studie der Universität Hamburg hat ergeben, dass in unserem Land circa 7,5 Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben können. Glaubt mal nicht, dass das alles nur „Kleine Leute“ sind. Nein, das geht sogar hoch bis in die höchsten Kreise. Es soll hierzulande sogar Menschen geben, welche noch nicht mal eine Doktorarbeit selber schreiben können!!!
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…Tschüss

Freitag, 25. Februar 2011

Und kost‘s Benzin auch 3 Mark 10…

…scheißegal, es wird schon gehen… Ich will Spaß. Ich will Spaß, ich will Spaß!!! So sang bereits 1982 ein Sanges-Künstler namens Markus, zu schönsten „Neue Deutsche Welle Zeiten“. 3 Mark 10, nun in Euro circa ´nen Euro und 55 Cent, also: Eins fünfzig!!! Dies hat man damals noch als absoluten Blödsinn abgetan, auch wenn zur selben Zeit eine noch relativ neue Partei, nämlich die Grünen, genau dies schon gefordert hatten. Tja gestern Nacht bin ich noch gegen 23.30 Uhr, an einer geschlossenen Tankstelle vorbei gerauscht (ohne Spaß). Im Halbdunkeln konnte ich nur schemenhaft auf der Anzeigetafel, irgendwie ein „1.56,9€“ erkennen. Dachte noch so: „Ach ist bestimmt Super Plus!“ Dachte ich! Heute Morgen um 6.30 Uhr, fuhr ich an besagter Tankstelle wieder vorbei (Lassen wir mal das Thema Ruhezeiten außer acht). Und siehe da – Piffendeckel!!! War nämlich der Preis für Super und Normal Benzin. Find ich nun auch Super, denn Normal ist das definitiv nicht. Ja aber wir müssen ja nun alle die Krise, welche der Staat Lybien auf dem Ölmarkt ausgelöst hat, nun mit bezahlen. Dumm ist nur, dass Lybien mit circa 77 Millionen Tonnen am Weltölmarkt, gerade mal auf den 18. Platz der wichtigsten Erdölexportierenden Länder liegt. Oder anders ausgedrückt, Lybien macht gerade mal 2% am Ölmarkt aus. Zum Vergleich, die Nummer Eins, ist und bleibt Russland mit circa 495 Millionen Tonnen, also sogar noch vor Saudi Arabien (460 Mill.To)!!! Aber so ist das nun mal, wenn man in einer Welt lebt, welche nicht mehr nach real existierenden Fakten gesteuert wird. Vielmehr zeigt sich erneut die hässlich Fratze der Gewinngier von Spekulanten und Kapitalmonopolisten, um nur mal die wichtigsten zu nennen. Wer aber nun wirklich glaubt, dass nun der Staat lenkend eingreifen würde, was eigentlich seine Pflicht ist, dem sei gesagt: „Tut mir leid, du bist ein kleines Dummerchen!“ Warum auch sollte der Staat nun eingreifen? Er selber verdient ja nun besten daran selber mit. Ich erinnere: Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer, Ökosteuer und letztendlich auch noch Mineralöl-Bevorratungssteuer!!! Außerdem kann er nun somit die immer maroderen Kassenlöcher stopfen. Rasen für die Rente, wurde mal gesagt. Glaubt mal nicht, dass damit auch nur ein Schlagloch mehr gestopft wird! Zumindest kein Loch in der Straße, andere Löcher schon! Aber eins sag ich euch: So lange das so weiter geht, fahre ich nicht mit meinem Auto nach Lybien – Versprochen!!! Aber nun mal Spaß beiseite. Ich finde es langsam wirklich nicht mehr Lustig, was hier in Deutschland abgeht. Der Betrug ist sowas von offensichtlich, wird aber letztendlich von uns allen mitgetragen. Wie heißt es doch immer so schön? „Die Leute müssten mal auf die Straßen gehen! Scheinbar wachen „Die Leute“ aber wirklich erst auf, wenn sie im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße „GEHEN“ müssen, weil fahren von keinem Normalverdiener mehr Bezahlt werden kann. Mit dem Thema e10 möchte ich hier erst gar nicht anfangen, was auch immer mehr Umweltschützer von der Wirksamkeit bezweifeln. Versteht mich nicht falsch; ich bin voll und ganz für Umweltschutz und weiß auch, dass sich das Zeitalter der fossilen Energien langsam aber sicher zu Ende geht. Aber diese Preistreiberei hat nichts, aber auch gar nichts mit Umweltschutz oder gar Verknappung zu tun!!! Ich hoffe nur, ich habe diese Woche unseren Vertrauensleuten etwas Energie mit auf den Weg geben können. Habe nämlich von Montag bis Freitag, einer bunten Truppe unseres Felsens in der Brandung, dem Bindegliedes zwischen Betriebsrat und Belegschaft, wieder mal die Wichtigkeit ihres Aufgaben, aber auch ihrer Verantwortung, sowie die Wichtigkeit des Ehrenamtes, rübergebracht. Besonderer Gruß geht an Professor Prott, für seine Thematik „Ehrenamt“.
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Vielen Dank dafür sowohl an den Herrn Professor, aber auch an alle Teilnehmer. War ne Super Woche, welche echt Freude gemacht hat!!! Bis bald mal wieder…

Montag, 21. Februar 2011

Is was Doc?

Unser Herr Verteidigungsminister wird nach den Plagiatsvorwürfen bezüglich seiner Doktorarbeit, immer mehr zum Selbstverteidigungsminister. Karl Theodor zu Guttenberg weißt aber weiterhin alle Vorwürfe von sich, er sei "gerne bereit zu prüfen, ob bei über 1200 Fußnoten und 475 Seiten vereinzelt Fußnoten nicht oder nicht korrekt gesetzt sein sollten und würde dies bei einer Neuauflage berücksichtigen", erklärte Guttenberg in Berlin. "Und sollte jemand auf die Idee kommen zu behaupten, Mitarbeiter meiner Büros hätten an der wissenschaftlichen Erarbeitung meiner Dissertation mitgewirkt, stelle ich fest: Dies trifft nicht zu. Die Anfertigung dieser Arbeit war meine eigene Leistung." Nun hat er aber vorerst einmal, auf die Nennung seines Doktortitels verzichtet. Bin mal gespannt ob er daraus auch unbeschadet herauskommt, was wohl diesmal nicht ganz so einfach sein wird. Aber wollen wir wetten, dass in der nächsten Zeit noch so einige andere Doktortitel in Frage gestellt werden?
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Aber eitel Sonnenschein herrscht seit gestern Abend bei jemand ganz anderem, und der hat keinen Doktortitel! Gratulation an unserem ehemaligen Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, für seinen grandiosen Wahlsieg bei der Hamburger Bürgerschaftswahl. Die SPD selber sieht sich nun nach der absoluten Mehrheit wieder im Aufbruch, bei der CDU herrscht nach dem größtem Wählereinbruch seit jeher, absolute Katerstimmung und unsere „streng in der Wirklichkeit verankerte“ FDP sieht sich nachdem sie die „5%-Hürde“ geradeso geknackt haben, sogar wieder Rückenwind!!! Ich denke mal, dass dieses Jahr noch die eine oder andere Wahlüberraschung anstehen wird. Die SPD hat zumindest in Hamburg gezeigt, das eine Rückkehr zur alten Stärke möglich ist. Nun gilt es, sich auch Bundesweit auf alte Stärken zu besinnen, nämlich als die Partei der Arbeiterinteressen. Also Glückauf Genossen! Aber Global gesehen ist nicht eitel Sonnenschein. In Nahost brennt es politisch immer mehr. Nachdem die Aufstände in Ägypten zum Regierungsrücktritt, oder besser Flucht gesorgt haben, gehen die Menschen in immer mehr Ländern auf die Straße. Besonders schwer scheint die Lage derzeit in Lybien zu sein, wo nach inoffiziellen Angaben, beim Protest gegen Machthaber Muammar al Gaddafi bereits über 320 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Ich sehe gerade im Fernsehen (19.10 Uhr) das sein Sturz gerade unmittelbar bevorstehen soll. Hoffentlich gehen die Unruhen im Morgenland weitgehend friedlich aus und fordern nicht noch mehr Opfer. Wichtiger ist aber noch vielmehr, dass es auch wirklich zu einem politischem Umschwung kommt und nicht schon die nächsten Diktatoren in den Startlöchern stehen, wie es bereits in den 70’er Jahren im Iran und Irak geschehen ist. Die Unruhen haben nun sogar spürbare Auswirkungen auf die Sportwelt. Denn erstmals in der Geschichte der Formel 1 ist ein WM-Rennen aus politischen Gründen abgesagt worden: Wegen der blutigen Unruhen in Bahrain haben die Organisatoren den für den 13. März im Königreich vorgesehenen Saisonauftakt gestrichen. Das Rennen soll aber möglicherweise nachgeholt werden (fragt sich nur im welchem Jahr! Und werden die Fahrerpunkte dann auch zurückgerechnet?). Bin diese Woche übrigens wieder unterwegs, eine Woche lang, einen Haufen unserer Vertrauensleute zu Schulen. Hat irgendwie auch was mit Unruhe-Bekämpfung zu tun. Nicht das ich hinterher auch noch gestürzt werde ;-)!!!
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Ist sowieso mal interessant, wo diese ganzen Direktoren denn nun so alles hin flüchten werden. Vielleicht an den Gardasee? Dort könnten sie dann ja mit unserem Herrn Zumwinkel gemeinsam Karten kloppen!!! …und Tschüss…

Dienstag, 15. Februar 2011

Von Verbindungen, Bindungen und Bindungsproblemen

Der schlechthin als Top-Trendsetter geltende Computer, IPod, IPad und IPhone Hersteller Apple hat heute eine interessante Überprüfung seiner Komponentenhersteller in Fernost vorgelegt. Über Monate hinweg, hat man seine Geschäftspartner hinsichtlich der Arbeitsbedingungen der zumeist in Süd-Ost Asien beschäftigten Menschen unterzogen. Nun veröffentlichte das Unternehmen seinen Bericht über die Ergebnisse der Untersuchung. Demnach attestiert man insbesondere dem Auftragshersteller Foxconn, der bereits im letzten Jahr wegen einer Reihe von Selbstmorden in der Belegschaft in die Schlagzeilen geraten war, eine Entwicklung zum positiven hin (Naja, schlimmer ging wohl nimmer!). Apple erarbeitete laut eigenen Aussagen, vor Ort mit seinem Team Vorschläge, wie die Arbeitsbedingungen und die psychologische Betreuung von Beschäftigten verbessert werden können. Infolge dessen wurden in den Werken von Foxconn beispielsweise Gesundheits-Zentren eingerichtet, die rund um die Uhr besetzt sind. Wie man laut dem Bericht ausführt, habe der „Apfelkonzern“ im Zuge der Untersuchung die Zusammenarbeit mit drei Zulieferern komplett eingestellt, nachdem diese die Arbeitsbedingungen ihrer Beschäftigten nicht im erwarteten Maße verbesserten. Apple hatte die Überprüfung seiner Zulieferer verschärft, als die dort herrschenden Arbeitsbedingungen breit an die Öffentlichkeit kamen. Die Auftragsfertiger sind in der Regel zwar für viele IT-Unternehmen tätig, allerdings geriet vor allem Apple in die Schusslinie, weil der Konzern mit seinen iPhones und iPads auf einer großen Erfolgswelle reitet. Bei Besuchen vor Ort wurden beispielsweise 91 Minderjährige gefunden, welche in den Fabriken arbeiteten. Zumindest ein Zulieferer wusste, dass bei ihm Jugendliche tätig sind und sah großzügig über diese Tatsache hinweg. Die Zusammenarbeit wurde daher aufgekündigt. Mit verschiedenen anderen Unternehmen wurden den Angaben zufolge bessere Prüfverfahren und Management-Methoden entwickelt, die zukünftig verhindern sollen, dass Minderjährige mit teils gefälschten Papieren eine Anstellung erhalten. Generell sollte man aber nicht mit dem Finger nur auf Apple zeigen. Denn die komplette Mobiltelefonbranche bedient sich gerne der Billigarbeiter aus der Ferne. Über die dortigen Verhältnisse und Arbeitsbedingungen, wird gerne großzügig drüber hinweg geschaut, nicht nur in Asien. Hauptsache der Profit stimmt am Ende. Auch bei den Rohstoffen zur Herstellung von Handys sieht es nicht besser aus. Gerade die für die Handyproduktion wichtigen Mineralstoffe, kommen meist aus afrikanischen Krisengebieten und dienen der Finanzierung von blutigen Bürgerkriegen. Man kann auch etwas zynisch sagen: Unsere Mobile Telefonwelt, welche uns immer das Gefühl der grenzenlosen Freiheit vermitteln soll, fußt auf der Unfreiheit der Entwicklungsländer. Wobei das Wort „Entwicklungsland“ hier ja nun mittlerweile sehr mehrdeutig geworden ist! Aber letzten Sonntag hatten wir hier im Kalirevier übrigens wieder unsere traditionelle Kirchschicht. Das Motto des diesjährigen Gottesdienst war: „Leben und Arbeiten in Afrika und Deutschland!“ Gemeinsam mit vielen Bergleuten und auch Vertretern des afrikanischen Kontinents, stellten wir wieder einen unterhaltsamen Gottesdienst auf die Beine. Anschließend ging es nach der Bergparade in unsere Bürgerhaus zum ebenfalls traditionell gewordenen Tscherperfrühstück. Welches natürlich auch wieder etwas länger als die allgemeine Frühstückszeit ging. Denn wir Bergleut‘ sind ja bekanntlich kreuzbrave Leut‘, welche das Leder vor dem A… tragen und saufen Schnaps! Zumindest steht es ja so im Liedtext vom Steigerlied!!!