Freitag, 23. September 2011
Himmelhoch jauchzend, am Boden betrübt!
Freitag, 8. Oktober 2010
Subjektive Arbeitsplatzsicherung?
Eine erstaunliche Erkenntnis kommt gerade aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Denn entgegen allen Gerüchten und Gefühlen, arbeiten wir im Durchschnitt nicht kürzer bei ein und demselben Arbeitgeber. Sprich wir wechseln trotz allen Unkenrufen, nicht öfters den Job. Von einem Trend zum "Turbo-Arbeitsmarkt" mit häufigen Jobwechseln kann demnach also in Deutschland nicht die Rede sein. Durchschnittlich rund zehn Jahre bleiben Arbeitnehmer in Deutschland beim gleichen Arbeitgeber. Das habe sich trotz Arbeitsmarktreformen und Beschäftigungsunsicherheit in den vergangenen Jahren kaum verändert, berichtet die IAB.
Demnach beträgt die durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit 10,8 Jahre. 1992 lag sie bei 10,3 Jahren. Im Zuge der Arbeitsmarktkrise in den ostdeutschen Bundesländern sei die Beschäftigungsdauer in Deutschland im Jahr 1993 zwar vorübergehend auf knapp unter zehn Jahre gesunken. Seit 2001 liege sie aber wieder darüber. "Ein allgemeiner Abwärtstrend ist nicht erkennbar", sagte der IAB-Arbeitsmarktforscher Thomas Rhein. Auch die sogenannte Arbeitskräfte-Fluktuationsrate, die das Verhältnis der Jobeintritte und -austritte zur Beschäftigtenzahl beschreibt, nehme nicht zu. In den vergangenen zehn Jahren habe in Deutschland aber die subjektiv empfundene Sicherheit eines Arbeitsplatzes stark abgenommen. "Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die Beschäftigten durch die Arbeitsmarktreformen verunsichert wurden", erklärt Thomas Rhein. Dazu beigetragen haben könnte auch der starke Anstieg befristeter Stellen: So hat sich der Anteil der befristet Beschäftigten seit 1992 mehr als verdoppelt, er liegt heute bei knapp zehn Prozent.
In Großbritannien und Dänemark, die einen stark deregulierten Arbeitsmarkt haben, liegt sie übrigens mit 8,2 und 7,3 Jahren aber deutlich niedriger als in Deutschland. In Frankreich und Italien liege die Dauer mit 11,5 und 11,2 Jahren aber dagegen etwas höher.
Und ich habe mich auch mal nach nen neuen Job umgesehen, denn ich bin diese Woche einer Einladung unseres Bundestagsmitglied Michael Roth (SPD) nach Berlin gefolgt. In 3 Tagen gab es eine Marathon durch den Bundestag, Bundesrat, Ministerium für Äußeres, Willy Brandt Stiftung, Jüdisches Museum, und, und, und. Sehr informativ und interessant, ich kann jedem von euch nur empfehlen, sich mal an sein Bundestagsmitglied zu wenden um ebenfalls in diesen politischen Informationsgenuss zu kommen. Michael – Vielen Dank dafür!
Bis bald mal wieder – „J“, ich messe dich an deinen Taten!!!
Sonntag, 17. Mai 2009
Das ist die (dicke) Berliner Luft!
Samstagmorgen kam aber erst mal was noch wichtigeres auf uns zu. Der DGB hat zusammen mit den anderen Europäischen Gewerkschaften zur Demo unter dem Motto: „Die Krise bekämpfen. Sozialpakt für Europa" aufgerufen. Also haben auch wir von unserer Ortsgruppe Heringen, eine Busladung Demonstranten nach Berlin geliefert. Und icke wa och dabei!!! Somit haben auch wir unsren Beitrag zu den 100.000 Menschen geliefert, welche bereit waren für ihre Rechte zu kämpfen. Vom Breitscheidplatz aus, ging es dann über die Strasse des 17. Juni, zur „Goldelse“ wie die Siegessäule von den Berlinern liebevoll genannt wird. Dort kamen dann neben den vielen Rednern aus inländischen Gewerkschaftskreisen, auch Kollegen aus allen Himmelsrichtungen von Europa zu Wort. Sehr scharf waren die Worte vom DGB-Vorsitzenden Sommer:
„Die Verursacher müssen Zahlen! Eine Umkehr ist überfällig!“ forderte Sommer in seiner Rede unter Hinweis darauf, dass die Eliten in Politik und Wirtschaft angesichts der Krise versagt hätten. Es müsse dafür gesorgt werden, dass sich eine solche Krise niemals wiederholen könne, betonte Sommer. „Wenn nicht energisch gehandelt wird gegen Krise und Krisenverursacher, dann wird das Folgen haben für Demokratie und sozialen Frieden.“ so der große DGB-Häuptling. Dazu gehöre auch, dass die Opfer der Krise nicht noch die Kosten der Krise tragen dürften. Zugleich setzte er sich für ein sozialeres Europa und gegen ein Europa des Kapitals ein. So müsse eine rechtlich verbindliche soziale Fortschrittsklausel den sozialen Rechten Vorrang vor den ökonomischen Freiheiten des Binnenmarktes einräumen. Dazu gehöre unter anderem gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort. „Wir brauchen eine europäische Kommission, die den kleinen Leuten in Europa verpflichtet ist und nicht dem großen Geld!“ Klasse fand ich auch die Aussage des „Voodoo Kapitalismus“, das kannte ich auch noch nicht!
Eine positive Sache hatte aber die Demo speziell für mich. Ich habe zwar sehr wenig bekannte Gesichter gesehen, was ja bei dem Menschenauflauf kein Beinbruch ist, aber dafür habe ich mich mit jemanden auf der Demo verabredet, den ich bis vor kurzen nämlich überhaupt nicht kannte. Gemeint ist mein Namensvetter Thorsten Zierdt, Gewerkschaftssekretär der NGG-Bremen (Leute, der betreut unter anderem die Becks-Brauerei!!!) Thorsten hat mich sehr gefreut Dich zu treffen, so wie es aussieht, hast Du genau wie ich „den Schalk im Nacken“! Wir werden uns wohl noch öfters mal treffen, versprochen. Aber für allen anderen von Euch, keine Panik, das Übernahmeangebot der NGG ist auf taube Ohren gestoßen, ich bleibe der IG-BCE treu!!! Auf dem oberen Foto ist der Beweiß des „Zierdt-Sippentreffen“ von Thorsten und Thomas Z.!
Gegen 22.15 Uhr, oder wie wir hier sagen „Viertel Elf“, war ich dann daheim um noch das Debakel beim Eurovision Song Contest zu erleben. Ja auch dieses Jahr, musste sich Deutschland solchen Schlager-Supermächten wie Aserbaidschan, Armenien, Dänemark und vielen anderen geschlagen geben. Und das trotz Stripperinnen Ikone Dita von Teese. Ralph Siegel ist noch in der Nacht gen Israel aufgebrochen, um die nächsten 2 Wochen an der Klage-Mauer zu verbringen!!!
Heute war dann mal „No Gewerkschaft“ angesagt. Nach einer ausführlichen Frühmorgens Radtour, waren wir dann mal in Rotenburg an der Fulda zum Frühlingsmarkt, einfach mal bummeln. Ist schon ganz ungewohnt, sich mit Leuten über Sachen zu unterhalten, die nichts mit Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft zu tun haben. Das ich dass überhaupt noch kann?!
Zum letzten Kommentar wegen den geilen Bildern noch was. Ich versuche immer ne Digi-Cam oder nen Fotohandy dabei zu haben, reicht das nicht schau ich bei www.flikr.com rein, dort gibt es massig Fotos, wo die Macher auf jegliche Copyrights verzichten. Wer suchet, der findet! Beziehungsweise: Fand ein Huhn ein Korn und wurde Blind!!!
Bis denn und rettet die Erde, der einzige Planet auf dem es Bier gibt!!!!
Ach eins noch: „Germay, zero points!!!“


