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Freitag, 23. September 2011

Himmelhoch jauchzend, am Boden betrübt!




 Die Tage gingen wieder einmal schneller vorbei, wie gedacht. Erst recht meine Urlaubstage, welche ich im schönen Allgäu verbringen durfte. Von 30 Grad Plus, bis zum ersten Schnee des Jahres war wieder einmal alles vertreten. Aber Urlaub ist Urlaub, egal bei welchem Wetter, oder?

Ach ja, zwischenzeitlich war ja die sogenannte „Berlinwahl“. Oder auch Götterdämmerung der Parteien. Die SPD ging mit respektablen 28,3%, als Gewinner aus der Wahl und konnte somit ihren Hamburg-Erfolg fortsetzen. Die andere große Volkspartei mit dem „C“ im Namen, kam immerhin auch noch auf 23,4%. Die Grünen haben mit 17,6% sicherlich weit weniger Stimmen geholt, wie selber erhofft. Und auch die (Ultra) Linken mussten sich mit 11,7% deutlich geschlagen geben. Ja, so langsam merkt auch der Wähler, das man nur mit „DAGEGEN – aber auch keine richtige Lösung“, doch auf Dauer nicht weit kommt. Einen absoluten Überraschungserfolg legten dagegen die Piraten hin. Man hatte zwar gehofft, über die 5 Prozenthürde zu kommen, dies aber mit knapp 9% deutlich getoppt. Und genau da liegt nun auch der Knackpunkt für die Grünen, aber auch zum Teil für die Linken. 

Denn die Piraten schnappen eben diesen beiden Parteien, die Stammwähler die sogenannte junge unabhängige Generation „I“ weg. Vor allem ist es den Freibeutern gelungen, auch den einen oder anderen Nichtwähler wieder an die Urne zu bewegen. Denke mal diese Partei wird in Zukunft noch für manche Überraschung sorgen. Aber das heißt nun im Umkehrschluss auch, gewählt werden ist eines – nun muss aber auch Verantwortung mitgetragen werden. Also: Auf den Hosenboden setzen und Hausaufgaben machen – Viel Glück!

Aber es gab ja noch eine kleine Überraschung bei der Stimmabgabe. Da war ja noch so kleine Randgruppe. Wie hieß sie noch mal?  Ach ja: Die FDP. Die sind sogar ganz nahe an ihr früheres Ziel von 18% gekommen. Dumm nur, dass da jetzt ein Komma dazwischen sitzt. Hätten sie ein Prozent mehr bekommen, dann wüsste ich auch was FDP heißt – nämlich „F“ast „D“rei „P“rozent!!! Ja liebe Liberale, auch der unpolitischste Wähler lässt sich nur eine kurze Zeit hinters Licht führen. Jetzt noch weiter mit zu regieren, ist fast schon politische Insolvenzverschleppung!!!

 
Doch noch ein Thema bewegt die Tage die Gemüter: Der Papst ist da! Unsere hochwohldurchlauchtigste himself – Ratz-Fatz der Unbelehrbare. Und Leute es ist kein Witz was ich nun hier schreibe: 

Ich habe heute Mittag in einer Stadt hier in der Nähe in einem Cafe gesessen, während meine Frau beim Shoppen die Kreditkarte glühen ließ. Am Nebentisch saß eine Frau mit ihrem circa 6 Jahre alten Sohn. Im Hintergrund des Cafe’s, lief auf einem Großbildschirm ein Nachrichtenkanal. Als plötzlich ein Bericht über den Papstbesuch kam, sagte der Junge zu seiner Mutter: „Schau mal auf dem Fernseher! Star Wars kommt, der da mit der komischen weißen Mütze ist der böse Imperator!“

Leute, ich schwöre das ist kein Witz, sondern wirklich geschehen. Tja, Kindermund tut Wahrheit kund!
Aber wir bleiben gleich bei Star Wars. Denn seit letzter Woche Freitag ist nun das SF-Märchen nun endlich auch auf Blue-Ray erhältlich. Neben den 6 Hauptfilmen, befinden sich noch 3 Disks mit Zusatzmaterial in einer schicken Box und bescheren uns über 40 Stunden (!!!) Bonusmaterial. Endlich hat man nun alle geschnittenen Szenen aus dem Lukas-Film Archiv herausgekramt. Ein Fest für alle Fans der Saga. Da auch ich ein Fan der Alten Trilogie bin, kann ich der Box nur die Höchstwertung 5 von 5 Sternenkrieger geben. Über die neue Trilogie, soll sich jeder sein eigenes Urteil fällen.

Und ich verabscheue mich nun!

Freitag, 8. Oktober 2010

Subjektive Arbeitsplatzsicherung?

Eine erstaunliche Erkenntnis kommt gerade aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Denn entgegen allen Gerüchten und Gefühlen, arbeiten wir im Durchschnitt nicht kürzer bei ein und demselben Arbeitgeber. Sprich wir wechseln trotz allen Unkenrufen, nicht öfters den Job. Von einem Trend zum "Turbo-Arbeitsmarkt" mit häufigen Jobwechseln kann demnach also in Deutschland nicht die Rede sein. Durchschnittlich rund zehn Jahre bleiben Arbeitnehmer in Deutschland beim gleichen Arbeitgeber. Das habe sich trotz Arbeitsmarktreformen und Beschäftigungsunsicherheit in den vergangenen Jahren kaum verändert, berichtet die IAB. Demnach beträgt die durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit 10,8 Jahre. 1992 lag sie bei 10,3 Jahren. Im Zuge der Arbeitsmarktkrise in den ostdeutschen Bundesländern sei die Beschäftigungsdauer in Deutschland im Jahr 1993 zwar vorübergehend auf knapp unter zehn Jahre gesunken. Seit 2001 liege sie aber wieder darüber. "Ein allgemeiner Abwärtstrend ist nicht erkennbar", sagte der IAB-Arbeitsmarktforscher Thomas Rhein. Auch die sogenannte Arbeitskräfte-Fluktuationsrate, die das Verhältnis der Jobeintritte und -austritte zur Beschäftigtenzahl beschreibt, nehme nicht zu. In den vergangenen zehn Jahren habe in Deutschland aber die subjektiv empfundene Sicherheit eines Arbeitsplatzes stark abgenommen. "Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die Beschäftigten durch die Arbeitsmarktreformen verunsichert wurden", erklärt Thomas Rhein. Dazu beigetragen haben könnte auch der starke Anstieg befristeter Stellen: So hat sich der Anteil der befristet Beschäftigten seit 1992 mehr als verdoppelt, er liegt heute bei knapp zehn Prozent. In Großbritannien und Dänemark, die einen stark deregulierten Arbeitsmarkt haben, liegt sie übrigens mit 8,2 und 7,3 Jahren aber deutlich niedriger als in Deutschland. In Frankreich und Italien liege die Dauer mit 11,5 und 11,2 Jahren aber dagegen etwas höher. Und ich habe mich auch mal nach nen neuen Job umgesehen, denn ich bin diese Woche einer Einladung unseres Bundestagsmitglied Michael Roth (SPD) nach Berlin gefolgt. In 3 Tagen gab es eine Marathon durch den Bundestag, Bundesrat, Ministerium für Äußeres, Willy Brandt Stiftung, Jüdisches Museum, und, und, und. Sehr informativ und interessant, ich kann jedem von euch nur empfehlen, sich mal an sein Bundestagsmitglied zu wenden um ebenfalls in diesen politischen Informationsgenuss zu kommen. Michael – Vielen Dank dafür! Bis bald mal wieder – „J“, ich messe dich an deinen Taten!!!

Sonntag, 17. Mai 2009

Das ist die (dicke) Berliner Luft!

Ein Wochenende mal wieder voll und ganz unter dem Stern der IG-BCE. Wer braucht schon Familie, wenn er die Gewerkschaft hat? Freitagmorgen ging es erst mal nach Kassel zur Bezirksvorstandsitzung. Da wir diese, immer mal in den Betrieben der Vorstandsmitglieder abhalten, um zu sehen wo und was sie so Arbeiten, fand die BZV dieses mal in den geheiligten Hallen unsere K+S Unternehmensleitung statt. Halt das heißt ja nicht mehr „UL“, sondern Holding! Neben den einleitenden Worten des Personalchefs Herrn Kirchhoff und des BR-Vorsitzenden Herrn Krisch (Richtig, das ist unser Klubber-Kollege Rainer!), ging es dann ans eingemachte.
Eines der Hauptschwerpunkte, werden für uns dieses Jahr die Bundestagswahlen sein, mal abgesehen von den Europawahlen und unzähligen Kommunalwahlen. Wir werden uns in den nächsten Wochen ausführlich mal die Kandidaten der Parteien genauer unter die Lupe nehmen und soweit sie zur Zusammenarbeit bereit sind, über die einzelnen Positionen, welche uns unter den Nägeln brennen, zu befragen. Grund ist sie schon vor der Wahl auf unsere Handlungsfelder hinzuweisen und eine ganz klare Kernaussage zu Themen wie zum Beispiel Altersteilzeit zu bekommen. Da kommt noch richtig Arbeit auf uns zu! Aber zur Rolle der FDP werde ich demnächst noch hier was sagen, diese Neoliberalen…

Samstagmorgen kam aber erst mal was noch wichtigeres auf uns zu. Der DGB hat zusammen mit den anderen Europäischen Gewerkschaften zur Demo unter dem Motto: „Die Krise bekämpfen. Sozialpakt für Europa" aufgerufen. Also haben auch wir von unserer Ortsgruppe Heringen, eine Busladung Demonstranten nach Berlin geliefert. Und icke wa och dabei!!! Somit haben auch wir unsren Beitrag zu den 100.000 Menschen geliefert, welche bereit waren für ihre Rechte zu kämpfen. Vom Breitscheidplatz aus, ging es dann über die Strasse des 17. Juni, zur „Goldelse“ wie die Siegessäule von den Berlinern liebevoll genannt wird. Dort kamen dann neben den vielen Rednern aus inländischen Gewerkschaftskreisen, auch Kollegen aus allen Himmelsrichtungen von Europa zu Wort. Sehr scharf waren die Worte vom DGB-Vorsitzenden Sommer:

„Die Verursacher müssen Zahlen! Eine Umkehr ist überfällig!“ forderte Sommer in seiner Rede unter Hinweis darauf, dass die Eliten in Politik und Wirtschaft angesichts der Krise versagt hätten. Es müsse dafür gesorgt werden, dass sich eine solche Krise niemals wiederholen könne, betonte Sommer. „Wenn nicht energisch gehandelt wird gegen Krise und Krisenverursacher, dann wird das Folgen haben für Demokratie und sozialen Frieden.“ so der große DGB-Häuptling. Dazu gehöre auch, dass die Opfer der Krise nicht noch die Kosten der Krise tragen dürften. Zugleich setzte er sich für ein sozialeres Europa und gegen ein Europa des Kapitals ein. So müsse eine rechtlich verbindliche soziale Fortschrittsklausel den sozialen Rechten Vorrang vor den ökonomischen Freiheiten des Binnenmarktes einräumen. Dazu gehöre unter anderem gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort. „Wir brauchen eine europäische Kommission, die den kleinen Leuten in Europa verpflichtet ist und nicht dem großen Geld!“ Klasse fand ich auch die Aussage des „Voodoo Kapitalismus“, das kannte ich auch noch nicht!

Eine positive Sache hatte aber die Demo speziell für mich. Ich habe zwar sehr wenig bekannte Gesichter gesehen, was ja bei dem Menschenauflauf kein Beinbruch ist, aber dafür habe ich mich mit jemanden auf der Demo verabredet, den ich bis vor kurzen nämlich überhaupt nicht kannte. Gemeint ist mein Namensvetter Thorsten Zierdt, Gewerkschaftssekretär der NGG-Bremen (Leute, der betreut unter anderem die Becks-Brauerei!!!) Thorsten hat mich sehr gefreut Dich zu treffen, so wie es aussieht, hast Du genau wie ich „den Schalk im Nacken“! Wir werden uns wohl noch öfters mal treffen, versprochen. Aber für allen anderen von Euch, keine Panik, das Übernahmeangebot der NGG ist auf taube Ohren gestoßen, ich bleibe der IG-BCE treu!!! Auf dem oberen Foto ist der Beweiß des „Zierdt-Sippentreffen“ von Thorsten und Thomas Z.!

Gegen 22.15 Uhr, oder wie wir hier sagen „Viertel Elf“, war ich dann daheim um noch das Debakel beim Eurovision Song Contest zu erleben. Ja auch dieses Jahr, musste sich Deutschland solchen Schlager-Supermächten wie Aserbaidschan, Armenien, Dänemark und vielen anderen geschlagen geben. Und das trotz Stripperinnen Ikone Dita von Teese. Ralph Siegel ist noch in der Nacht gen Israel aufgebrochen, um die nächsten 2 Wochen an der Klage-Mauer zu verbringen!!!

Heute war dann mal „No Gewerkschaft“ angesagt. Nach einer ausführlichen Frühmorgens Radtour, waren wir dann mal in Rotenburg an der Fulda zum Frühlingsmarkt, einfach mal bummeln. Ist schon ganz ungewohnt, sich mit Leuten über Sachen zu unterhalten, die nichts mit Politik, Wirtschaft und Gewerkschaft zu tun haben. Das ich dass überhaupt noch kann?!

Zum letzten Kommentar wegen den geilen Bildern noch was. Ich versuche immer ne Digi-Cam oder nen Fotohandy dabei zu haben, reicht das nicht schau ich bei www.flikr.com rein, dort gibt es massig Fotos, wo die Macher auf jegliche Copyrights verzichten. Wer suchet, der findet! Beziehungsweise: Fand ein Huhn ein Korn und wurde Blind!!!

Bis denn und rettet die Erde, der einzige Planet auf dem es Bier gibt!!!!

Ach eins noch: „Germay, zero points!!!“