Sonntag, 5. September 2010

Do sann ma wieder!

(Blick vom Watzmann über die Alpen)
2 Wochen Urlaub sind rum, natürlich wieder mal viel zu schnell, aber nun ist auch die Zeit der Schreibpause zu Ende. Aber worüber soll man denn nun Schreiben? Über den geplanten Ausstieg vom Atomausstieg? Ne, nicht wirklich! Über die Aussagen des Provokateurs par excellence Thilo Sarrazin? Ne, auch nicht, da werde ich im Laufe der Woche noch meinen (süßen) Senf dazu geben!
(Blaueisgletscher)
(Blaubeerkuchen)
Also schreibe ich einfach mal über das, was mir im Urlaub so eingefallen, oder besser gesagt aufgefallen ist. Zunächst einmal fand ich es schon mal bemerkenswert, das an der kleinen Tankstelle neben meinem Quartier, die ganzen 2 Wochen ein und derselbe Benzinpreis gestanden hat, bei uns wechselt der am Tag schon mal so 5 bis 6 Mal um bis zu 5 Cent. 1,39€ für den Liter Super und 1,38€ der Liter Normalbenzin (!!!), hier gibt es wirklich noch einen preislichen Unterschied zwischen Normal und Super, während es bei uns oftmals schon gar kein Normalbenzin mehr gibt. Man beachte auf dem Foto der Tankstelle, den roten 911’er aus den 60’er Jahren, wahrlich im Topzustand der Nobelhobel. 10 Kilometer weiter auf der Österreichischen Seite kostete der Liter Super übrigens nur 1,17€. Und ich denke dass weiter im Landesinneren der Preis noch um ein paar Cent weiter runter geht. Die Straßen in der Alpenrepublik waren übrigens auch nicht im schlechteren Zustand wie unsere, also scheint man dort mit der Mineralölsteuer besser zurecht zukommen, wie bei uns von Ökosteuer und anderen Unfug ganz zu schweigen, oder?!
(Murmeltier)
(Faultier)
Noch geiler fand ich allerdings die Toilettenpreise auf unseren Autobahnen. So hatte ja Anfangs der Betreiber Sanifair den Preis von 50 Cent mit der Möglichkeit des Bonustickets, welches man ja gleich an der Raststätte wieder einlösen kann, gerechtfertigt. Nun ist der Preis aber mal so ganz nebenbei auf 70 Cent gestiegen, zurück bekommt man aber weiterhin lediglich ein Bonustickte von 50 Cent (!!!). Das ist mal so ganz nebenbei eine Preiserhöhung von 40%, und wer glaubt das er für die 50 Cent tatsächlich etwas gratis bekommt, der soll sich mal die Preise für Essen und Trinken an der Autobahn mal ganz genau anschauen. 2,40€ für einen lauwarmen Pappbecher Koffein-Blöre ist schon mal recht heftig, von knapp 5€ für ein Fischbrötchen ganz zu schweigen. Frage mich ernsthaft für was das „Fair“ in Sanifair eigentlich steht? Vielleicht die Abkürzung für „Faule Abzocke im Rasthaus“???
(Blick über den Königssee)
Aber nicht nur Motzen, der Urlaub selber im Berchtesgaden ‘er Land war super. Neben meiner Watzmannbesteigung auf 2700 Meter Höhe und anderen Höhentouren über die Alpen kann ich jeden von euch einen Besuch der Dokumentation „Obersalzberg“ empfehlen. Dort hat sich das Institut für Zeitgeschichte München – Berlin sehr anschaulich mit der dort verwurzelten unrühmlichen Geschichte des Nationalsozialismus auseinander gesetzt. Schaut doch selber mal nach unter: www.obersalsberg.de Ich kann jeden der sich einmal im Bereich von Berchtesgaden aufhält, nur empfehlen dort mal hinzugehen.
Ach ja, ein bisschen gelesen habe ich in Urlaub ja auch. „Credo – das letzte Experiment“ von Douglas Preston. Handlung: US-Wissenschaftler experimentieren mit einen riesigen Teilchenbeschleuniger auf der Suche nach „Schwarzen Löchern“ (CERN nick hör dir trapsen) und kommunizieren plötzlich mit Gott dabei. Zugleich rufen ein paar übereifrige religiöse Fanatiker zum Sturm auf den Beschleuniger auf. Recht unterhaltsam geschrieben, aber leider auch etwas sehr fantastisch. Ich gebe dem Buch 3 von 5 schwarze Löcher, denn die hat die Handlung nämlich auch mal hin und wieder!!! So long – so good, see you!

Montag, 30. August 2010

Hilfe es ist ein Eisbeeeeeeeeeeeeeerg....

In der letzten Woche durfte ich auf Seminar nach Hamburg fahren und mich dort darüber im klaren werden was wir alles mit Neuen Technologien speichern können, speichern dürfen und wie wir verhindern das wir der allzeit überwachte, geortete und verkabelte Mitarbeiter werden, schwierig, schwierig. In diesem Zuge konnte man den im obrigen Bild gezeigten Kahn bewundern. Irgendwie sieht dat gar nicht so groß aus aber die Daten der Queen Marry II sprechen doch dann für sich. Sie ist mit 345 m das 2. längste Passagierschiff. In 1.310 Kabinen haben bis zu 2.620 Passagieren Platz. Die Besatzung umfasst 1.253 Personen. Bei so nem riesen Teil fragt man sich doch immer wieder wie diese Dinger schwimmen können…
Der DGB Chef Michael Sommer macht auf die unsoziale Fahrtrichtung der Bundesregierung aufmerksam "Für uns ist dieses Land in der Schieflage: Klamme Kommunen, die Rente mit 67, Leiharbeit, Lohnsubvention durch Hartz IV oder auch die unsoziale Kopfpauschale machen deutlich, dass es nicht mehr gerecht zugeht." Sommer kündigte an, den "Unmut über diese falsche Politik mit allen legalen Mitteln der Einflussnahme hörbar zum Ausdruck" zu bringen. Dafür soll es diverse Veraanstaltungen und Demos in den Deutschen Großstädten geben um auf die unsozialen Wege der Bundesregierung aufmeksam zu machen und zu zeigen das dies mit uns nicht zu machen ist.
Nachdem Frank Walter Steinmeier seiner Frau eine Niere gespendet hat werden Stimmen in der Politik laut Organspende mit einer Widerspruchsregelung zu reformieren. Bei einer Widerspruchsregelung könnten Hirntoten Organe entnommen werden, sofern sie dem zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen haben. In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan denen mit dieser Neuregelung geholfen werden könnte. Was denkt Ihr darüber. Ich habe auch einen Spenderausweiß wobei ich zu Anfang immer überlegt hab ob man mich „einfach für Hirntot“ erklären könnte um an meine Organe zu kommen. Würdet ihr diese negative abfrage befürworten? Oder meint ihr dass man sich aktiv für einen solchen Schritt entscheiden sollte?
Mein Kulturtipp ist heute Kultur pur: Ich werde die Tage in "The Expendables" gehen und freu mich schon auf die Aktion Helden meiner Jugend. Inszeniert im brachialen Stil dieser Zeit bringt die Söldner-Saga mit Stallone, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Mickey Rourke sowie Schwarzenegger und Willis in Gastrollen fast die komplette Riege der Action-Veteranen gemeinsam vor die Kamera. Es soll eine explosive Mischung sein, die auch dank des Mitwirkens der aktuellen Genre-Größen Jason Statham und Jet Li zu den großen Action-Highlights des Jahres gehören dürfte. Darum geht es: Die Expendables werden beauftragt, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen und dessen skrupellosen Diktator zu stürzen. Mitten in der Mission stellt sich jedoch heraus, dass der Auftraggeber ein doppeltes Spiel mit ihnen treibt. Doch die Männer sind widerstandsfähiger als gedacht…Herrlich ;-)
Die Weißheit zum Schluss „Alkohol löst keine Probleme, aber das tut Milch auch nicht. :-P
Read You!

Freitag, 20. August 2010

Zuviel Sonne im Urlaub?

Der Kalauer der Woche, wenn nicht sogar des Jahres geht heute an Ursula Fredrichs, Vorsitzende des Unternehmerverbandes mittelständischer Wirtschaft (UMW) und Bundesverbandspräsident Mario Ohoven. Grund dafür ist die Schnappsidee, dass 6 Wochen Urlaub zu viel seien, "vier Wochen reichen völlig aus". Schließlich liege Deutschland bei den Urlaubstagen weltweit an der Spitze. Wenn die Beschäftigten nicht so oft frei machen, könnten sie den Aufschwung besser unterstützen. Ihr gemeinsamer Vorschlag: Der Urlaub sollte jetzt auf fünf Wochen beschränkt und die restlichen Ansprüche auf ein Arbeitszeitkonto fließen. In schlechten Zeiten könne dann ja weniger gearbeitet werden!!! So ganz nebenbei hatte Ohoven übrigens auch schon im Krisenjahr 2009 gefordert, Arbeitnehmer sollten einen freien Tag opfern um die Unternehmen zu entlasten!So ganz nebenbei bemerkt sind wir trotz des Überholens von China aber immer noch Exportweltmeister Nummer 2 und so ganz nebenbei Europas Wirtschaftsmotor Nummer 1, trotz Krise! Also so ganz schädlich scheint der Erholungsurlaub ja nicht zu sein, oder? Denn nur wer Zeit hat sich Auszuruhen, hat hinterher auch die Stärke wieder kraftvoll zuzupacken! Denke mal hier hat jemand in seinen eigen Urlaub ein klein wenig (oder sogar sehr viel) Sonnenstich abbekommen.
Und wie es immer so schön passt, war ich gestern und heute wieder einmal in unserer „Festung der Weisheit“ sprich der IG-BCE Hauptverwaltung in Hannover. Grund hierfür war unsere Tagung zum Thema Demografie. 2 Tage lang haben wir uns mit der Überalterung der Arbeitnehmer befasst. Eines war von Anfang an aber klar: Das Problem ist nicht erst jetzt endstanden, sondern die Industrie hat diesbezüglich bereits schon seit 20 Jahren im Dornröschenschlaf gelegen! Schaut doch einmal selber nach unter: www.igbce.de Ja gleich noch ein Lesetipp welcher auch klasse zum Thema passt: „Green Age: Die Geschichte des Asher Witherow“ von M. Allen Guningham. Das Buch schildert sehr anschaulich die Jugend des Asher W., welcher in der Mitte des 19. Jahrhunderts in einer kleinen Amerikanischen Kohlestadt aufwächst um dort im Alter von 7 Jahren zuerst im Brecherhaus und mit bereits 8 Jahren dann Untertägig zu arbeiten beginnt. Ein interessantes Buch über den Bergbau zur damaligen Zeit und den Blick auf das Wirken der Menschen damals, welche auf Gedeih und Verderb hilflos dem Mechanismen der Arbeit unterworfen waren. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Kohlestücken, weil ich mir sogar noch etwas mehr Umfang gewünscht hätte. Und da gab es noch keine Urlaubsregelungen Frau Fredrichs und Herr Ohoven!!! Aber ich pass mich dem Thema Urlaub jetzt erstmal an und mache auch mal 2 Wochen Pause. Im September geht’s für mich wieder hier im Blog weiter. Also Tschenny: Du kannst dich hier nun Austoben, ich gebe dir eine schreiberische Urlaubssperre!!! ;-) ;-) ;-)

Montag, 16. August 2010

Es lebe die Steuer....

Konjunktur rauf, Steuern runter? Der unerwartet kräftige Konjunkturaufschwung hat auch dem Thema Steuersenkungen einen Aufschwung beschert. Erneut wurden Rufe nach Entlastungen für die Bürger laut. Die Debatte war seit Mai eigentlich beendet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach der Wahl im Mai Steuersenkungen bis 2013 ausgeschlossen. Es war wieder die FDP, die sich zum Vorreiter der neuen Steuerdebatte machte: Noch in dieser Legislaturperiode sollten die Steuerzahler eine "Konjunkturdividende" erhalten, sagte der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler dem "Tagesspiegel". Er schlug dafür eine Abschaffung des Solidaritätszuschlages vor. Auch FDP-Chef Guido Westerwelle belebte die Diskussion: "Diese Regierung hat die Entlastung der Mittelschicht im Interesse von Wachstum, Arbeitsplätzen und mehr Leistungsgerechtigkeit unverändert fest im Blick.
Vorsichtige Unterstützung erhielt die FDP aus Bayern. Der CSU-Wirtschaftspolitiker und Unionsobmann im Finanzausschuss, Hans Michelbach, mahnte, das Ziel von Steuerentlastungen nicht aus dem Auge zu verlieren. Leistungsträger müssten durch Senkung der Steuerlast einen angemessenen Anteil am Aufschwung bekommen. Der CDU-Finanzpolitiker Christian von Stetten forderte, "die überfälligen Steuervereinfachungen durchzusetzen, weil nun endlich das Geld dafür da ist". CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte dagegen in der "Welt", dass ein Festhalten am Sparkurs zwingend geboten sei. "Dies schulden wir unseren Kindern und Enkeln". Auch FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke gab sich zugeknöpft. "Wer glaubt, wir hätten jetzt mehr Geld, das wir ausgeben können, der irrt sich. Wir haben höchstens weniger neue Schulden." Scharfe Kritik kam auch von der SPD. Die Rufe nach Steuersenkungen seien verantwortungslos. Der stellvertretende Fraktionschef Joachim Poß verwies auf die "Schuldenbremse", wonach konjunkturelle Steuermehreinnahmen nicht den Konsolidierungsbedarf verringerten. Zum anderen sei völlig ungewiss, ob die Regierung ihr Sparpaket im Bundestag durchsetzen könne. Als Konsequenz aus den guten Konjunkturdaten forderten SPD-Politiker Korrekturen am Sparpaket. Die Regierung solle die günstige Konjunktur zu Änderungen an ihrem Sparpaket und einer sozialeren Ausrichtung ihrer Politik nutzen. Höhere Steuern für Reiche - mit dieser Forderung ist die SPD nicht allein. Auch vom Arbeitnehmerflügel der CDU kamen Forderungen, Gutverdiener stärker zu belasten. Hebt man den Steuersatzes für Reiche von 45 Prozent "um ein oder zwei Prozent".Kann das dem Staat 400 Millionen Euro zusätzlich bringen. Auslöser der neuen Steuerdebatte waren die jüngsten Daten zur Konjunkturentwicklung. Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes legte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal mit 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Quartal so stark zu wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Nach übereinstimmenden Medienberichten erwarten die Konjunkturexperten von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle nun mindestens drei Prozent Wachstum. Bislang geht die Bundesregierung offiziell von einem Wachstum von 1,4 Prozent für 2010 aus. Naja egal wie hoch jetzt der Konjunkturwachstum wirklich ist, was wäre denn Euer Verwendungswunsch für das MEHR im Staatssäckel? Steuersenkung? naja der Solidaritätszuschlag is ja wirklich schon lange überfällig, Schulden abbauen? ok unsere Kinder und Enkel werden uns danken oder vielleicht doch in die Bildung der nächsten Generation stecken… Ich bin ja dafür das wir unser Bildungswesen verbessern sollten und jedem Kind, egal welche finanziellen Vorraussetzungen die Eltern haben, die gleichen Chancen eröffnen. Das heißt für mich u. a. kostenfreie Bildung von der KiTa bis zur Hochschule.
Kulturtip: Habe nach bestimmt 20 Jahren an dem, wetterlich, besch… Wochenende die „Unendliche Geschichte“ von Michael Ende in die Hand genommen und fast komplett gelesen. Nachdem ich mich an die Grüne und Rote Schrift gewöhnt hatte habe ich mich wieder erinnert wie Fesselnd und Phantastisch ich in meiner Jugend (Hüstel) ich dieses Buch fand. Also an alle die noch ihre Phantasie bewahrt haben oder diese wieder finden wollen sollten dieses Buch (noch) mal lesen. Ich vergebe 5 von 5 Rennschnecken… Bis denne Read you Tschenny

Mittwoch, 11. August 2010

Was das Essen gegen den Hunger…

…ist das Lesen gegen die Dummheit! Heute beschäftigen wir uns mal nur mit Büchern, da ich heute kein Thema gefunden habe, welches wirklich interessant wäre, beziehungsweise ich noch nicht schon tausendmal drüber geschrieben habe. Passt nämlich auch sehr gut, da ich in den letzten Wochen etliche Bücher gelesen habe und diese aber nicht im Blog vorgestellt habe. Viele von euch, die mich kennen wissen dass ich neben Bücher über Geschichte, Politik und Sachbüchern, ein besonderes Steckenpferd habe. Nämlich Science-Fiction Romane, aber nicht SF ala Perry Rhodan (Buähhh!!!), sondern die wirklich Wissenschaftlich orientierte über mögliche Zukunftsperspektiven und die genau gegenteilige, welche sich damit befasst wie die Welt heutzutage aussehen könnte, wenn ein bestimmtes Geschichtliches Ereignis anders ausgegangen wäre. Und gestern habe ich in einem SF-Sachbuch endlich mal die Antwort auf die Frage „Wie kann man denn Science Fiction lesen?“ gefunden. Den Wolfgang Neuhaus fasst es folgendermaßen zusammen: Das Schreiben von SF kann auch Realitätsabwehr sein, Widerstand. Wenn man in der Welt der tatsächlich ablaufenden Machenschaften keinen Halt findet, bleibt noch die Welt der Buchstaben, in der sich wenigstens imaginäre Freiräume erobern lassen. Eine solche SF setzt Zeichen gegen Dummheit, Belastungen, Ungerechtigkeiten. Und wer will heute in Zeiten vieler paralleler Krisen-Nachrichten bezweifeln, das es davon eine ganze Menge gibt. Ferner: Die Globale Finanzkrise… ist in ihren Ursachen keinesfalls aufgeklärt. Im Zusammenhang mit dem staatlich zugesicherten Bankgarantien wurde schon von einem „stillen Staatsstreich“ durch die Finanzindustrie gesprochen. Wenn ich kritische Stellungsnahmen zum möglichen Ausgang der Krise lese, fühle ich mich an einige Szenarien des Cyberpunk erinnern: Am Ende könnten große Finanz- und Industriekonzerne übrig bleiben, die Mittelklassen weltweit ihren sozialen Status verlieren, die Staaten finanziell durch die Rettungsmaßnahmen ruiniert und zur weiteren Privatisierung öffentlicher Güter gezwungen werde. Die Konzerne werden die ganze Welt unter sich aufteilen, so wie sie bislang schon die Dritte Welt beherrscht haben. Diese „Brasilianisierung“ der gesellschaftlichen Verhältnisse wird den historisch erreichten Wohlstand und die Sicherheit in den bisher privilegierten Ländern des Globus zum Verschwinden bringen! Weiße Worte von Wolfgang Neuhaus, welche ihr selber in dem Buch „Das SF-Jahr 2010“ nachlesen könnt, und noch viele andere mehr. Aber Warnung dieses Jährlich erscheinende Sachbüchlein hat über 1000 Seiten. Ihr seht also das die SF sehr bodenbehaftet ist, denn bereits in den 60’er Jahren hatte ja auch schon John Brunner in seinen Romanen „Morgenwelt“ und „Schafe blicken auf“ oder „Die Zeitsonde“ (!!!) die heutige Überalterung der Gesellschaft sehr treffend vorher gesagt. Seht ihr selber die SF-Literatur als Nischen- oder gar Schundliteratur, oder eine interessante Gedankenspielerei??? Wollte eigentlich noch ein paar Bücher vorstellen, aber merke gerade, dass ich schon wieder viel zu viel geschrieben habe. Deshalb in nächster Zeit ein paar Buchtipps (keine Angst, nicht nur SF)!!! „Sie alle spielen nach Regeln, die andere gemacht haben.“ Walter John Williams: Hardware

Sonntag, 8. August 2010

(Zu-) Späte Einsicht!

Interessante Aussagen, welche da gerade aus den Reihen der SPD Führung zum Thema Rente mit 67 kommen. Während Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier weiterhin eine Abkehr aufgrund der deutlich längeren Rentenbezugszeiten für unmöglich hält, da laut den 1950er Jahren Rentner durchschnittlich acht Jahre lang Rente bekommen haben, heute aber seien es dagegen bereits 18 Jahre. (Sind dann nun Rentner nach 18 Jahren dann Voll-Ältrig?) Anders sieht es dagegen der hessische SPD Chef Schäfer-Gümbel, sowie Saarlands SPD-Landeschef Heiko Maas, welche klar gegen die ab 2012 gesetzlich vereinbarte schrittweise Verschiebung des Renteneintrittsalters seien. Die Rente mit 67 sei in ihrer jetzigen Form ein Fehler, sie fordern eine Änderung der Gesetzeslage. "Der Fehler bei der Rente mit 67 war, dass für die älteren Arbeitnehmer nicht genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen." Maas räumte außerdem ein: "Hier waren die Menschen zu Recht sauer auf die SPD", sagte er mit Blick auf die Tatsache, dass die SPD die umstrittene Reform während der Zeit der Großen Koalition mit durchgesetzt hatte. Und Bundes-Parteichef Gabriel begründete ebenfalls sein Nein zur Einführung der Rente mit 67 mit der niedrigen Beschäftigungsquote in der Altersgruppe. In Deutschland arbeiteten derzeit 65 Prozent nicht einmal bis 60 Jahre, sagte er. "Solange es uns nicht gelingt, tatsächlich den Anteil derjenigen zu erhöhen, die zwischen 60 und 64 arbeiten, können sie die Rente mit 67 nicht einführen, weil es de facto nichts anderes ist als eine Rentenkürzung." Gabriel forderte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die dafür sorgen, dass mehr Menschen länger arbeiten können. Ist ja alles schön und gut (und auch richtig), aber hätte man nicht erst Arbeitsmarktreformen gestalten sollen und dann erst eine Rentenerhöhung beschließen sollen? Aber hierzulande bestellt man beim politischen Hausbau halt erstmal die Dachziegeln und fängt dann erst mal an, das Kellerwerk zu planen, oder wie wird dies von euch gesehen? Genug dazu, kommen wir zum Kulturtipp: „Wolfman“ von Joe Johnston, mit Anthony Hopkins und Benicio del Toro. Ein gelungenes Remake des Originals aus dem Jahre 1941 von Curt Siodmak. Ein sehr spannend gemachter Horrorfilm, mit einer sagenhaften Optik welche gelungen das Viktorianische Zeitalter zum Leben erweckt, ferner einer spitzen Darsteller Riege. Teils aber auch sehr blutig, aber dies erwartet man ja von solch einen Film ja auch. Die Blu-Ray verfügt übrigens über massig Extras, sowie einer gut 10 Minuten längeren Fassung als die Kinoversion. Ich gebe dem Film 4 von 5 Vollmonden. Ach eins noch: Danke an alle welche mir am Freitag per Anruf, Mail, SMS oder sonstwie zu meinem Geburtstag gratuliert haben. War auch ein schöner ruhiger besinnlicher Abend im kleinstem Bekanntenkreis, wie ihr auf dem Blog-Titelbild sehen könnt. …wie Alt ich geworden bin??? 30k!!!

Montag, 2. August 2010

Von Ausnutzung und Tradition

„Ausnutzung“, eher ein negatives Wort für uns, besonders im Hinblick auf unser Lieblingsthema Arbeit und Leben. Nun kommt aber mal ausgerechnet aus der Richtung Arbeitsamt, dazu mal eine für uns mehr als positive Äußerung. Grund dazu war die Meinung einiger Politiker, dass wir mehr Facharbeiter aus dem Ausland anwerben müssen um damit einen Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Der oberste „Arbeitslosendirektor“ Frank Jürgen Weise (Aka Chef der Bundesagentur für Arbeit), hat hierzu nun eine mehr als „Weise“ Meinung geäußert: "Wir können nicht zulassen, dass Menschen in Arbeitslosigkeit sind, nur weil ihre Talente nicht genutzt werden!" Die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland bezeichnete er erst als zweiten Schritt: "Wer qualifizierte Kräfte haben und halten will, muss etwas bieten. Das können die Unternehmen selbst gestalten, da braucht man nicht nach dem Gesetz zu rufen." Das gelte vor allem angesichts des Mangels in der Kinderbetreuung, der viele qualifizierte Frauen daran hindere, zu arbeiten. "Das Kinderbetreuungsangebot reicht nicht aus und die Kommunen haben in der Krise keinen Spielraum", sagte Weise. "Es ist auch Sache von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, das so zu organisieren, dass Familie und Beruf vereinbar sind (!!!)", betonte er. Ähnlich hatte sich zuvor Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer in einem Interview geäußert: Ausländische Fachkräfte ins Land zu holen, wie es unter anderem Bildungsministerin Annette Schavan und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle vorgeschlagen hatten, habe für ihn nicht die höchste Priorität. Wichtig sei zunächst, dass "wir das hier lebende Arbeitskräftepotenzial ausnutzen", so Seehofer. Der Mangel an Fachkräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird sich nach Meinung Seehofers künftig noch verschärfen: "Wir steuern zunehmend auf Vollbeschäftigung zu", sagte er. "Deshalb werden wir in den nächsten Monaten und vor allem Jahren ein ernstes Problem haben, wie wir den Arbeitskräftebedarf in Deutschland decken können." Denke ein richtiger Schritt wäre auch, man würde Facharbeiter auch mit einem Facharbeitergehalt bezahlen. Dann würde sicherlich auch der ein oder andere Arbeitsplatz wieder interessanter, gerade im Hinblick auf die Berufe welche mit der Überalterung der Gesellschaft zu tun haben. Beispielsweise Krankenpfleger, Altenbetreuer und, und, und! Oder was meint ihr dazu. Bleiben wir mal gleich beim Thema Überalterung. Ich selber war ja am Sonntag in Heilbronn, zum 4. Baden Württembergischen Bergmannstag. Neben dem gelungenen Gottesdienst mit einem Spitzen Saarland-Knappenchor, gab es auch eine zünftige Bergparade quer durch Heilbronn. Übrigens in voller schwarzer Bergmannstracht (schwitz!!!). Auffallend war aber der recht hohe Altersdurchschnitt der Bergkameraden. Woran liegt es? Haben jüngere Arbeitnehmer kein Interesse an Bergbau-Traditionspflege, oder hat man den Bergbau hierzulande schon vollkommen abgeschrieben? Brüssel hat ja letzte Woche wieder mal nen Klopfer zum Thema Kohleausstieg dazu losgelassen. Man kann nur sagen: Hier sieht man mal wieder was ein politisches Wort wirklich gilt, oder sieht das jemand anders hier??? Aber deswegen heute im Blog die Bilder aus Heilbronn, macht euch selber ein Bild davon! „Glückauf“

Donnerstag, 29. Juli 2010

Wieder mehr Zeit auf Arbeit!

Die Arbeitslosenzahlen sind diesen Monat wieder leicht auf 3,192 Millionen gestiegen. Das seien zwar rund 39.000 mehr als im Vormonat, aber immerhin 271.000 weniger als vor einem Jahr. Diese Zahlen legte soeben die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg vor, die Arbeitslosenqoute lag damit insgesamt bei 7,6 Prozent. "Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs, die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Zudem verliere die Kurzarbeit im Aufschwung weiter an Bedeutung. Im Mai sei die Zahl der arbeitslosen Kurzarbeiter im Vergleich zum Vormonat um gut 100.000 auf 481.000 gesunken. Ein Grund für diese positive Entwicklung, ist die doch eher negative Entwicklung, das viele Firmen jetzt wo es (angeblich) wieder Aufwärts geht, verstärkt Zeitarbeiter einstellen. Laut einer Untersuchung der BA, ist jede 3. Neue Stelle ein Zeitarbeitsplatz. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Zeitarbeitsplätzen versteht sich! Somit hat sich die Zahl der Leiharbeitsplätze seit dem Jahresanfang verdoppelt. Während die Zahl der regulären Arbeitsplätze, gerade mal um 39% zulegen konnte! Die Bezeichnung Leiharbeitsplatz is ja eigentlich Quatsch, denn der Arbeitsplatz selber wird ja sowieso benötigt, ob mit oder ohne Leiharbeiter! Der stellvertretende IG Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel sagte: "Diese Zahlen bestätigen unsere Befürchtungen." Leiharbeit verdränge mehr und mehr Stammbeschäftigung. Der DGB kündigte verstärkten Widerstand an und warnt vor Lohndumping. "Gegen das Bestreben, durch Leiharbeit ein niedrigeres, zweites Tarifniveau in den Betrieben zu etablieren, werden wir Gegenwehr in den Betrieben organisieren." Auch die Bundesregierung sei in der Pflicht, dem Missbrauch von Leiharbeit Einhalt zu gebieten. Das Bundesarbeitsministerium hingegen sieht in der Entwicklung dagegen keinen Trend zur Verdrängung von Stammbelegschaften. Der Flexibilitätscharakter der Zeitarbeit führe in Wachstumszeiten bereits früh dazu, dass Beschäftigungspotenziale aufgebaut werden und damit Chance für Arbeitslose für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt entstehen! Ja, is klar Biene! Die Bundesregierung sagt uns auch, dass wir bis 67 Arbeiten müssen, gleichzeitig bekommen wir dann aber auch erklärt, wie wichtig es für uns ist das griechische Rentenmodell mit 60 Jahren Ruhestand (!!!) finanziell zu unterstützen. Aber die EU wird ja auch solange nach Osten erweitert, bis auch der letzte Landwirt eine europäische Frau hat! Naja, genug für heute. Am Sonntag findet übrigens in Heilbronn der 4. Baden Württembergischen Bergmannstags statt. Also Glückauf ihr Leut. …der Steiger kommt… Übrigens: Arbeit macht das Leben Süß! Süß wie Maschinenöl!!!

Sonntag, 25. Juli 2010

4 Jahre zu früh...

Diese Bilder könnten schneller als gedacht der Vergangenheit angehören. Nach dem Willen der EU soll für unrentable Steinkohlebergwerke schon im Oktober 2014 Schluss sein. Bis zu diesem Datum will die EU-Kommission die Stilllegung sämtlicher solcher Zechen im Ruhrgebiet, in Spanien und in Rumänien erzwingen. Dies beschloss die Brüsseler Behörde einstimmig. "2014 ist definitiv Sense. Wenn der Vorschlag Gesetz wird, muss Deutschland seine Kohlehilfen neu regeln", sagte ein Sprecher der EU-Kommission. In Deutschland ist derzeit die Stilllegung unrentabler Zechen erst bis 2018 geplant. Der vorgeschlagenen Verordnung zufolge soll die Gewährung staatlicher Beihilfen für die Steinkohleförderung an die Bedingung geknüpft werden, dass die Mitgliedstaaten einen Stilllegungsplan vorlegen. Auch dürfen sie keine Betriebsbeihilfen mehr gewähren, sondern nur noch Subventionen zur Abfederung sozialer und ökologischer Folgen einer Zechenstilllegung. Wird das betroffene Bergwerk nicht zum Stichtag stillgelegt, müssen die staatlichen Mittel zurückgezahlt werden. Alle Mitgliedsstaaten müssen zustimmen. Streit mit der Bundesregierung ist somit programmiert, denn der EU-Plan bedarf der Zustimmung aller Mitgliedsstaaten. Im Herbst dürfte es im Ministerrat, in dem die EU-Staaten vertreten sind, heiß hergehen. Die Bundesregierung könnte dort versuchen, den Vorschlag nachzubessern, hieß es in Brüsseler Diplomatenkreisen. Der Arbeitgeberverband Gesamtverband Steinkohle und die Gewerkschaft IG BCE forderten die Bundesregierung bereits dazu auf. Sie warnten vor Massenentlassungen. Nach Angaben des Zechenbetreibers RAG Deutsche Steinkohle arbeiten aktuell noch rund 27.000 Menschen im deutschen Bergbau. Der Kohlekonzern pocht auf Einhaltung der Gesetze. Man habe die langfristige Bergbauplanung nach dem Bundesgesetz von 2007 ausgerichtet. "Wir gehen davon aus, dass die Bundesregierung es auch planmäßig umsetzt", sagte Sprecher Christof Beike. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nannte den EU-Vorschlag "nicht akzeptabel". Für die Landesregierung gelte nach wie vor der deutsche Kohlekompromiss. "Die Bundesregierung hat die Verantwortung für die Absicherung des Steinkohlefinanzierungsgesetzes auf europäischer Ebene und muss dies im Europäischen Rat durchsetzen", forderte die SPD-Politikerin. 2007 hatte die Bundesregierung gemeinsam mit den Kohle-Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Saarland entschieden, die Subventionen für den deutschen Steinkohlebergbau erst 2018 komplett einzustellen. Die neue rot-grüne Minderheitsregierung in NRW will daran nicht mehr rütteln. Die Festlegung der EU-Frist bis 15. Oktober 2014 kam überraschend. In einem ersten Entwurf war noch eine Frist bis Ende 2023 vorgesehen. Innerhalb der EU-Kommission war der Vorschlag umstritten. Erst nach heftigen Debatten erreichten die Kommissare eine Einigung. "Es ist ein guter Kompromiss", sagte die Sprecherin von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. "Unternehmen müssen ohne staatliche Hilfe überleben können", sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Nach Angaben der EU-Kommission arbeiten in Europa rund 100.000 Arbeitnehmer in der Kohleindustrie. Die Steinkohleproduktion ist seit Jahren rückläufig und betrug 2008 in der EU mit 147 Millionen Tonnen nur noch 2,5 Prozent der Weltproduktion.
Wie seht ihr diesen neuen Vorstoß der EU. Ich denke die errechneten "Ersparnisse" durch den Vorzeitigen Austieg aus den Austig könnte in unserem Falle durch mehrausgaben im solzialen Bereich komplett geschluckt werden. Nun zu meinem heutigen Kultur-Tipp Wie? Du bist noch nicht verheiratet? Was? Du hast noch keine Kinder? Solchen Fragen müssen sie sich oft stellen, die beiden Frauen um die 30, ihres Zeichens die Hauptakteurinnen des Kabarettduos Weibsbilder. Passende Antworten haben die sonst so schlagfertigen Damen Anke Brausch und Claudia Thiel in diesem Fall ausgerechnet nicht parat. Frösche haben sie jedenfalls genug geküsst, nur wollten die sich partout nicht in Prinzen verwandeln. Es liegt also nicht an fehlendem Einsatz, aber so ganz ohne Paddel rudert es sich schlecht in den Hafen der Ehe. Bevor die beiden wie die Titanic langsam aber sicher auf Grund laufen, packen sie es lieber selber an und ziehen aus, um das Glück zu finden. Sie wollen ihr Dasein nicht länger als Übriggebliebene, Ausschussware oder gar Restposten fristen. Bei ihrer Bühnenshow mit im Gepäck haben sie auch diesmal wieder die beliebten Bühnenfiguren wie etwa die kleine Tineke, die im Publikum den passenden Mann für Mama finden will, einen richtig tollen Kerl, der Mutter und Kind so nimmt, wie sie sind. Ihre beziehungsunfähige Mutter Britta gibt indes mit der Eigenurin trinkenden Alt-Achtundsechzigerin Gundula ein Seminar zum Thema „Partnersuche“. Auch die dralle Mandy aus dem horizontalen Gewerbe lässt die Zuschauer nicht lange im Unklaren über ihr Vorhaben. Auffällig unauffällig testet sie die Treue der bereits an die Frau gebrachten Männer. Die Eifel-Bäuerin Christel Müller aus Kalenborn - Scheuern ist hingegen so verzweifelt, dass sie ihr Glück im Fernsehen sucht. Auf zwei rasante und kurzweilige Stunden dürfen sich die Zuschauer also einstellen. Dabei lästern die beiden Weibsbilder keineswegs, sie stellen nur fest und gehen Fragen nach wie: Womit haben Ehepaare vor Erfindung des Fernsehers ihre Zeit verbracht? Leben Verheiratete wirklich länger oder kommt ihnen das nur so vor? Egal, ob Sie noch zu haben sind oder auf dem Wühltisch des Lebens bereits den passenden Partner ergattern konnten, nehmen Sie teil an der Weibsbilder-Single-Party und lassen Sie sich erklären, warum im Gegensatz zu so mancher Frau russische Raumstationen bemannt sind. Meine Freundin und ich, unsererseits beide Ü 30 und auch noch unbemannt konnten uns richtig ins Programm hineinversetzen und haben den ein oder anderen Gag leider schon am eigenen Lebe erfahren müssen Also schaut mal auf deren Internetseite unter www.kabarett-weibsbilder.de nach. Hier könnt ihr Euch ein Bild von den zwei machen, und wenn die Tourdaten einen Ort in Eurer Nähe ergeben, greift zu ob als Mann, mit Mann oder Ohne :-) Der Abend war auf alle Fälle der Hammer und ich hab immer noch Bauchweh :-) Bis denne Read You Tschenny

Donnerstag, 22. Juli 2010

„Die Bahn“ brechende Entscheidung!

Warum denn in die Sauna gehen, wenn man auch einfach ICE fahren kann? Aber die Hitzewelle hat ja etwas nachgelassen, heute waren es nur noch kühle 25 Grad, da kann man ja schon fast wieder die Heizung einschalten, oder? Aber aufgrund der ICE Hitzepanne in den etwas wärmeren Tagen, welche die Klimaanlagen der Bahn zum zusammenbrechen brachten, hat man sich nun auf eine wirklich noble Entschuldigung geeinigt. Denn wer in den betroffenen überhitzten Zügen der Bahn gesessen und auch etwas transpiriert hatte, erhält 500 Euro Schmerzensgeld von der Bahn, nun auch ohne ärztliches Attest. Sollten zudem noch medizinische Kosten entstanden sein, würden auch diese erstattet. Außerdem erhalten diese Hitzeopfer das Anderthalbfache des Fahrpreises als Gutschein. Insgesamt wurden bislang nach Angaben des Konzerns 2200 Bahn-Kunden für die Probleme entschädigt. Fehlt jetzt nur noch, das jedes „Saunaopfer“ noch nen eigenen Gleisanschluss bekommt, dass wäre dann wirklich groß“zügig“!!! Und noch eine kleinwenig positive (um es mal vorsichtig zu formulieren) Entscheidung kommt gerade aus dem fernen Osten, genauer gesagt aus China. Dort hat man sich ein klein wenig dem Druck des arbeiteten Volk gebeugt, welches nun immer mehr höhere Löhne, aber mehr noch eine bessere Behandlung gefordert haben. Nun hat das große RegierungsKomitee ein Einsehen und arbeitet an einem Gesetzentwurf welcher erstmals Tarifverhandlungen und sogar Streiks erlauben soll. Geschehen soll dies allerdings unter dem Deckmantel einer Einheitsgewerkschaft! Denn auch China muss langsam lernen, dass sie mittlerweile eine neue und auch andere Generation von Arbeitern im Lande hat. Diese sind nicht mehr so selbstlos wie bisher bereit, sich den Vorgaben des „Großen Bruders“ zu beugen. Eine Einheitsgewerkschaft gab es ja auch in einem neueren Teil unseres Landes auch schon mal. Seht ihr dies als einen ersten Schritt in eine richtige Richtung, oder doch eher mehr eine Kanalisierung der Staatsgewalt??? Das würde ich gerne mal von euch erfahren. Kommen wir nun noch zu einem kleinen DVD / Blu-ray Tipp: „Black Dynamit“ eine herrlich schräge Parodie, sowie auch Hommage an die sogenannten Blaxplotion-Filme aus den 70 Jahren, welche sich immer durch übertriebene Gewalt und Sexszenen auszeichneten. Die Handlung: Einmann-Armee Black Dynamite macht sich nach dem Tod seines Bruders auf, die Straßen von Gangstern zu säubern. Die Handlung selber ist zwar mehr als Hanebüchern, aber zeigt unter anderem sehr wirkungsvoll die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Zum Beispiel wie wichtig es ist auch in einer Schießerei die Handbremse anzuziehen, das Kung-Fu immer weiterhilft, oder gar die Penisverkleinernde Wirkung von gepanschten Whisky!!! Wenn ihr euch den Film anschauen wollt, dann ladet euch dazu ein paar gute Freunde ein und stellt genug Bier und Chips bereit. Mir hat der Bauch vor Lachen weh getan, deshalb die Höchstwertung von 5 von 5 Anaconda-Malt-Whisky!!! Apropos Film und Bahnfahren, kennt ihr eigentlich noch die 80iger Jahre Eiswerbung im Kino, wie hieß denn nur das Lied damals nochmal? Ah ja: „Like I.C.E. in the sunshine…!!! Oder??? Grins…

Sonntag, 18. Juli 2010

Ene Mene Meck, ich bin dann mal weg!

Das Jahr 2010 wird wohl als das Jahr der Rücktritte in die Geschichte eingehen. Heute hat dann auch sogleich der erste Hamburger Bürgermeister Ole von Beust, mit den biblischen Worten „Alles hat seine Zeit“ seinen Rücktritt erklärt. Mit ihm zusammen tritt dann auch gleich noch Hamburgs Kultursenatorin Karin von Welck von ihrem Amt zurück. Die parteilose 63-Jährige gehörte übrigens dem Senat seit dem Jahre 2004 an. Ist ja auch praktisch, denn da können sie nach dem zurücktreten, auf dem Weg nach Hause gleich ne Fahrgemeinschaft machen!
2 Menschen mehr halt, welche dieses Jahr bereits ihr Handtuch geschmissen haben. Aber neben zahlreichen Köpfen in der Politik, war auch die Kirche dieses Jahr nicht vor zahlreichen mehr oder weniger freiwilligen Rücktritten nicht geschont worden. Aber Fakt ist auch, dass man (oder Frau) gerade in der Politik einen sogenannten Wählerauftrag haben, welchen sie zudem auch gut bezahlt bekommen. Dann jedes mal wenn es brennt zu sagen, das man genug hat und nun den Stuhl für jemanden anderen, welcher es dann besser machen soll / darf / kann / muss zu räumen, ist schon mehr als zwiespältig, oder? Denn zumindest finanziell fallen sie ja dann äußerst weich. Da sind ihre Weichen zumindest immer sehr gut gestellt! Wie seht ihr denn so diese ganzen Rücktritte? Als gerechtfertigte „Schnauzevoll Aktionen“, oder als Courage loses „verpissen“ vor der Verantwortung (um es mal salopp zu sagen)??? Richtige Courage würde ja eigentlich bedeuten, Rücktritt: ja, Weiter Bezüge: Nein! Zumindest für einen gewissen Zeitrahmen. Denn wenn unsereins einfach so von sich aus kündigt, bekommt er ja auch erstmal sein Arbeitslosengeld gesperrt! Aber falls noch jemand zurücktreten möchte, wir haben‘s ja. Also Herr Ackermann: Nur Mut, ihre Bank kann das sicherlich gut verkraften. Trauen sie sich einfach!!! Genug gelästert, kommen wir nun zu einem Kinotipp, naja Tipp net so ganz eher ne Warnung. „Predators“ von Robert Rodriguez. Hatte mich schon lange auf die Fortsetzung des genialen SF-Streifen aus dem Jahre 1986 gefreut (Ja ich weiß, es gab im Jahre 1989 schon eine Fortsetzung), doch was bietet der Film eigentlich neues? Oder andere Fragen: Wie wurden die Menschen ausgesucht? Wie kamen sie denn nun genau auf den Planeten? Was hat es mit dem gefangenen Predator auf sich? Wie setzt sich die Kaste der Fremdlinge zusammen? Wieso hat der Hauptdarsteller nun doch nicht versucht, mit dem fremden Schiff wegzufliegen? Und last but not least, lässt das offene Ende nur noch einen Schluss zu: Es muss wohl noch ein Film gedreht werden, welcher dann hoffentlich etwas Licht in den Wirrsinn bringt. Aber brauch man den denn unbedingt? Denke mal eher nein, der Film hätte mal lieber bei seinen Regenwald-Wurzeln hier auf der Erde bleiben sollen. Ich gebe ihm jedenfalls 2 von 5 Sternen. Kann man sich anschauen – muss man aber nicht! So denn, wir hören voneinander…falls ich nicht auch zurücktrete!

Montag, 12. Juli 2010

Mitglieder mit erhöhter Drehzahl!

Das vergangene Wochenende stand mal wieder vollkommen im Fokus unseres Klubb 200, denn das alljährliche Klubbertreffen in unserer Lieblingsbildungsanstalt stand wieder an. Dieses Jahr lag unser Fokus auf unseren kleinen Klub(b) selber: Wie viele sind wir denn nun so? Antwort: circa 160! Wo wollen wir hin? Was erwarten wir von unserer IG-BCE und was erwartet sie von uns? Und last but not least: Wie rüsten wir uns für die Zukunft im elektronischen Netz? Denke es wäre zuerst einmal angebracht ein herzliches „Dankeschön“ an unseren Klubber-Kollegen Uwe zu richten, welcher wohl den Löwenanteil an der Vorbereitung und auch Durchführung geleistet hat. Aber auch an Detlef, sowie seinen neuen (unseren alten) Kollegen Klaus. Es hat Spaß mit euch gemacht, ehrlich! Wir kommen wieder (das war ne Drohung!!!) Doch was sind unsere bisherigen Erkenntnisse denn nun? Tja, auch wir Klubber werden nicht um ein ordentliches Netzwerk herumkommen um in Zukunft besser unter einander kommunizieren, sowie uns bei Projekten besser vernetzen zu können. Wenn ich die oder den ein oder andere(n) Kollegin / Kollege (man achte auf das AGG!) mit meinem Vortrag über „Web 2.0 – Web 3.0 – Virtuelle Welten“ etwas überrannt haben sollte; keine Angst es war nur ein möglicher Ausblick auf die Zukunft, wir werden zur rechten Zeit sicherlich gut gerüstet sein!!! Ich selber hatte nicht vor euch mit den derzeitigen Webmöglichkeiten zu erschrecken, ehrlich! Ich werde die Arbeitsgruppenergebnisse bezüglich der Internetproblematik diese Woche noch auswerten und euch Teilnehmern zumailen. Auch einen Dank nach Hannover an Egbert Biermann das er sich die Zeit für uns „positiv Verrückte“ (so Big M) genommen hatte. Der Vortrag über „Arbeitsmarktpolitik zukunftsweisend gestalten“, war sehr interessant und bietet einen Haufen Gewerkschaftlichen Zündstoff für uns. Nicht ferner uninteressant war das Diskussionsforum „Fishbowl“ mit ihm (und Anette), welches uns Klubbern genug Möglichkeiten bot, mit einem Mitglied des geschäftsführenden Vorstands über unsere Sorgen, Nöte und Befürchtungen zu diskutieren. Doch nun genug zum Klubbertreffen. Wer von euch noch etwas zum Lesen sucht, für den habe ich vielleicht einen recht netten Buchtipp, welcher sich auch mit nem Klub befasst, um es mal vorsichtig auszudrücken. „Falscher Engel – Mein Höllentrip als Untercover-Agent bei den Hells Angels“ von Jay Dobyns. Ein ganz interessantes Buch über die Ermittlungsmethoden unserer Amis, recht interessant geschrieben, aber leider auch sehr wenig Fakten über die Hells Angels selber. Ich gebe dem Buch 3 von 5 Engelsflügeln. Wer mehr über das Leben der Höllenengel erfahren will, dem rate ich eher zu dem Buch des Gründers der HA selber zu greifen; Sonny Barger: Mein Leben als Hells Angel. Dies schildert doch eher das nicht ganz so romantische Leben als Outlaw! Frage mich allerdings warum mir ausgerechnet ein Gewerkschaftssekretär die Jay Dobyns Story zum lesen gegeben hat, soll ich etwa demnächst selber als Untercover Agent bei Verdi ermitteln??? Genug für heute und denkt dran: Klubber sind Mitglieder mit erhöhter Drehzahl! Das hat mir gefallen… ;-) Glückauf euch allen!!!!