Mittwoch, 31. März 2010

Eine schlecht-gute Statistik!

Hurra, die Arbeitslosenzahl sinkt. Weit mehr als von allen Arbeitsmarktexperten vermutet bzw. gehofft, ist die Bundesweite Arbeitslosenzahl gesunken. Demnach waren hierzulande im Monat März „nur“ noch 3,568 Millionen Menschen nicht in einem Beschäftigungsverhältnis, wie man dies so Wirtschaftlich schön immer ausdrückt. Somit lag die Zahl der Arbeitslosen (so nennen wir das nämlich) um 75.000 Betroffen weniger als im Vormonat Februar und insgesamt sogar um circa 19.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Arbeitslosenquote sank damit um 0,2% auf insgesamt nun 8,5%, wohlgemerkt trotz der größten Finanzkrise seit bestehen der Bundesrepublik.

Klingt zunächst ja schon mal recht nett, leider kann man aber noch nicht von einer Trendwende der Krise sprechen, denn erstens handelt es sich hierbei um die „normale“ Frühjahresbelebung des Arbeitsmarktes, zweitens sind in Moment immer noch circa 850.000 (!!!) Beschäftigte Deutschlandweit in Kurzarbeit. Man kann noch nicht genau sagen, wohin die Kurzarbeitsreise geht, denkt dran Kurzarbeit ist keine Urlaubszeit, aber wie es aussieht ist die allgemeine Nachfrage nach Beratung wegen Kurzarbeit relativ Rückläufig und man erwartet keine Entlassungswelle. Wolle ma hoffe das es so kommt.

Aber wer genau gilt denn nun als Arbeitslos, denn darüber ist sich die Statistik nicht immer so einig und muss manchmal auf drängen der Politik, doch die wirkliche Arbeitslosenzahl doch etwas beschönigen.

Also als Arbeitslos gilt laut Bundesagentur für Arbeit, jemand der keine Arbeit hat, bzw. weniger als 15 Stunden die Woche arbeitet (Das schaffen sogar manche in Vollbeschäftigung und die sind sogar oftmals sehr gut bezahlt!!!), bei der Agentur für Arbeit als Beschäftigungssuchend gilt und damit sich bereit erklärt sofort eine Arbeitstelle anzunehmen. Nicht in der Arbeitslosenstatistik tauchen jene auf, welche sich aus welchen Gründen auch immer, nicht als Arbeitssuchende melden und alle Arbeitslosen, die sich in einer Um- bzw. Weiterqualifizierungsmaßnahme befinden, ferner fallen auch noch alle Ein-Euro-Jober raus. Arbeitsmarktexperten schätzen die Zahl der wirklichen Arbeitslosen um in etwa zwischen 1 Million und 1,5 Millionen höher, als sie die offizielle Statistik widerspiegelt, man spricht hierbei leicht lapidar von der sogenannten „Stillen Reserve“!!!

Und deshalb gibt es Heute keinen Kulturtipp, sondern einen Anwendertipp für alle Freunde des Radfahrens, denn dazu haben ja auch Arbeitslose (leider) mehr als genug Zeit. Voraussetzung ist hierbei allerdings ein Iphone Handy der neueren Generation. Wer von euch gerne und viel Rad fährt, dieses am Ende des Tages auch gerne Daheim am PC genau auswerten möchte, dem kann ich nur die Iphone-App „Cyclemeter“ empfehlen. Diese kleine wunderbare App, verwandelt euer Iphone in ein perfektes GPS-System auf dem ihr eure Strecke hinterher genauestens verfolgen könnt, inklusiv: Durchschnitts-, Höchst- und Etappengeschwindigkeit, Höhenmeter, Kalorienverbrauch und vieles mehr. Neben dem aktuellen Datenabruf während der Fahrt, könnt ihr alle Daten per E-Mail sofort nach Hause schicken um sie dann später mit Google-Maps genau zu betrachten. Da diese kleine App, mit gerade einmal 3,99 Euro ein komplettes Fahrradnavigationsgerät zum Preis von bis zu 400 Euro ersetzt, kann ich dafür nur 5 von 5 Pedalen geben.

Übrigens habt ihr schon gehört, dass die Bundesregierung morgen am ersten April, als kurzfristiges Konjunkturförderprogramm, für eine Woche die Besteuerung von Mineralstoffen aussetzen will. Somit dürfte ab Morgen der Liter „Sprit“ ohne Mineralölsteuer, Ökosteuer und Mehrwertsteuer, mit circa 50 Cent zu Buche schlagen. (Die 50 Cent sind übrigens ebenfalls nach oben beschönigt!)

Frohe Ostern da draußen!

PS: Gruß an S.: Kann dich verstehen mit den ganzen Ehrenämtern, Leben ist manchmal viel einfacher ohne wenn und aber...

Grüßle!

Sonntag, 28. März 2010

Und es ist Sommer!

Seit heute Nacht ist es nun Sommer, zumindest was die Uhrzeit angeht. Das Wetter scheint sich ja zumindest die Woche über an den Frühling anzupassen, so dass diese Woche schon mal die Fahrräder zum Einsatz kamen. Nach knapp 25km einradeln am Dienstag und 46km erste Langstrecke am Donnerstag sollte dann am Freitag die erste richtig große Berg und Tal Profitour beginnen. Sollte! Denn nach ganzen 2km war erst mal Unterschlupf suchen angesagt, aber wenn wir fahren wollen dann fahren wir eben, so wurde es halt eine gemütliche 20km Regentour durch den Osthessischen Forst. Es werden sicher noch bessere Tage kommen dieses Jahr mit wärmerem Regen!!!

Wer auch immer mehr im Regen steht ist der Arbeitnehmer. Nach einer Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (Was es alles gibt) werden immer mehr Arbeitnehmer durch wachsenden Stress, Leistungsdruck und nicht zuletzt die Angst um den eigenen Arbeitsplatz, seelisch Krank. Die Erkrankungen infolge psychischer Belastungen waren im Jahr 2008 für 11% aller Fehlzeiten verantwortlich, seit dem Jahre 1990 haben sie sich damit fast verdoppelt.

Experten sagen, dass gerade in der Dienstleistungsbranche, wie zum Beispiel Call-Centern und Pflegedienste, doppelt soviel psychische Erkrankungen auftreten als in anderen Berufsbranchen. Grund dafür seien wenig berufliche Anerkennung, kaum persönliche Wertschätzung, minimale Aufstiegschancen und obendrein oftmals noch ein zu geringer Lohn. Besonders betroffen sind laut der Studie weibliche Arbeitnehmer, es gibt aber auch noch ein großes Gefälle zwischen Ost (weniger) und West (mehr), auch zwischen Stadt (mehr) und Land (weniger) gibt es große Unterschiede. Ein möglicher Grund kann darin liegen, dass Ballungsräume generell mehr Stress verursachen!

Aber wer jetzt denkt dass nur Arbeitnehmer seelischen Belastungen ausgesetzt sind, irrt sich gewaltig. Denn gerade bei den Erwerbslosen ist die psychische Erkrankungswahrscheinlichkeit 3 bis 4 mal so hoch. Denn dort ist nicht die Erkrankung der Grund der Arbeitslosigkeit, sondern vielmehr entwickelt sie sich schleichend durch ein oftmals vermindertes Selbstwertgefühl.

Fazit: Haste Arbeit, haste Stress! Haste keine Arbeit, haste auch Stress! Also egal was man macht, einfach hin und wieder mal runterschalten, „Lebbe geht weiter…!“

Übrigens, habt ihr schon gehört, dass unser Außenminister Westerwelle Schirmherr der diesjährigen Schwulenolympiade in Köln, dem sogenannten Gay-Games wird? Ist ja alles schön und gut, aber sind denn bei der regulären Olympiade nur heterosexuelle Athleten und Athletinnen am Start? Und wieso habe ich jetzt nur bei so Begriffen wie Sackhüpfen, Bi-Athlet und Dreisprung so komische Bilder im Kopf…???

Übrigens: Ich fahre am 15. und 16. April nach Bonn zur IG-BCE Beirats-Tagung, ist denn jemand von euch ebenfalls anwesend?

Montag, 22. März 2010

Ich hasse Staus...

Mein Wochenende hatte echt wieder ein kleines Aha Erlebnis zu bieten. Stell dir vor du bist unterwegs zu einem Termin und denkst dir: „OK Samstag Nachmittag 14:00 kein Thema ich schaff die 58 km von mir nach Mühlheim (an der Ruhr) in ner Stunde um zum NRW Juso Wahlkampfauftakt zu kommen." Jaaaa da hab ich aber die Rechnung ohne die netten Menschen der Straßenwacht (oder wie die Irren mit den Hütchen so heißen) gemacht. Ich bin gerade auf der A 3 und nur noch 16 km von meinem Zielort entfernt da fahr ich direkt hinter dem Ratinger Kreuz in einen Stau welcher, wie ich dann leider schmerzlich erfahren musste, bis zu meiner Ausfahrt reichte die ja leider auch die nächste war. Ganze 12 km im Stop and Go und das fast genau 1:45 min. Die haben die Bahn von 3 auf einen Fahrstreifen reduziert, und es war nicht ersichtlich wofür. So muss ein Wochenende doch sein, oder… Naja als ich dann, mit eineinhalb Stunden Verspätung zur Veranstaltung kam hab ich zumindest noch den Rest der Podiumsdiskusion gesehen die wirklich gut war. Die junge Landtagskandidaten sowie die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft waren nach Mühlheim eingeladen worden. „Wir wollen zeigen, dass wir mitreden und mitbestimmen wollen und auch die Jugend etwas bewegen kann“, erklärte André Kasberger, Sprecher der Mülheimer Jusos. Drei Wochen vor dem NRW-weiten Wahlkampfauftakt zur Landtagswahl feierten die Jusos deshalb den internen Startschuss und zeigten wie Obtimistisch sie sind. Demnach waren vor allem mehr partizipation von Jungen Leuten, gleiche Bildungschancen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern als auch das NRW als Industrieland einen hohen Stellenwert hat. Letzteres hat mir besonders gut gefallen, zwar bezogen sich viele der Anwesenden auf den Technologiefaktor rund um die Erneuerbaren Energien aber immerhin scheint allen aufgefallen zu sein das Geld kein Geld verdienen kann.
Was hat denn unser Landesvater am Wochenende so getrieben. Ach ja die CDU hatte ihren Landesparteitag in Münster. Und uns Merkel war auch da. Lustig ist nur das die geplanten Steuersenkungen erst genauer an die Öffentlichkeit kommen sollen wenn in NRW die Wahl rum ist. So kann Rüttgers noch Tönen „Mit meiner Stimme werden keine Steuern gesenkt, wenn in den Kommunen dafür Schwimmbäder geschlossen werden müssen“ wers glaubt. Viele der im Land in den letzten Jahren beschlossene Sachen sind auf die Kommunen zurückgefallen und wir müssen es jetzt ausbaden. Ich denke ja das unsere Frau Merkel mit Ihren Steuersenkungsplänen schon längst rausrücken kann es aber aus Wahlkampftechnischen berechnung nicht macht. Was denkt Ihr denn dazu?
Kultur hab ich heute mal wieder nicht. Ich arbeite gerade den Doppelhaushalt für Dormagen durch und könnte euch jetzt etwas über Kindergartenbeitragssätze, Hundesteuer oder die entscheidung für ein neues Feuerwehrhaus oder einen neuen Kindergarten erzählen. Nix spannendes :) Zum Thema unnützes Wissen:
Das nenne ich mal produktiv: „Bienenköniginnen legen bis zu 3000 Eier pro Tag“ Bis denne Read you

Mittwoch, 17. März 2010

Stimmt die Chemie untereinander?

Die Beschäftigten der Chemiebranche befinden sich gerade in ihrer derzeitigen Tarifverhandlung. Auch hier gibt es, aufgrund der gerade angespannten Arbeitsmarktsituation, erstmals keine konkrete Lohnforderung. Hauptaugenmerk der Vertreter der Chemiearbeitnehmer wird, wie in jeder anderen Branche derzeit, darauf liegen, die Beschäftigungsverhältnisse und die Übernahme der Auszubildenden zu sichern.

Das ist ja nun gerade in allen Branchen so. Wirklich in allen? Nein, es gibt eine Branche, welche ab heute mit einer konkreten Lohnforderung in die Tarifrunde geht. Denn die Bahn kommt, zumindest tariflich gesehen. Man fordert eine Lohnerhöhung von 6%, Verbesserungen der Arbeitszeit und bessere Zulagenregelungen. Wie dieses „Paket“ nun genau aufgeteilt werden soll, darüber ist man sich noch nicht einig, aber der Spielraum des Unternehmens würde solch eine Forderung zulassen, so ein Sprecher der Bahngewerkschaft Transnet. Da lassen wir uns mal überraschen was dort am Ende des Tunnels herauskommt. Realistische Forderung, oder derzeit doch etwas vom Gleis abgekommen???

Ein positives Urteil für Betriebsräte kam heute vom Bundesarbeitsgericht „himself“: Betriebsräte (das sind die, die sich immer hinter dem Kürzel „BR“ verstecken) dürfen sich im Betrieb politisch äußern. Aber bevor nun der ein oder andere „Kollege“ (Kollege ist hier übrigens geschlechtsneutral gemeint!) jetzt gleich mit der Fahne seiner Lieblingspartei durch den Betrieb rennt: Mmoommeenntt!!! Denn: Betriebsräte dürfen in ihrer Rolle als Mitarbeitervertreter nicht für eine bestimmte Partei werben, aber sich durchaus allgemein politisch betätigen, in besagtem Falle zum Beispiel, einen allgemeinen Aufruf zur Teilnahme an einer Wahl starten. Denn laut Gericht ist ein allgemeiner Aufruf zu einer Wahl oder Abstimmung „keine parteipolitische Betätigung“. Also Mund aufmachen ja, aber nur in Maßen!

Kommen wir nun zum im letzten Blog angekündigten Thema „Katzenstreu“. Dachte ja bisher immer: Katzenstreu ist Katzenstreu, weil wir ja auch dafür das Grundmaterial liefern. Aber weit gefehlt, denn letzten Samstag sah ich beim einkaufen (also shoppen), dass es nun Katzenstreu für Katzen welche nur im Haus gehalten werden, für kastrierte Katzen (also Kater, ist das eigentlich AGG konform?), für freilaufende Katzen, und, und, und gibt. Toll was sich die Werbeindustrie alles so einfallen lässt, um ihre Produkte an den Mann, bzw. Herrchen zu kriegen. Ist ungefähr so, wie mit dem guten gesunden supertollen Himalayasalz aus Polen, wer’s glaubt…!

Warte jetzt nur noch auf das Klopapier speziell für Nichtraucher, oder die Briefumschläge, welche auch für Diabetiker geeignet sind!

…Ideen muss man haben…

Sonntag, 14. März 2010

War of the worlds V2.0?

Konnte ich vor zwei Wochen über den Abenteuer-Wissen Bericht des ZDF, nur mit dem Kopf über soviel Unsachlichkeit schütteln, so kommt nun der Beweiß: „Schlimmer geht immer”!

Einige von euch haben sicherlich schon einmal von Orson Wells Radiohörspiel „Krieg der Welten“ gehört, denke ich. Als es im Jahre 1938 als Hörspiel im Radio ausgestrahlt wurde, brach eine riesige landesweite Panikwelle los, denn viele hielten diese Marsianer-Invasion für real.

Man sollte ja nun eigentlich meinen, dass so etwas in unserer aufgeklärten Medienwelt vollkommen unmöglich ist, sollte! Denn das Georgische Staatsfernsehen strahlte gestern zur besten Sendezeit einen fiktiven Bericht, über eine Invasion von Russland aus. Ferner hieß es: Moskau habe seine Truppen in dem von Georgien abtrünnigen Gebiet Südossetien in Gefechtsbereitschaft versetzt. Ein Einmarsch in der georgischen Hauptstadt sei möglich, es würden Luftangriffe auf Georgien geflogen. Berichtet wurde, die Opposition habe wie nach den vorangegangenen Wahlen Proteste angezettelt. In der Hauptstadt Tiflis gebe es bewaffnete Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten. Zwei Oppositionelle hätten eine Gegenregierung gebildet, diese werde von der russischen Regierung unterstützt. Am Ende war sogar davon die Rede, dass Präsident Saakaschwili getötet worden sein könnte!

Es braucht wohl nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, was nach diesem Bericht für eine Panik ausbrach, sämtliche Mobilfunknetze waren überlastet, die Bevölkerung rannte voller Panik auf die Strasse und konnte somit nicht mehr mitkriegen, das am Ende der Sendung ein Hinweis kam, dass es sich um eine gefälschte Berichterstattung handelte, welche nur zeigen sollte, was nach den Wahlen im Mai mit Georgien geschehen könnte. Da dort das Fernsehen verstaatlicht ist, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass diese Sendung ohne Wissen oder gar Billigung der Regierung geschah, es sieht immer mehr danach aus, man wolle die Angst in der Bevölkerung schüren um eine Wiederwahl zu sichern.

Wie denkt ihr über so was: Geschmackloser Scherz, gezielte Verunsicherung der Bevölkerung, oder die Verzweiflungstat einer Regierung welche vollkommen mit dem Rücken an der Wand steht???

Wer nun scheinbar auch endlich (positiv gemeint) mit dem Rücken an der Wand steht, ist der Winter. So langsam tauen auch die letzten Schneeberge zurück und frühmorgens ist es nicht mehr ganz so A…kalt vor der Tür. Ich selber bekam diese Woche ein Werbeschreiben meines Autoherstellers über ein paar so genannte Frühlingsangebote. Originaltext: „Die Natur hat ihren Motor angeworfen und fährt nun in Richtung Frühling!“ Dann wollen wir nur hoffen dass sich die Natur nicht dabei verfährt, denn bisher ist sie ja an allen Frühlingsabfahrten, mit Vollgas in Richtung Winter weitergerauscht.

Im laufe der Woche beschäftigen wir uns mal mit Katzenstreu, schon interessant auf was man da achten muss.

Donnerstag, 11. März 2010

Der Mindestlohn ist bereinigt!

Die Arbeitgeber haben sich mit den Vertretern der Gewerkschaft auf einen Mindestlohn für Gebäudereiniger geeinigt, ebenso für die Beschäftigten in der Glas- und Fassadenreinigung, dachte bisher immer dass das ein und dasselbe wäre. Naja, man lernt halt immer noch dazu. Fakt ist aber, das ab sofort für die circa 830.000 Beschäftigten im Gebäudereinigergewerbe, ein Mindestlohn von 8,40€ West und 6,83 Ost, die Wiedervereinigung ist ja schließlich auch erst Gestern vor 19 Jahren gewesen! Glas- und Fassadenreiniger bekommen nun 11,13 Westeuro und 8,66 Osteuro, auch hier wird noch fleißig nach Ost und West noch unterteilt. Im Dachdeckerhandwerk soll in der nächsten Woche übrigens auch ein Mindestlohn in Kraft treten. Wie hoch steht zwar noch nicht genau fest, aber auch diesen Berufszweig wird man in Ost- und Westdachseite unterteilen.

Nicht um Lohnerhöhungen sonder schlicht und einfach Arbeitsplatzerhaltungen in Ost und West durchzusetzen, standen wir am Montagnachmittag neben vielen Hundert Mitarbeitern von Kali und Salz, oder genauer gesagt der „K+S Kali GmbH Werk Werra (Was’n Name) dicht an der hessisch/thüringischen Grenze, genauer gesagt in Philippsthal an der Orangerie, um der Übergabe der Empfehlungspapiere des „Runden Tisches – Werra/Weser Gewässerschutz und Kaliproduktion“ (nicht nen minder besserer Name) an die K+S Unternehmensleitung beizuwohnen. Neben Landrat und Gewässerschutzexperten, waren auch die Umweltministerin Silke Lautenschläger (Hessen) und Umweltminister Jürgen Reinholz (Thüringen) anwesend. Ziel ist es nun technisch alles in der Macht stehende zu tun um unser Zukunftsträchtiges Unternehmen auch weiterhin eine Zukunftsperspektive zu geben. Sollte die geforderte Salzwasserpipeline in die Nordsee nun wirklich kommen, dann muss auch die Politik alles daran setzen, dass sie technisch umgesetzt werden kann. Wir Kalikumpel vertrauen auf euch, was anderes bleibt ja auch nicht übrig!

Da ich mal wieder im Kino war, will ich dementsprechend auch mal wieder einen Kinotipp abgeben: „Alice im Wunderland“ von Kultregisseur Tim Burton stand auf dem Programm. Natürlich spielt in dieser Burton typischen surrealen Produktion auch wieder Johnny Depp in der Hauptrolle mit. Ein recht netter 3D Film, mehr aber leider auch nicht, sehr gut gemacht zwar aber irgendwie will nicht so recht Spannung aufkommen. Dem Film fehlt irgendwie etwas Leben, alles ist zu geradlinig und vorhersehbar. Deswegen gebe ich 3 von 5 „Köpfe ab!!!“, kein schlechter Film aber auch nicht der Reißer eben.

PS: Zu den Kommentaren meines letzten Blogs. Nein, ich will die Menschen nicht ändern. Ich möchte nur dass sie nicht alles so hinnehmen, sondern ruhig auch mal nachfragen!

Zu meiner Kommasetzung: Ja ich gestehe, dass ich ein Satzzeichen Legastheniker bin. Mea, culpa!!!

PPS: Das Komma zwischen Mea und culpa war’n Scherz, so doof bin ich ja auch nicht… ;-)

Sonntag, 7. März 2010

Back to the roots, oder: „Früher war alles besser!“

Laut einer aktuellen Umfrage, sind 54% der Bundesbürger mit der aktuellen Schwarz-Gelben Regierungskoalition unzufrieden. Selbst eine große Mehrheit der Unionswähler, fand die vorhergehende Schwarz-Rote „Große Koalition“ effektiver, als das bisherige Regierungshickhack. Gerade einmal 36% der Befragten, sieht in der derzeitigen Regierungsriege, eine bessere Alternative.

Die CDU selber kommt, wenn jetzt Wahlen wären, auf 35% der Stimmen. Die FDP, bekämme aktuell gerade mal 10% der Wählerstimmen, zusammengenommen also gerade mal 45% und hätte damit, ihre Regierungsmehrheit deutlich verloren. Ein Grund der Bürgerunzufriedenheit, liegt im weiterhin anhaltenden Steuerdebatten Gestreite, immer mehr zeigt sich, dass die vor der Wahl gehaltenen Steuerversprechen, sich als undurchsetzbare Luftnummern erweißen. Hier kann man das Wort „Steuerversprechen“, nun wirklich wörtlich nehmen, nämlich als ein ziemlicher Versprecher, „Ungesteuert“ noch dazu!

Aber beim Thema Banken und Krise, scheint nun langsam Bewegung in Richtung Steuer zu kommen. Denn die Bundesregierung plant wie es aussieht eine Sonderabgabe der Banken zur Bewältigung der Finanzkrise. Noch ist man sich allerdings, nicht einig in welcher Form die Abgabe erhoben werden soll und ob sie für alle Banken gilt. Allerdings soll noch in diesem Jahr Klarheit geschaffen werden, wie diese Bankensondersteuer auszusehen hat. Man überlegt nach dem Vorbild der USA, eine Sondersteuer von 0,1% der Bankengesamtbilanzsumme einzuführen. Die Abgabe solle die entstandenen Kosten zur Rettung der Finanzmärkte finanzieren und einen Puffer für künftige Krisen bilden.

Die SPD forderte die Koalition auf, sich in ihrer Politik gegenüber den Banken an US-Präsident Obama zu orientieren. Generalsekretärin Andrea Nahles: "Obama formulierte es deutlich: 'We want our money back!' Diesen Satz würde ich gerne mal von Frau Merkel hören."

Beim heutigen Lesetipp, geht es auch „Back to the roots“. Aus Langeweile, habe ich mir mal wieder den „Rama-Zyklus“ von Arthur Charles Clarke vorgenommen. Der erste Band „Rendezvous mit Rama“, handelt vom ersten Kontakt der Menschheit im 22. Jahrhundert mit einer Außerirdischen Technologie, welche in Form eines riesigen Metallischen Zylinders mit den gigantischen Maßen von 16 Kilometer Durchmesser und einer Länge von 50Km, durch unser Sonnensystem fliegt und ohne auf uns irgendwie zu reagieren, wieder in den weiten des Alls verschwindet. Wer waren die Erbauer und welchem Zweck dient das Objekt? Die Nachfolgenden 3 Romane, bringen langsam immer mehr Licht ins dunkle, muss man aber nicht unbedingt lesen, denn der erste Roman zeigt auf einzigartige Weiße, die Verständnislosigkeit der Menschen, gegen eine für sie vollkommen fremdartige (Künstliche-) Welt. Als Bewertung gebe ich dem Roman 5 von 5 Sterne, denn der Roman aus den 70’er Jahren gilt bis heute als ein Meilenstein der SF-Literatur und die Gerüchte um eine Verfilmung halten sich weiterhin hartnäckig. Bei Youtube gibt es unter dem Stichwort „Rama“ übrigens einen gut gemachten Kurzfilm!

So far, so good, so…

Mittwoch, 3. März 2010

Jetzt kommt weniger Brutto in die Tüte

Zum ersten Mal seit der Gründung der Bundesrepublik, sind die Bruttolöhne der Arbeitnehmer geschrumpft. Nach einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes sind durch die viel gefahrenen Kurzarbeitschichten im vergangenen Jahr, die Bruttolöhne gegenüber dem Jahr 2008, um 0,4 Prozent gesunken. Arbeitnehmer verdienten demnach vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben durchschnittlich 27.648 Euro. Dafür verantwortlich waren in erster Linie die hohe Zahl von Kurzarbeit und der damit einhergehende Abbau von Überstunden. Besonders stark traf es natürlich, die Beschäftigten in der Industrie, die ein Minus von insgesamt 3,6 Prozent hinnehmen mussten!

Diese Zahl ergibt sich übrigens, durch die Summierung der Löhne und Gehälter aller Arbeitnehmer hierzulande, angefangen vom geringfügig Beschäftigten (können aber auch „geringfügig Bezahlte Vollzeit-Beschäftigte“ sein!), über Beamte, bis hin zum Manager, inklusiv Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Wäre mal interessant zu erfahren, wie hoch eigentlich der Durchschnittslohn, aller Arbeitnehmer im Lohnverhältnis alleine wäre, denke mal einiges weniger, oder?

Aber laut der DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer), sind seit Beginn der Krise, erstmals mehr Firmen optimistischer, als pessimistischer eingestellt, was die zukünftige Auftragslage betrifft und hält für das Jahr 2010 einen Wirtschaftswachstum von 2,3%, für realistisch. Bei der Beschäftigung könne, laut der DIHK eine "erste Entwarnung" gegeben werden. Die Arbeitslosenzahl wird nach ihrer Meinung, im Jahr 2010 auf „NUR“ durchschnittlich 3,6 Millionen steigen. Bislang hatte man einen Anstieg auf 3,9 Millionen erwartet.

Nicht zu verschweigen sollte man aber, dass das Münchner Ifo-Institut, die oben genannte Zahl, für zu hoch hält. Man rechne ihrerseits, von einem realen Wachstum von 1,7% und wirft der DIHK Zweckoptimismus vor. Die Wirtschaft wird laut Ifo nach der jüngsten Aufholjagd in der zweiten Jahreshälfte wieder eine Verschnaufpause einlegen, wobei sich insbesondere das Auslaufen der Konjunkturprogramme bemerkbar machen soll. Wie denkt ihr über diese zwei, ziemlich unterschiedlichen Wachstumseinschätzungen denn?

Bis die Tage, ich schreib weiter keine Frage…

PS: Hat mal jemand, nen vernünftigen Buchtipp???

Sonntag, 28. Februar 2010

Wer seine Arbeit verliert stirbt ja nicht...

War ja mal wieder ne wunderbare Woche. Das Schneechaos welches noch vor ein paar Tagen Besorgnis erregt hatte, hat sich nun selber innerhalb weniger Tage aufgelöst, ohne groß für Überflutungen zu sorgen (zumindest bisher). Da könnte sich das Politchaos mal die ein oder andere Flocke von abschneiden. Und statt Schnee kommt nun mal etwas Regen auf uns runter, ist ja mal was gaannzz anderes, oder?

Aber die Woche kam ja auch so genug auf uns runter, so wie immer eigentlich. Außenminister Westerwelle bleibt weiterhin innenpolitische Schlechtwetterfront, die CSU macht verstärkt „Gutwetter-Front“ gegen die Kopfpauschale im Gesundheitswesen, und unser Uckermark’sches Hoch Angela sitzt weiterhin alles ruhig aus. Der Koalitionsfrieden unserer Regierung scheint gerade schneller am Tauen zu sein, als die Eisflächen unserer Seen. Apropos Seen, es gibt gerade immer mehr Vermutungen, dass die CSU gar keine Partei ist, sondern eine Sekte. Nämlich die Zeugen „Seehofers“!

Meine Woche selber ging dann am Freitag unter anderen mit unserer Bezirksvorstandsitzung zu Ende. Da kommen auch noch so einige Schlechtwetterfronten auf uns zu. Ein besonderes Augenmerk verdient unser IG-BCE Funktionärskonferenz, welche am Samstag in Baunatal stattfand. Dort waren neben circa 120 Vertretern aus den Betrieben und Ortsgruppen, auch ein Mitglied des Bundestages, ein Vertreter der IG-BCE Energiepolitik und ein Vertreter des BUND anwesend.

Während die Industriegruppenpolitik an und für sich recht anschaulich und auch zugegebener maßen, ziemlich sachlich, sowohl von Seiten der Politik, der IG-BCE Funktionäre, als auch vom Vertreter des BUND diskutiert wurde, kam dann über eine Äußerung des BUND Vertreters doch etwas Verständnislosigkeit auf.

Sicher muss in unserem Land ein berechtigtes Augenmaß auf den Umweltschutz gelegt werden und man sich nicht auf dem bisher erreichten ausruhen darf. Aber auf die Anmerkung, dass man mit utopischen und zur jetzigen Zeit nicht umsetzbaren Forderungen, ganze Region platt machen könnte, zu Antworten: „Wenn man Arbeitslos wird, verliert man ja nicht sein Leben. Man lebt weiter und kann sich dann ja nach was anderen umschauen!“ (O-Ton B.U.N.D.!) Das ist schon eine besondere Form des Zynismus, oder seht ihr das etwa anders?

Aber da wir gerade beim Zynismus sind, bleiben wir auch beim Kulturtipp zynisch. Freitagabend waren wir im Kabarett, „Giftzahn der Zeit“ von und mit Barbara Kuster. Eines haben wir an diesem Abend gelernt: Man muss nicht immer gleich zum Psychiater, Gartenumgraben hilft manchmal mehr und man tut auch was für seine Arme. Mit Parodien von unter anderen Celine Dion, Tina Turner, bis hin zu Ramstein, wurden uns musikalisch die Probleme der Zeit näher gebracht. „Love-Parade? Was soll da denn für eine Parade sein? Mein Gott, was hatten wir früher für Paraden in Berlin!“ –Ohne Kommentar- Schaut sie euch selber an, Wahnsinn!

Donnerstag, 25. Februar 2010

Mit Power auf den Point gebracht

Als ein starkes Signal, sieht die Gewerkschaft das Ergebnis der Schlichterkommission, für die Lohnverhandlungen des öffentlichen Dienstes, welches von den Verhandlungspartnern einvernehmlich empfohlen wurde.

Im Tarifkonflikt für die Angestellten bei Bund und Kommunen hat sich die Schlichtungskommission auf folgendes verständigt: Eine Einmalzahlung in Höhe von 240 Euro zum 1. Januar 2011 sowie eine prozentuale Lohnerhöhung in drei Stufen. Demnach sollen die Löhne in diesem Jahr um 1,2 Prozent, ab Januar 2011 um weitere 0,6 Prozent und ab August 2011 nochmal um 0,5 Prozent steigen. Die Schlichter empfehlen eine Laufzeit bis zum 29. Februar 2012, zusammen also 2,3%, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Klingt jetzt zwar Lohnmäßig, auf dem ersten Blick nicht so prall, aber wie wir gerade immer mehr lernen (müssen), liegt der Schwerpunkt der jetzigen Tarifrunden, nicht mehr nur beim Geld alleine.

Deshalb sieht die Einigung der Schlichter zudem Vorschläge für flexible Arbeitszeitregelungen für ältere Beschäftigte und eine zwölfmonatige Übernahmegarantie für Lehrlinge nach dem Ende ihrer Ausbildung vor. Auch soll wieder Bewegung in die festgefahrenen Gespräche zwischen den Tarifpartnern über die seit 2005 strittige Entgeltordnung kommen, mit der die Beschäftigten eingruppiert werden. Na ist doch immerhin schon mal etwas, allerdings ist dies bisher erst eine Empfehlung, am Samstag soll dann in Potsdam über eine Annahme der genannten Forderungen beraten werden.

Wir selber hatten uns letztes Wochenende auch zu Beratungsgesprächen zurückgezogen. Themenschwerpunkt waren unsere IG-BCE Betriebsratsseminare 2010 und ein Rückblick auf die im Jahre 2009 durchgeführten Seminare. Unser Kollege Oliver Venzke von der Abteilung Bildung unterrichtete uns zum Thema: „Methodik und Didaktik in der Bildungsarbeit“. Klingt zwar etwas abstrus, ist aber nichts anderes als das Zusammenspiel zwischen dem Lehrenden und dem Lernenden, die so genannte Subjektorientierung von Sendungs- und Empfangsbewusstsein, sprich ein Lernerlebnis zu erzeugen. Was aber euch für die Leser selber interessant sein sollte, ist das man mittlerweile zu sehr Power-Point fixiert arbeitet. Nicht das „PP“ schlecht ist, ganz im Gegenteil, aber das Programm verleitet zu zuvielen Spielereien. Also: Weniger ist mehr, konzentriert euch auf das wesentliche und formuliert mehr selber. Wer mal ein absolut geiles und vor allen humorvolles Negativbeispiel sehen will, schaut mal nach unter: www.youtube.com/watch?v=yL_-1d9OSdk Echt cool der Herr Professor!

Apropos Negativbeispiel, dass ist immer mehr unser Spaß-Außenminister. Der überfahrt mit seiner unsinnigen populistischen Hartz IV. Debatte, mittlerweile eine „Rote Ampel“ nach der anderen. Aber im Gegensatz zu einer anderen Person, welche diese Woche die Konsequenzen aus ihrer „Irrfahrt“ geschlossen hat (leider, hatte ja nicht wirklich was mit ihrem Beruf selber zu tun, war halt nur menschliches Versagen!), sieht er nicht mal ansatzweise ein, das er immer mehr zum politischen Geisterfahrer mutiert. Oder hat da jemand ne andere Meinung?

Soviel für Heute, Morgen geht es in aller frühe zur Bezirksvorstandsitzung und am Samstag findet dann sogleich unsere Funktionärskonferenz statt, werde euch darüber unterrichten.

Chicken: Chicken, Chicken, Chicken…

…Chicken!!!

PS: Vielen dank dafür noch mal an dich Oliver.

Sonntag, 21. Februar 2010

Lohnerhöhung in der Forderung!

Während die IG-Metall in ihrer Lohnrunde, die Arbeitsplatzsicherung als oberstes Ziel sieht und erstmals auf eine konkrete Zahl in der Lohnforderung verzichtet, greift nun der DGB selber nach den Zahlen.

Denn um der vollen Freizügigkeit der EU-Arbeitnehmer (nennt sich wirklich so, hat aber eher mit „Freibrief der AG“ zu tun!), welche ab dem 01. Mai 2011 gilt, entgegen zu wirken, hatte man bereits schon im Jahre eine gesetzlich Lohnuntergrenze von 7.50 Euro gefordert. Nun gab eine Sprecherin des Deutschen Gewerkschaftsbund bekannt, man wolle seine damalige Mindestlohn-Forderung von 7,50 Euro auf 8,50 Euro hoch setzen. Dies werde der Bundesvorstand in seinem Antrag für den Bundeskongress der DGB-Gewerkschaften im Mai vorschlagen.

Na, da ist ja zumindest beim Mindestlohn schon ne ziemliche Inflation im Gange, innerhalb von 4 Jahren knapp 15% mehr Lohn, aber mal ernsthaft, eigentlich mehr als gerechtfertigt, denn in Belgien beispielsweise liegt der Mindestlohn bei 8.41€ und in Luxemburg sogar bei 9.73€! Und vor allen bitte keine Debatten mehr über Mindestlohn Ost und Mindestlohn West, die sind nämlich über 20 Jahre nach dem Mauerfall eine Schande!!!

Hat eigentlich jemand von euch, am Mittwoch die Sendung „Abenteuer Wissen“ mit ihrem Bericht über K+S gesehen? Also ich bin schon mehr als enttäuscht über das ZDF, denn solch eine einseitige, mit Halbwahrheiten und glatten Lügen strotzende Sendung, hätte ich vom einen Privatsender, in seiner Anfangszeit erwartet. Aber nicht von einem Sender, welcher nicht nur von unser aller Fernsehgebühren bezahlt wird, und für seine Sendung „Abenteuer Wissen“ schon eine Auszeichnung, wegen ihrer guten Berichterstattung gewonnen hat. Hier hat man nun gnadenlosen selbsternannten „Umweltexperten“, eine Plattform für ihre Lügen gegeben. Beispiel nur mal die genannte Salzeinleitung in die Werra, welche laut dem ZDF, ja nach einer Regelung aus dem Jahre 1943 geschieht. Das genannte Gesetz, stammt tatsächlich aus dem Jahre 1943, die darin enthaltenen Grenzwerte, wurden aber schon seit Jahrzehnten immer weiter heruntergeschraubt. Von einer Spitzenbelastung von 30.000 Milligramm pro Liter in den 80’er Jahren durch die damalige DDR, auf heutige 2.500 Milligramm, welche in den nächsten Jahren noch weiter unter 2.000 Milligramm gesenkt werden. Demnach gibt es auch keine Trinkwasserbelastung der Stadt Bremen von uns, denn da der Chloritgehalt beim Zusammenfluss von Werra und Fulda zur Weser, dort bereits nur noch 400 Milligramm beträgt, Tendenz wie gesagt in Zukunft weiter fallend! Der Chlorit-Höchstgehalt für Trinkwasser liegt bei 600 Milligramm, Mehrwasser enthält übrigens 19.000 Milligramm! Könnte hier noch endlos weiter über die genannten „Fakten“ schreiben, aber dazu reicht leider der Platz nicht.

Der Slogan „Mit dem zweiten sieht man besser!“, war bei dieser Sendung leider nicht zutreffend. Das andere Auge war hier wohl mehr ein Holzauge, widerlicher Sensationsjournalismus pur, Pfui!

Im laufe der Woche berichte ich vom Treffen unseres IG-BCE Referentenarbeitskreis und unserer Bildungsmethoden für unsere BR-Seminare 2010, ZDF Mitarbeiter sind auf unseren Seminaren übrigens gerne Eingeladen, damit sie mal lernen, wie man wahre Fakten anständig und seriös weitervermittelt!!!

Übrigens: Als das Privatfernsehen im Jahre 1985 (RTL) erstmalig gestartet ist, sprach Helmut Schmidt damals vom Untergang des Abendlandes. Das Öffentlich-Rechtliche scheint gerade fleißig mit am absaufen zu sein…

Donnerstag, 18. Februar 2010

Auch am Tag nach Aschermittwoch is noch alles vorbei ...

Ich hab tatsächlich in diesem Jahr den Karneval mal mit zu Grabe getragen. Der genaue Ablauf dieser Tradition ist von Stadt zu Stadt und Kneipe zu Kneipe unterschiedlich. In unserer Kneipe des Dormagener Dreigestirns (alle drei Jusos) wurde der Nubbel am 11.11 in der Vereins Kneipe in die Ecke gestellt, dem Auftakt der neuen Karnevalssaison. In einem kurzen Umzug um den Block wurde er vorgestern um 22 Uhr feierlich bei Kerzenlicht zu Grabe getragen bzw ehr auf den Scheiterhaufen. Dann wurde eine Anklageschrift vorgetragen (in Mundart und gereimt). Normalerweise ist der Ankläger der 1. Vorsitzende der KG Ahl Dormagener Junge (als Geistlicher verkleidet) da dieser aber beim Nachhauseweg am Rosenmontag die widrigen Wetterverhältnisse nicht richtig eingeschätzt hatte und seinen Sturz nun im Krankenhaus kurieren musste, ist für diesen Job ein richtiger Geistlicher (auch KG Mitglied) eingesprungen. Zunächst verteidigten wir den Nubbel, am Ende jedoch waren wir von seiner Schuld überzeugt und fordert Rache. Die Anklage gipfelt dann beispielsweise in rhetorischen Fragen wie: „Wer hat Schuld, dass wir unser ganzes Geld versoffen haben? Wer hat Schuld, dass wir fremdgegangen sind?“. Wir johlende dann als Antwort dem Redner mit einem lauten „Dat wor der Nubbel!“, „Der Nubbel hat Schuld! Er soll brennen!“ Nach dem Volksglauben werden mit dem Nubbel auch alle in der Karnevalszeit begangenen Sünden und Verfehlungen getilgt (Wers glaubt...). Nach der Nubbelverbrennung ging es wieder zurück in die Kneipe um die tolle Session zu beenden.
Jetzt startet die Fastenzeit und alle sind zur Enthaltsamkeit angetrieben. Während der eine dem Süßkram für die nächsten 6 Wochen abschwört, versuch der andere, nach beträchtlicher Füllung des Speichers, dem Alkohol aus dem Wege zu gehen oder auf S.. zu verzichten. Auf was wollt Ihr denn in der Fastenzeit verzichten? Die IG Metall verzichtet in diesem Jahr die Tarifrunde mit einer Prozentualen Tariflohnsteigerung zu versehen. Auch, oder gerade, den Metallern ist es aufgefallen in diesen Zeiten mehr auf Joberhalt für alle zu setzen. Mal sehen was daraus wird. Auch unsere erste Verhandlungsrunde naht. Die IG BCE wird sich auf Niederrheinebene zum ersten mal am 18.3 treffen. Hier werden sicher wieder Firmen in die Bütt gezogen den es besonders schlecht geht um die Verhandlungen „direkt richtig“ zu starten. Mal sehen wer lauter mit den Flügeln schlagen kann. Ich tipp ja mal auf die IG BCE. ;-)
Mein Kulturtipp für heute: Percy Jackson Diebe im Olymp, ein lustiger und gut gemachter Jugendfilm mit netten Special Effekten und vielversprechenden jungen Schauspielern. Leider ist die Story etwas durchschaubar und man weiß ziemlich früh wer der Bösewicht ist. Ich vergebe jedoch trotzdem 5 von 5 Fliegenden Converse da es echt ein netter „Popcorn-Film“ ist
So bis die Tage und immer dran denken in 6 Wochen ist Osten und der Schnee ist auch fast wech Read you

Mittwoch, 17. Februar 2010

Am Aschermittwoch sind alle entzwei!

Der Karneval oder Fasching, je nach dem wo man halt wohnt, ist nun endlich vorbei. Nun können alle Männer in den verschiedenen Vereinen, ihre Hosen wieder anziehen und müssen sich nicht mehr als Frauen verkleidet, in den Faschingshochburgen lächerlich machen. Das war nämlich schon seit „Charlies Tante“ mit Peter Alexander schon mehr als ausgelutscht! Aber ich habe mir selber geschworen, dieses Jahr mal nicht über das, ach so närrische Treiben abzulästern, zumindest vorher.

Und hinterher brauch ich auch nicht viel zu schreiben, da ja nun die ganzen Parteien, heute ihren politischen Aschermittwoch zelebrieren. Und ob dies nun heute bei der SPD, der CDU und CSU, den Grünen oder den Linken war, einer war überall dabei. Zwar nicht persönlich, dafür aber als Zielscheibe, nämlich unser Lieblingsaußenminister Westerwelle. Gerade wegen seinen Äußerungen über die aktuelle Hartz IV Debatte, lässt immer mehr vermuten, dass er damit nur von der derzeitig mehr als schlechten Regierungspolitik abzulenken versucht. Aber wie sagte heute sein Koalitionskollege Seehofer über seine Drohung „Er könne auch anders!“: „Da wackeln die Alpen, da schäumt der Chiemsee. Aber keine Angst, das ist kein Tsunami, das ist nur eine Westerwelle."

Wie seht ihr diese politisch Nadelstiche? Als längst gerechtfertigte Vorwürfe, oder aber auch nur Ablenkungstaktiken? Aber eines ist sicher, er ist der erste Außenminister, der wegen seiner Innenpolitik seine politische Laufbahn riskiert!!!

Was aber absolut kein Karnevalsscherz ist, ist das der billig Discounter „Lidl“ nun für einen Mindestlohn plädiert. Ob dies aber nun wirklich aus reiner Nächstenliebe geschieht, ist wohl mehr als fraglich. Vielmehr scheint man nun das „St. Florians Prinzip“ anzuwenden, denn nach denn ganzen Negativ-Schlagzeilen der letzten Zeit, greift man nun zum gewerkschaftlichen Rettungsring. Denn es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass sich die ganze Billig-Discounter-Branche so weiter runter „Es Lebe Billig“ Gewirtschaftet hat, sieht man nun (hoffe ich) ein, das nun klare Lohnregelungen auf Bundesebene geschaffen werden müssen, damit auch die Konkurrenz die selben Lohn-Schwierigkeiten zu spüren bekommt!

Zum Schluss aber wieder mal nen DVD/ Blue-Ray Tipp: „Outlander“ von Howard McCain, handelt von einem (menschlichen) Außerirdischen, welcher mit seinem Raumschiff im Jahre 709, mitten in einem Wikingerkrieg abstürzt. Aber er kommt nicht alleine, sondern in seinem Gepäck hat er ein monströses Alien. Nun gilt es gemeinsam mit den „Eingeborenen“ auf die jagt des „Drachen“ zu gehen. Eigentlich nur ein B-Movie, mit relativ unbekannten Hauptdarstellern, aber auch Ron Perlman (Hellboy, Der Name der Rose) in einer Nebenrolle. Ich gebe dem Film ganze 4 von 5 Wikingerschilden, denn er ist eine gut gemachte recht nette, aber auch nicht allzu anspruchsvolle Abendunterhaltung.

Macht’s gut…