Sonntag, 24. Oktober 2010

Wirtschaftswunder die zweite?

„Zehn bis 15 gute Jahre könnten wir bekommen“, lautete die Ansage von unserem Lieblings-Wirtschafts-Professor Hans Werner Sinn, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) in München. Ihm zufolge geht es den Deutschen wieder prächtig: Denn der Konjunkturmotor springt an, die Wirtschaft brummt, die Arbeitslosenzahlen schmelzen. Die Bundesrepublik erlebt einen ungeahnten Jobboom, man beginnt sogar schon wieder vergleiche mit dem sogenannten Wirtschaftswunder in der Anfangszeit der Bundesrepublik zu ziehen. Auch die Unternehmen legen immer mehr die Finanzkrise ad acta und besetzen wieder offene Stellen, aber der Schein trügt. Denn viele Vorstände misstrauen den zarten Knospen des Konjunkturpflänzchens. Statt Arbeitnehmer fest einzustellen, setzen sie vermehrt auf Zeitarbeit. Niedrigere Löhne und flexiblere Vertragsklauseln machen Leiharbeit auch weiterhin für Unternehmen attraktiv. Sollte das deutsche Jobwunder nun doch ein jähes Ende finden, so können sich die Arbeitgeber dann viel schneller vom Leiharbeiter trennen als von ihren Festangestellten, welche ja gerade durch die Krise zum Teil massiv heruntergefahren wurden. Nun wächst die Nachfrage nach Leiharbeitern wieder steil an. Nach Schätzungen des DGB gibt es derzeit 825 000 Leiharbeiter in Deutschland – so viele wie nie zuvor. Schon 2011 wird wahrscheinlich erstmals die Millionenmarke übersprungen. „Leiharbeit war der Jobmotor des Aufschwungs“, bestätigt auch der DGB. Nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Lünendonk rechnen die führenden deutschen Zeitarbeitsunternehmen dieses Jahr im Schnitt mit Umsatzzuwächsen von 15,5 Prozent. Ihr seht Leiharbeit ist definitiv nicht mehr aus unserem Berufsalltag wegzudenken. Nun ist es Aufgabe von uns Gewerkschaftern und Arbeitnehmervertretern, genug Druck auf Politik und Arbeitgeberverbände auszuüben, um auch vernünftige Rahmenverträge zum Thema Leiharbeit zu erlassen. Mindestlöhne? Flächentarife? Prozentualen Leiharbeiteraufschlag? Quotenregelung? Wie wär es denn mit einer Leiharbeiterquote auch in der Führungsriege? Beispiel: Auf 5 Manager kommt ein Zeitarbeitsmanager, glaube fest daran dass der seinen Beruf ernster nimmt als so mancher Fest-Manager, wetten dass??? Nun aber mal wieder ein Film-Tipp. „Wallstreet – Geld schläft nicht“, der zweite Teil des Kultfilms aus dem Jahre 1987, wieder mit Michael Douglas als Börsenhai Gordon Gekko. Nun ist der Film in der Neuzeit angekommen, die Finanzkrise beginnt, Unternehmen und Banken geraden ins Wanken. Ist Gordon Gekko nach seinen Jahrelangen Knastaufenthalt geläutert? Seht es euch selber an, das möchte ich hier nicht verraten. Aber während es damals „nur“ um Millionen ging, geht es jetzt nur noch um Milliarden. Und eins zeigt der Film ganz deutlich: „Geld ist eine Hure!“, und die wechselt wie man sieht auch ganz, ganz schnell den Bettnachbarn. Mir selber hat der Film sehr gut gefallen, deshalb gebe ich ihm 5 von 5 Milliarden. Ich möchte auch gerne mal so Schuhe einkaufen gehen, wie Gekko in London, „Passt, packen sie mir 4 Paar davon ein!“ . Übrigens habe ich die Tage wieder mal gemalt. Da ich nun schon mehrfach zu hören bekam, das meine Bilder immer so düster wären, habe ich nun mal ein (hoffentlich) etwas bunteres Bild gemalt. „The yellow brick road“, so nenne ich es einfach. Ab morgen geht es nach Hannover zur IG-BCE Beiratssitzung, und von dort aus geht es direkt wieder ins Ederer-Bergland, wo ich wieder mal als Referent ein paar Betriebsräten die Angst vorm Betriebsverfassungsgesetz nehmen darf, freu mich schon. See you…

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Industrielle Impotenz

Die Debatte(n) über die Zuwanderung von Ausländern, um den kommenden Facharbeitermangel zu entgehen, reißt nicht ab. Interessant hierzu ist das Ergebnis des UN-Weltbevölkerungsbericht, welcher gerade vorgestellt worden ist. Demnach 2010 leben laut UNO derzeit 6,9 Milliarden Menschen auf der Welt. Damit ist Bevölkerungszahl nur im letzten Jahr um knapp 80 Millionen Menschen weiter gewachsen. Wenn nichts Entscheidendes passiert (denkt an meinen Lesetipp im letzten Blog), also etwa mehr Menschen Zugang zu Familienplanung erhalten, dann müssen wir davon ausgehen, dass um 2050 noch einmal 30 Prozent Menschen mehr auf der Welt leben. Mindestens neun Milliarden, wenn nicht mehr. Der stärkste prozentuale Zuwachs ist ganz klar in Afrika zu verzeichnen: Man geht davon aus, dass sich bis zum Jahr 2050 in Afrika südlich der Sahara die Bevölkerung auf gut zwei Milliarden Menschen verdoppelt. Die Armutsspirale wird durch diesen Bevölkerungswachstum noch weiter angeheizt. Ihr fragt euch vielleicht was das mit unserem Facharbeitermangel zu tun hat? Also Uffgepasst: Zugleich schrumpft aber die Bevölkerung in den Industrieländern, allen voran hier in Europa. Die Armut wird den Migrationsdruck in den armen Ländern noch weiter erhöhen. Gerade in Afrika kann man davon ausgehen (aber auch Brandenburg und Meck-Pomm ;-)!!!). Aber zunächst wird es sich meist um Binnenmigration innerhalb eines Landes handeln, also vom Land in die Stadt, wo man sich ein besseres Leben verspricht. Das Thema Megacities wird noch brennender werden. Erst unter Höhergebildeten geht die Migration dann verstärkt nach Deutschland oder nach Europa. Der Bericht geht noch viel weiter und ist noch sehr detailierter, wer sich von Euch dafür interessiert schaut doch mal im Weltbevölkerungsbericht der UNO auf ihrer Website (in engl.) nach. Fakt ist aber zumindest eines, dass nämlich die ganze derzeitige Diskussion(en) um Zuwanderung Ja oder Nein, vollkommen an der Realität vorbei geht (wie eben alles an der Politik derzeit). Denn wenn wir weiterhin ein Hochqualifikationsindustriestandort bleiben wollen, kommen wir um die Zuwanderung qualifizierter Menschen gar nicht mehr herum, und damit ist nicht der Pizzabote um die Ecke gemeint. Die Industrie rechnet mit allein nächstem Jahr, mit über 300.000 neuen Arbeitsplätzen. Wäre natürlich schön wenn wir diese alle mit derzeit Arbeitslosen besetzen könnten. Nur wie realistisch ist dies? Was sagt ihr zu der ganzen Debatte um Zuwanderung einerseits und Qualifizierung von Arbeitslosen andererseits? Aber ich habe einen Prima Filmtipp für euch: „Die Buck-Box, Frühe Filme – Sauber hintereinander wech.“ In dieser DVD-Box, sind alle frühen Filmwerke von Detlef Buck. Neben ein paar mehr oder weniger interessanten Kurzfilmen, sind dort auch die 3 Meisterwerke „Karniggels“, "Erst die Arbeit und Dann?“ und „Wir können auch anders…“ mit Joachim Król und Horst Krause enthalten. Ein spitzen Ost- Westdeutsches Roadmovie über zwei (später 3) Einfaltspinsel welche zeigen, dass man auch ohne Qualifikation manchmal weiter kommt als man denkt (oder manchmal eigentlich möchte). * Wie war eigentlich das Klubbertreffen???

Freitag, 15. Oktober 2010

Durchbruch auf allen Ebenen

Es ist vollbracht, die über 60 Tage (besser „unter Tage“) eingeschlossenen Bergleute in Chile, sind alle wieder zurück ans Tageslicht geholt worden. Glückauf Kumpels, kann ich nur sagen, wenn man nämlich selber im Bergbau arbeitet hat man schon eine etwas andere Sicht auf solch eine Katastrophe. Die Glocke welche die Bergmänner heraufgeholt hat, soll nun Gerüchten zufolge nach Deutschland geholt werden. Warum? Ganz klar! Um die derzeitige Regierungskoalition von CDU /CSU und FDP aus den Umfragewerte-Keller zu holen (Grins)!!! Aber es gab die Tage einen zwar emotional weniger aufregenden Moment, dafür aber technisch gesehen ein absolut anderer Bergmännischen Durchbruch. In der Schweiz ist gerade mit einer Gesamtlänge von 57 Kilometern der längste Tunnel der Welt entstanden. Der Gotthard Tunnel soll dann im Jahre 2017 fertig sein und den Zugverkehr von hier nach Mailand um bis zu 2 ½ Stunden verkürzen können. Tja, wer hat‘s erfunden? Die Schweizer! Und wir schaffen es noch nicht mal Stuttgart zu „unterkellern“! –Jetzt aber bitte nicht ernst nehmen, möchte hier nämlich keine Stuttgart 21 Diskussion anfangen. Aber auch wir haben die Tage einen Durchbruch geschafft. Am Dienstag hatten wir unsere 2. Sitzung der Tarifverhandlung der Kali und Steinsalzindustrie. Das erfolgte Endergebnis kann sich sehen lassen: 3,6% mehr Lohn und Gehalt, eine Einmalzahlung von 300€ und als besonderes Schmankerl eine kleine Zusatzleistung welche nur für Mitglieder der IG-BCE Gültigkeit hat. Aus Gründen der Friedenspflicht darf ich hier im Netz leider nicht genau darauf eingehen, aber die wird in Gewerkschaftskreisen sicherlich noch ganz schnell von sich reden machen, glaubt’s mir. Ich habe die Tage übrigens mal wieder zum Malen benutzt, wie gefällt euch das obige Bild? Habt ihr vielleicht dazu einen Namen? Den Klubb 200 Mitgliedern (innen) wünsche ich übrigens ein schönes Klubberwochenende in Haltern, ich wäre gerne dabei gewesen, aber leider ist dieses Wochenende, das einzige an dem ich mal nichts vorhabe. Und glaubt mir, irgendwann bin auch ich mal froh, wenn ich mal wenigstens ein ganzes Wochenende mit dem A… daheim bleiben kann. Seid mir bitte nicht böse, ich wünsche euch viel Spass und wir sehen uns nächstes Jahr wieder – versprochen!!! Ach, einen Lesetipp habe ich auch noch. "Exit Mundi - Die besten Weltuntergänge" von Maarten Keulemans, schildert so ziehmlich alle Arten von Weltuntergängen auf. Von Meteoriten, Vulkanausbrüchen, Viren, bis hin zu Zombieepedemien, Superunkraut, Roboteraufständen, Alieninvasionen und allen anderen mehr oder weniger realistischen Szenarien. Recht lustige Lektüre, welche zu einem einfachen Fazit kommt: Egal wie die Welt nun untergehen wird, sterben werden wir doch alle! Ich find das Buch interessant, mal was anderes und gebe 5 von 5 Schwarze Löcher! Die Titel ist übrigens etwas Falsch, korrekt müsste es auf Lateinisch heisen "Finis Mundi (Ja ich weiß, ich bin ein Klugscheißer)!
Euer Moggel

Freitag, 8. Oktober 2010

Subjektive Arbeitsplatzsicherung?

Eine erstaunliche Erkenntnis kommt gerade aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Denn entgegen allen Gerüchten und Gefühlen, arbeiten wir im Durchschnitt nicht kürzer bei ein und demselben Arbeitgeber. Sprich wir wechseln trotz allen Unkenrufen, nicht öfters den Job. Von einem Trend zum "Turbo-Arbeitsmarkt" mit häufigen Jobwechseln kann demnach also in Deutschland nicht die Rede sein. Durchschnittlich rund zehn Jahre bleiben Arbeitnehmer in Deutschland beim gleichen Arbeitgeber. Das habe sich trotz Arbeitsmarktreformen und Beschäftigungsunsicherheit in den vergangenen Jahren kaum verändert, berichtet die IAB. Demnach beträgt die durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit 10,8 Jahre. 1992 lag sie bei 10,3 Jahren. Im Zuge der Arbeitsmarktkrise in den ostdeutschen Bundesländern sei die Beschäftigungsdauer in Deutschland im Jahr 1993 zwar vorübergehend auf knapp unter zehn Jahre gesunken. Seit 2001 liege sie aber wieder darüber. "Ein allgemeiner Abwärtstrend ist nicht erkennbar", sagte der IAB-Arbeitsmarktforscher Thomas Rhein. Auch die sogenannte Arbeitskräfte-Fluktuationsrate, die das Verhältnis der Jobeintritte und -austritte zur Beschäftigtenzahl beschreibt, nehme nicht zu. In den vergangenen zehn Jahren habe in Deutschland aber die subjektiv empfundene Sicherheit eines Arbeitsplatzes stark abgenommen. "Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass die Beschäftigten durch die Arbeitsmarktreformen verunsichert wurden", erklärt Thomas Rhein. Dazu beigetragen haben könnte auch der starke Anstieg befristeter Stellen: So hat sich der Anteil der befristet Beschäftigten seit 1992 mehr als verdoppelt, er liegt heute bei knapp zehn Prozent. In Großbritannien und Dänemark, die einen stark deregulierten Arbeitsmarkt haben, liegt sie übrigens mit 8,2 und 7,3 Jahren aber deutlich niedriger als in Deutschland. In Frankreich und Italien liege die Dauer mit 11,5 und 11,2 Jahren aber dagegen etwas höher. Und ich habe mich auch mal nach nen neuen Job umgesehen, denn ich bin diese Woche einer Einladung unseres Bundestagsmitglied Michael Roth (SPD) nach Berlin gefolgt. In 3 Tagen gab es eine Marathon durch den Bundestag, Bundesrat, Ministerium für Äußeres, Willy Brandt Stiftung, Jüdisches Museum, und, und, und. Sehr informativ und interessant, ich kann jedem von euch nur empfehlen, sich mal an sein Bundestagsmitglied zu wenden um ebenfalls in diesen politischen Informationsgenuss zu kommen. Michael – Vielen Dank dafür! Bis bald mal wieder – „J“, ich messe dich an deinen Taten!!!

Freitag, 1. Oktober 2010

Die offizielle Anerkennung der Leiharbeit?

Die Stahlbranche hat die Tage einen Tarifabschluss vorgelegt, welcher zwar Branchenbezogen gerade mal 85.000 Mitarbeiter betrifft, aber Signalwirkung für die ganze Republik haben wird. Denn 3,6% mehr Lohn sind zum einen ein deutliches Zeichen, dass die Menschen an der Konjunkturerholung auch wirklich beteiligt werden sollen, als auch das man nun von Seiten der Gewerkschaften, selbstbewusst in Richtung Lohn- und Gehaltsforderung gehen wird. Aber noch etwas zeigt sich nun immer stärker, denn Leiharbeiter sollen in zukünftigen Tarifabschlüssen stärker eingebunden werden. Denn erstmals regelt ein Tarifvertrag auch, dass Leiharbeiter den gleichen Lohn erhalten müssen!!! Die Gewerkschaften wollen damit verhindern, dass die Unternehmen im Aufschwung verstärkt auf Zeitarbeiter zurückgreifen. Facharbeiter verdienen in der Stahlindustrie nach IG Metall-Angaben monatlich rund 2600 Euro brutto, Leiharbeiter etwa 20 Prozent weniger. Wir selber mögen über Leiharbeit denken was wir wollen, eins ist aber Fakt: Eine Beschäftigungsgruppe (um es mal vorsichtig Auszudrücken), welche mittlerweile mehr als 1 Millionen Beschäftigte zu verzeichnen hat, wird nicht mehr so schnell von der Bildfläche verschwinden. Sondern eher ein fester Bestandteil des Arbeitsmarkt bleiben. Denn nach der Tarifeinigung in der Stahlbranche wollen auch andere Gewerkschaften dafür kämpfen, dass Leiharbeiter wie die Stammbelegschaft entlohnt werden. "Ich gehe fest davon aus, dass die Behandlung von Leiharbeitern künftig in Tarifverhandlungen immer Teil der Forderungen sein wird", sagte Ver.di-Vorstandsmitglied Margret Mönig-Raane. Auch der stellvertretende IG-Metall-Chef Detlef Wetzel kündigte an, künftig auch in anderen Branchen für Leiharbeiter zu kämpfen: "Das ist ein ganz, ganz starkes Signal", sagte er über den Stahl-Tarifabschluss. "Wir geben den Anspruch nicht auf, das Prinzip der gleichen Bezahlung durchzusetzen." In der Metall- und Elektroindustrie stehen Tarifverhandlungen erst 2012 an. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) hat derweil für die kommende Woche zu Warnstreiks in der bayerischen Milchwirtschaft aufgerufen, wo es Betriebe gibt, in denen fast die Hälfte der Belegschaft Leiharbeiter sind!!! Die Aussicht auf Erfolg scheint nicht gering, denn 60% der insgesamt 14.000 Beschäftigten in der Branche gehörten der Gewerkschaft an, so der bayerische NGG-Chef Hans Hartl. Und ich habe mir die Woche ein paar Vertrauensleute unseres Unternehmens ausgeliehen, um sie für ihre Aufgabenbereitschaft zu Schulen. Und es hat mal wieder richtig Spaß gemacht, unseren VL’s eine ganze Woche die richtigen Laufschuhe zu verpassen.

Donnerstag, 23. September 2010

Ach, was Soli’s???

Große Überraschung! Der Solidaritätsbeitrag, kurz “Soli” ist nicht rechtswidrig und darf somit weiter erhoben werden. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verwarf eine Vorlage des Niedersächsischen Finanzgerichts, das von der Verfassungswidrigkeit des "Soli" für das Jahr 2007 ausging. Die Begründung hierzu klingt aber gelinde gesagt, etwas abwegig. Denn die Vorlage der Finanzrichter sei unzulässig, weil sie sich nicht ausreichend "mit dem Wesen" des Solidaritätszuschlags auseinandergesetzt habe!!! --- ohne Worte !!! --- Karlsruhe wies zudem die Ansicht der Finanzrichter zurück, dass der "Soli" wegen verschiedener Steuerermäßigungen in den vergangen Jahren hätte entfallen müssen. Den Verfassungshütern zufolge wurden zwar Steuersätze gesenkt, zugleich aber deren Bemessungsgrundlage verbreitert. Weil deshalb Betriebsausgaben und Werbungskosten nicht mehr im Umfang wie zuvor bei der Steuererklärung geltend gemacht werden können, seien die Steuern unterm Strich gestiegen und nicht gefallen. Der Zuschlag wurde 1991 zunächst für ein Jahr eingeführt, unter anderem um die Kosten der Wiedervereinigung zu finanzieren. Seit 1995 wird er wieder erhoben, ist im Haushalt aber keinem bestimmten Zweck zugeordnet. Von Anfang an mussten ihn übrigens die Bürger sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland zahlen. Aber wir bezahlen ja auch heute noch Sektsteuer, welche Kaiser Wilhelm der Zweite, eingeführt hatte um seinen Krieg (Besser bekannt als 1. Weltkrieg) mit zu finanzieren. Man sollte mal die „Richter-Wesen“ auf dem Gericht auch mal darauf aufmerksam machen! Ich selber habe die Tage mal wieder ein paar Betriebsratskollegen in unserem Bezirk, auf das Wesen des Betriebsverfassungsgesetz Aufmerksam machen dürfen. Sprich ich durfte wieder mal ein BR2 Seminar abhalten. Es war wieder eine schöne angenehme Runde, mit der es mir wieder sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hoffe, dass ich den Kolleginnen und Kollegen wieder ein bisschen die Angst vor dem Betriebsverfassungsgesetz, kurz Betr.VG, nehmen konnte. Danke auch an meinen Mit-Referenten E.: Denke mal das Lampenfieber beim ersten Einsatz ist völlig normal, kenn ick. Also keine Angst, weiter machen!!! Freue mich schon auf den zweiten Teil Ende Oktober. In der Mittagspause habe ich nach Jahren mal wieder meine Malkünste getestet. Zum vergrößern die beiden Bilder einfach mal anklicken, hoffe sie gefallen euch. Die anderen Bilder habe ich übrigens nicht gemalt, das sind Fotos vom Seminar! Sehe gerade im Fernsehen, das der Grünen Politiker Jürgen Trittin, gestern Abend bei einer Podiumsdiskussion, mit einer Sahnetorte beworfen wurde. Naja, hoffentlich war‘s wenigstens ne Bio-Sahnetorte…

Freitag, 17. September 2010

Löschen ja, aber bitte keine Fragen!

Die Finanzkrise feiert diese Woche ihren 2. Geburtstag, denn ziemlich genau vorgestern vor 2 Jahren (15.09.08) kam mit dem Zusammenbruch der amerikanischen Bank Lehman-Brothers, die Finanzkrise ins rollen. Nun scheint zwar die Krise überstanden zu sein, aber was hat sich denn seitdem nun wirklich im Finanzwesen dadurch verändert?
Nüscht!!! Zu deutsch: Nichts, nix, nadda, nothing. Ganz im Gegenteil erleben wir gerade im Bankenwesen eine verkehrte Welt. Denn die ehemalige Lehman Bank, welche in einem dreistelligen Milliardenbetrag bei den Gläubigern bis heute in der Kreide steht, und dies wohl auch noch auf Jahrzehnte hinaus, fordert nun ihrerseits von ihren Geschäftspartner, darunter auch die Deutsche Bank, bis zu drei Mrd. Dollar zurück. Sie hätten dieses Geld zu Unrecht erhalten, argumentieren die Abwickler. Die Gegenseite spricht von einem taktischen Manöver. Die Klage um Finanzunterstützung wendet sich insgesamt gegen mehr als 50 Banken, Hedgefonds und andere Investoren. Darunter sind neben der Deutsche Bank, auch Häuser wie Citigroup, Bank of America, Wells Fargo und die Bank of New York Mellon. Sie alle waren mit Lehman Brothers in Kreditversicherungen verbunden, so etwas nennt man übrigens „Credit Default Swaps“, kurz CDS (CDU ist aber finanziell auch nicht besser!). In solchen Verträgen, für die sich in den Jahren vor der Krise ein milliardenschwerer, unregulierter Markt entwickelte, versicherte eine Bank die andere gegen den Zahlungsausfall eines Schuldners, etwa eines Unternehmens oder Staates, oder wie im Falle der Finanzkrise, der Liquidität einer ganzen Welt! Aber wir haben es ja, warum also nicht wieder so einer kleinen niedlichen Bank wieder etwas Geld in den Rachen schmeißen, die will ja nur spielen…!!! Die verbrannten Bankhäuser werden halt wieder aufgebaut, wir haben ja alles gelöscht. Brandvorschriften dürfen wir aber immer noch nicht machen und die eigentliche wichtige Frage nach den Brandstiftern? Die wollen wir doch nicht wirklich wissen, oder etwa doch??? Das wäre doch wohl etwas unverschämt! Aber nicht Auf- sondern Abregen! Und wo kann man das am besten? Richtig: Im Kino und beim Musik hören. Deshalb Tipp Nummero Uno: „Duell der Magier“ ein recht netter Fantasyfilm, welcher im heutigem New York den Kampf zweier uralter Zauberer plus Gehilfen um die Weltherrschaft zeigt, aber keine Angst, die zwei Zauberer heißen nicht Lehman-Brothers. Die Hauptrolle spielt übrigens Nicholas Cage, die Tricks sind nett gemacht, die Story bietet auch den ein oder anderen Lacher (Das sind nicht die Droiden die sie suchen – Grins). Denke mal 4 von 5 Zauberstäbe sind angemessen, recht nette leichte Unterhaltung eben. Tipp Nummer 2 ist ein CD Tipp. „A thousand suns“, das neue Album von Linkin Park. Die 6 Köpfige Besetzung um Mastermind Brad Delson und Mike Shinoda wollten mit ihrem neuen Album einmal komplett neue Wege gehen. Das ist ihnen gelungen, zwar mögen die Fans die harten Gitarrenriffs und den Rap eines Shinoda vermissen, aber das Werk ist insgesamt sehr musikalisch geworden, der Schwerpunkt liegt mehr auf elektronische Musik und viele Lieder gehen nahtlos ineinander über. Mir selber gefällts, besonders die Songs Robotboy, Iridescent und Burning Sky kommen gut rüber. Deshalb gebe ich 5 von 5 Sterne, endlich mal wieder eine CD die sich vom derzeitigen Einheitsbrei abhebt. Hoffe aber auch, das Linkin Park mit ihrem nächsten Album wieder zurück zu ihren Crossover-Wurzeln finden werden. PS: Der Name „a thousand suns“ hat übrigens keinerlei Bezug zur Astronomie oder ähnlichen, sondern bezieht sich auf die Aussage des Vaters der Atombombe Oppenheimer, welcher die Kraft einer nuklearen Explosion, mit der Kraft von „Tausend Sonnen“ voraus sagte. Leider hat er damit ja sogar Recht behalten…
I'm swimming in the smoke - Of bridges I have burned - So don't apologize - I'm losing what I don't deserve - The blame is mine alone - For bridges I have burned - So don't apologize - I'm losing what I don't deserve - What I don't deserve

Samstag, 11. September 2010

Nehmen ist seliger denn anprangern?

Wo isser nu? Nu isser weg! Herr Sarrazin hat nun seinen Rückzug aus seinem Amt als Bundesbankvorstand angetreten. Über die Äußerungen von ihm, die dazu geführt haben und auch sein Buch werde ich hier nicht schreiben. Sicherlich hat er mit der ein oder anderen Grundsatzdiskussion über „missglückte“ Immigration nicht unrecht, aber solche Aussagen wie Erblich bedingte, oder gar Genetische Unterschiede?! Nein danke, sowas hatten wir in diesem Land schon einmal!!! Aber nun kann man sehen, wie ein Herr Sarrazin wirklich tickt. Er bekommt zwar für sein früheres Ausscheiden (das was er so sagt kann man auch als „Ausscheidungen“ betrachten), aber dankt der Hilfe des Bundespräsidialamts, welches scheinbar auch auf schnelle Abwicklung bedacht ist, nun eine recht „staatliche“ Pension. Laut einem mit den Verhandlungen betrauten Bundesbanker kassiert er nun 1000 Euro mehr im Monat, insgesamt so ganze 10.000€. Die Notenbank habe Sarrazin zunächst angeboten, für seine 17 Monate im Amt eine Pension ohne Abzug zu zahlen, wenn er sich freiwillig zurückziehe. Nun bekomme er aber eine Pension, wie sie ihm erst am Ende der regulären Laufzeit seines Vertrags im Jahr 2014 zugestanden hätte. Ziemlich treffend zitierte dazu eine Führungskraft der Bundesbank: „Der ist vom Stamme Nimm!“ Man könnte ja jetzt so denken: „Ja und, soll er doch das Geld bekommen, andere sahnen ja auch immer sehr gut ab!“ Richtig, aber: Hat nicht gerade Herr Sarrazin der sogenannten armen Unterschicht, Gier und Abzockmentalität vorgeworfen? „150 Euro im Monat sind zum Leben völlig ausreichend!“, kam übrigens auch mal von seinen Lippen. Aber mit seiner Pension brauch er ja nun nicht nach seinem eigenen Hartz IV Kochbuch zu kochen. Hier hätte er doch mal wirklich die Möglichkeit gehabt Vorbild zu sein, anstatt so schön in unser aller Geldbeutel zu greifen. Aber Abzockmentalität scheint nur bei Hartz IV Beziehern zu gelten. Herr Sarrazin hat scheinbar auch ein Gen-Problem. Nämlich das „Auf-die-Bank-Gen“!!! Und ich gehe nicht auf die Bank, sondern ins Kino. War die Tage in dem Film „Die Expendables“ von und mit Sylvester Stallone. Muss mal im vornherein sagen, das ich den Film eigentlich nur aufgrund seiner Darstellerriege sehen wollte und von Anfang an keine sonderlich großartige Handlung erwartet hatte. Aber ich habe mich getäuscht, die Handlung ist gar nicht mal so schlecht. Klar liegt der Kernpunkt des Filmes auf Action, Action und nochmal Action, aber was anderes hat man ja auch gar nicht erwartet. Trotzdem spielt sich jeder Schauspieler schön in die Materialschlacht ein, mit etwas mehr Selbstironie, wie sie Beispielsweise Perfekt in der „Sly-Arnie-Szene“ vorkam, hätte ich dem Film die Höchstwertung gegeben. So gebe ich im aber immer noch 4 von 5 Smith & Wesson’s, mir hat der Film prima gefallen und wer ne schöne Handlung sehen will, der kann ja sich was anderes Anschauen. Also Männer: Rein gehen!!! PS: Hallo Jay, neues Auto? Was denn nun? Lass mal raten: Ein Ford mit ‘nem ST am Ende?!

Sonntag, 5. September 2010

Do sann ma wieder!

(Blick vom Watzmann über die Alpen)
2 Wochen Urlaub sind rum, natürlich wieder mal viel zu schnell, aber nun ist auch die Zeit der Schreibpause zu Ende. Aber worüber soll man denn nun Schreiben? Über den geplanten Ausstieg vom Atomausstieg? Ne, nicht wirklich! Über die Aussagen des Provokateurs par excellence Thilo Sarrazin? Ne, auch nicht, da werde ich im Laufe der Woche noch meinen (süßen) Senf dazu geben!
(Blaueisgletscher)
(Blaubeerkuchen)
Also schreibe ich einfach mal über das, was mir im Urlaub so eingefallen, oder besser gesagt aufgefallen ist. Zunächst einmal fand ich es schon mal bemerkenswert, das an der kleinen Tankstelle neben meinem Quartier, die ganzen 2 Wochen ein und derselbe Benzinpreis gestanden hat, bei uns wechselt der am Tag schon mal so 5 bis 6 Mal um bis zu 5 Cent. 1,39€ für den Liter Super und 1,38€ der Liter Normalbenzin (!!!), hier gibt es wirklich noch einen preislichen Unterschied zwischen Normal und Super, während es bei uns oftmals schon gar kein Normalbenzin mehr gibt. Man beachte auf dem Foto der Tankstelle, den roten 911’er aus den 60’er Jahren, wahrlich im Topzustand der Nobelhobel. 10 Kilometer weiter auf der Österreichischen Seite kostete der Liter Super übrigens nur 1,17€. Und ich denke dass weiter im Landesinneren der Preis noch um ein paar Cent weiter runter geht. Die Straßen in der Alpenrepublik waren übrigens auch nicht im schlechteren Zustand wie unsere, also scheint man dort mit der Mineralölsteuer besser zurecht zukommen, wie bei uns von Ökosteuer und anderen Unfug ganz zu schweigen, oder?!
(Murmeltier)
(Faultier)
Noch geiler fand ich allerdings die Toilettenpreise auf unseren Autobahnen. So hatte ja Anfangs der Betreiber Sanifair den Preis von 50 Cent mit der Möglichkeit des Bonustickets, welches man ja gleich an der Raststätte wieder einlösen kann, gerechtfertigt. Nun ist der Preis aber mal so ganz nebenbei auf 70 Cent gestiegen, zurück bekommt man aber weiterhin lediglich ein Bonustickte von 50 Cent (!!!). Das ist mal so ganz nebenbei eine Preiserhöhung von 40%, und wer glaubt das er für die 50 Cent tatsächlich etwas gratis bekommt, der soll sich mal die Preise für Essen und Trinken an der Autobahn mal ganz genau anschauen. 2,40€ für einen lauwarmen Pappbecher Koffein-Blöre ist schon mal recht heftig, von knapp 5€ für ein Fischbrötchen ganz zu schweigen. Frage mich ernsthaft für was das „Fair“ in Sanifair eigentlich steht? Vielleicht die Abkürzung für „Faule Abzocke im Rasthaus“???
(Blick über den Königssee)
Aber nicht nur Motzen, der Urlaub selber im Berchtesgaden ‘er Land war super. Neben meiner Watzmannbesteigung auf 2700 Meter Höhe und anderen Höhentouren über die Alpen kann ich jeden von euch einen Besuch der Dokumentation „Obersalzberg“ empfehlen. Dort hat sich das Institut für Zeitgeschichte München – Berlin sehr anschaulich mit der dort verwurzelten unrühmlichen Geschichte des Nationalsozialismus auseinander gesetzt. Schaut doch selber mal nach unter: www.obersalsberg.de Ich kann jeden der sich einmal im Bereich von Berchtesgaden aufhält, nur empfehlen dort mal hinzugehen.
Ach ja, ein bisschen gelesen habe ich in Urlaub ja auch. „Credo – das letzte Experiment“ von Douglas Preston. Handlung: US-Wissenschaftler experimentieren mit einen riesigen Teilchenbeschleuniger auf der Suche nach „Schwarzen Löchern“ (CERN nick hör dir trapsen) und kommunizieren plötzlich mit Gott dabei. Zugleich rufen ein paar übereifrige religiöse Fanatiker zum Sturm auf den Beschleuniger auf. Recht unterhaltsam geschrieben, aber leider auch etwas sehr fantastisch. Ich gebe dem Buch 3 von 5 schwarze Löcher, denn die hat die Handlung nämlich auch mal hin und wieder!!! So long – so good, see you!

Montag, 30. August 2010

Hilfe es ist ein Eisbeeeeeeeeeeeeeerg....

In der letzten Woche durfte ich auf Seminar nach Hamburg fahren und mich dort darüber im klaren werden was wir alles mit Neuen Technologien speichern können, speichern dürfen und wie wir verhindern das wir der allzeit überwachte, geortete und verkabelte Mitarbeiter werden, schwierig, schwierig. In diesem Zuge konnte man den im obrigen Bild gezeigten Kahn bewundern. Irgendwie sieht dat gar nicht so groß aus aber die Daten der Queen Marry II sprechen doch dann für sich. Sie ist mit 345 m das 2. längste Passagierschiff. In 1.310 Kabinen haben bis zu 2.620 Passagieren Platz. Die Besatzung umfasst 1.253 Personen. Bei so nem riesen Teil fragt man sich doch immer wieder wie diese Dinger schwimmen können…
Der DGB Chef Michael Sommer macht auf die unsoziale Fahrtrichtung der Bundesregierung aufmerksam "Für uns ist dieses Land in der Schieflage: Klamme Kommunen, die Rente mit 67, Leiharbeit, Lohnsubvention durch Hartz IV oder auch die unsoziale Kopfpauschale machen deutlich, dass es nicht mehr gerecht zugeht." Sommer kündigte an, den "Unmut über diese falsche Politik mit allen legalen Mitteln der Einflussnahme hörbar zum Ausdruck" zu bringen. Dafür soll es diverse Veraanstaltungen und Demos in den Deutschen Großstädten geben um auf die unsozialen Wege der Bundesregierung aufmeksam zu machen und zu zeigen das dies mit uns nicht zu machen ist.
Nachdem Frank Walter Steinmeier seiner Frau eine Niere gespendet hat werden Stimmen in der Politik laut Organspende mit einer Widerspruchsregelung zu reformieren. Bei einer Widerspruchsregelung könnten Hirntoten Organe entnommen werden, sofern sie dem zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen haben. In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan denen mit dieser Neuregelung geholfen werden könnte. Was denkt Ihr darüber. Ich habe auch einen Spenderausweiß wobei ich zu Anfang immer überlegt hab ob man mich „einfach für Hirntot“ erklären könnte um an meine Organe zu kommen. Würdet ihr diese negative abfrage befürworten? Oder meint ihr dass man sich aktiv für einen solchen Schritt entscheiden sollte?
Mein Kulturtipp ist heute Kultur pur: Ich werde die Tage in "The Expendables" gehen und freu mich schon auf die Aktion Helden meiner Jugend. Inszeniert im brachialen Stil dieser Zeit bringt die Söldner-Saga mit Stallone, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Mickey Rourke sowie Schwarzenegger und Willis in Gastrollen fast die komplette Riege der Action-Veteranen gemeinsam vor die Kamera. Es soll eine explosive Mischung sein, die auch dank des Mitwirkens der aktuellen Genre-Größen Jason Statham und Jet Li zu den großen Action-Highlights des Jahres gehören dürfte. Darum geht es: Die Expendables werden beauftragt, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen und dessen skrupellosen Diktator zu stürzen. Mitten in der Mission stellt sich jedoch heraus, dass der Auftraggeber ein doppeltes Spiel mit ihnen treibt. Doch die Männer sind widerstandsfähiger als gedacht…Herrlich ;-)
Die Weißheit zum Schluss „Alkohol löst keine Probleme, aber das tut Milch auch nicht. :-P
Read You!

Freitag, 20. August 2010

Zuviel Sonne im Urlaub?

Der Kalauer der Woche, wenn nicht sogar des Jahres geht heute an Ursula Fredrichs, Vorsitzende des Unternehmerverbandes mittelständischer Wirtschaft (UMW) und Bundesverbandspräsident Mario Ohoven. Grund dafür ist die Schnappsidee, dass 6 Wochen Urlaub zu viel seien, "vier Wochen reichen völlig aus". Schließlich liege Deutschland bei den Urlaubstagen weltweit an der Spitze. Wenn die Beschäftigten nicht so oft frei machen, könnten sie den Aufschwung besser unterstützen. Ihr gemeinsamer Vorschlag: Der Urlaub sollte jetzt auf fünf Wochen beschränkt und die restlichen Ansprüche auf ein Arbeitszeitkonto fließen. In schlechten Zeiten könne dann ja weniger gearbeitet werden!!! So ganz nebenbei hatte Ohoven übrigens auch schon im Krisenjahr 2009 gefordert, Arbeitnehmer sollten einen freien Tag opfern um die Unternehmen zu entlasten!So ganz nebenbei bemerkt sind wir trotz des Überholens von China aber immer noch Exportweltmeister Nummer 2 und so ganz nebenbei Europas Wirtschaftsmotor Nummer 1, trotz Krise! Also so ganz schädlich scheint der Erholungsurlaub ja nicht zu sein, oder? Denn nur wer Zeit hat sich Auszuruhen, hat hinterher auch die Stärke wieder kraftvoll zuzupacken! Denke mal hier hat jemand in seinen eigen Urlaub ein klein wenig (oder sogar sehr viel) Sonnenstich abbekommen.
Und wie es immer so schön passt, war ich gestern und heute wieder einmal in unserer „Festung der Weisheit“ sprich der IG-BCE Hauptverwaltung in Hannover. Grund hierfür war unsere Tagung zum Thema Demografie. 2 Tage lang haben wir uns mit der Überalterung der Arbeitnehmer befasst. Eines war von Anfang an aber klar: Das Problem ist nicht erst jetzt endstanden, sondern die Industrie hat diesbezüglich bereits schon seit 20 Jahren im Dornröschenschlaf gelegen! Schaut doch einmal selber nach unter: www.igbce.de Ja gleich noch ein Lesetipp welcher auch klasse zum Thema passt: „Green Age: Die Geschichte des Asher Witherow“ von M. Allen Guningham. Das Buch schildert sehr anschaulich die Jugend des Asher W., welcher in der Mitte des 19. Jahrhunderts in einer kleinen Amerikanischen Kohlestadt aufwächst um dort im Alter von 7 Jahren zuerst im Brecherhaus und mit bereits 8 Jahren dann Untertägig zu arbeiten beginnt. Ein interessantes Buch über den Bergbau zur damaligen Zeit und den Blick auf das Wirken der Menschen damals, welche auf Gedeih und Verderb hilflos dem Mechanismen der Arbeit unterworfen waren. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Kohlestücken, weil ich mir sogar noch etwas mehr Umfang gewünscht hätte. Und da gab es noch keine Urlaubsregelungen Frau Fredrichs und Herr Ohoven!!! Aber ich pass mich dem Thema Urlaub jetzt erstmal an und mache auch mal 2 Wochen Pause. Im September geht’s für mich wieder hier im Blog weiter. Also Tschenny: Du kannst dich hier nun Austoben, ich gebe dir eine schreiberische Urlaubssperre!!! ;-) ;-) ;-)

Montag, 16. August 2010

Es lebe die Steuer....

Konjunktur rauf, Steuern runter? Der unerwartet kräftige Konjunkturaufschwung hat auch dem Thema Steuersenkungen einen Aufschwung beschert. Erneut wurden Rufe nach Entlastungen für die Bürger laut. Die Debatte war seit Mai eigentlich beendet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach der Wahl im Mai Steuersenkungen bis 2013 ausgeschlossen. Es war wieder die FDP, die sich zum Vorreiter der neuen Steuerdebatte machte: Noch in dieser Legislaturperiode sollten die Steuerzahler eine "Konjunkturdividende" erhalten, sagte der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler dem "Tagesspiegel". Er schlug dafür eine Abschaffung des Solidaritätszuschlages vor. Auch FDP-Chef Guido Westerwelle belebte die Diskussion: "Diese Regierung hat die Entlastung der Mittelschicht im Interesse von Wachstum, Arbeitsplätzen und mehr Leistungsgerechtigkeit unverändert fest im Blick.
Vorsichtige Unterstützung erhielt die FDP aus Bayern. Der CSU-Wirtschaftspolitiker und Unionsobmann im Finanzausschuss, Hans Michelbach, mahnte, das Ziel von Steuerentlastungen nicht aus dem Auge zu verlieren. Leistungsträger müssten durch Senkung der Steuerlast einen angemessenen Anteil am Aufschwung bekommen. Der CDU-Finanzpolitiker Christian von Stetten forderte, "die überfälligen Steuervereinfachungen durchzusetzen, weil nun endlich das Geld dafür da ist". CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte dagegen in der "Welt", dass ein Festhalten am Sparkurs zwingend geboten sei. "Dies schulden wir unseren Kindern und Enkeln". Auch FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke gab sich zugeknöpft. "Wer glaubt, wir hätten jetzt mehr Geld, das wir ausgeben können, der irrt sich. Wir haben höchstens weniger neue Schulden." Scharfe Kritik kam auch von der SPD. Die Rufe nach Steuersenkungen seien verantwortungslos. Der stellvertretende Fraktionschef Joachim Poß verwies auf die "Schuldenbremse", wonach konjunkturelle Steuermehreinnahmen nicht den Konsolidierungsbedarf verringerten. Zum anderen sei völlig ungewiss, ob die Regierung ihr Sparpaket im Bundestag durchsetzen könne. Als Konsequenz aus den guten Konjunkturdaten forderten SPD-Politiker Korrekturen am Sparpaket. Die Regierung solle die günstige Konjunktur zu Änderungen an ihrem Sparpaket und einer sozialeren Ausrichtung ihrer Politik nutzen. Höhere Steuern für Reiche - mit dieser Forderung ist die SPD nicht allein. Auch vom Arbeitnehmerflügel der CDU kamen Forderungen, Gutverdiener stärker zu belasten. Hebt man den Steuersatzes für Reiche von 45 Prozent "um ein oder zwei Prozent".Kann das dem Staat 400 Millionen Euro zusätzlich bringen. Auslöser der neuen Steuerdebatte waren die jüngsten Daten zur Konjunkturentwicklung. Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes legte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal mit 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahres-Quartal so stark zu wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Nach übereinstimmenden Medienberichten erwarten die Konjunkturexperten von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle nun mindestens drei Prozent Wachstum. Bislang geht die Bundesregierung offiziell von einem Wachstum von 1,4 Prozent für 2010 aus. Naja egal wie hoch jetzt der Konjunkturwachstum wirklich ist, was wäre denn Euer Verwendungswunsch für das MEHR im Staatssäckel? Steuersenkung? naja der Solidaritätszuschlag is ja wirklich schon lange überfällig, Schulden abbauen? ok unsere Kinder und Enkel werden uns danken oder vielleicht doch in die Bildung der nächsten Generation stecken… Ich bin ja dafür das wir unser Bildungswesen verbessern sollten und jedem Kind, egal welche finanziellen Vorraussetzungen die Eltern haben, die gleichen Chancen eröffnen. Das heißt für mich u. a. kostenfreie Bildung von der KiTa bis zur Hochschule.
Kulturtip: Habe nach bestimmt 20 Jahren an dem, wetterlich, besch… Wochenende die „Unendliche Geschichte“ von Michael Ende in die Hand genommen und fast komplett gelesen. Nachdem ich mich an die Grüne und Rote Schrift gewöhnt hatte habe ich mich wieder erinnert wie Fesselnd und Phantastisch ich in meiner Jugend (Hüstel) ich dieses Buch fand. Also an alle die noch ihre Phantasie bewahrt haben oder diese wieder finden wollen sollten dieses Buch (noch) mal lesen. Ich vergebe 5 von 5 Rennschnecken… Bis denne Read you Tschenny

Mittwoch, 11. August 2010

Was das Essen gegen den Hunger…

…ist das Lesen gegen die Dummheit! Heute beschäftigen wir uns mal nur mit Büchern, da ich heute kein Thema gefunden habe, welches wirklich interessant wäre, beziehungsweise ich noch nicht schon tausendmal drüber geschrieben habe. Passt nämlich auch sehr gut, da ich in den letzten Wochen etliche Bücher gelesen habe und diese aber nicht im Blog vorgestellt habe. Viele von euch, die mich kennen wissen dass ich neben Bücher über Geschichte, Politik und Sachbüchern, ein besonderes Steckenpferd habe. Nämlich Science-Fiction Romane, aber nicht SF ala Perry Rhodan (Buähhh!!!), sondern die wirklich Wissenschaftlich orientierte über mögliche Zukunftsperspektiven und die genau gegenteilige, welche sich damit befasst wie die Welt heutzutage aussehen könnte, wenn ein bestimmtes Geschichtliches Ereignis anders ausgegangen wäre. Und gestern habe ich in einem SF-Sachbuch endlich mal die Antwort auf die Frage „Wie kann man denn Science Fiction lesen?“ gefunden. Den Wolfgang Neuhaus fasst es folgendermaßen zusammen: Das Schreiben von SF kann auch Realitätsabwehr sein, Widerstand. Wenn man in der Welt der tatsächlich ablaufenden Machenschaften keinen Halt findet, bleibt noch die Welt der Buchstaben, in der sich wenigstens imaginäre Freiräume erobern lassen. Eine solche SF setzt Zeichen gegen Dummheit, Belastungen, Ungerechtigkeiten. Und wer will heute in Zeiten vieler paralleler Krisen-Nachrichten bezweifeln, das es davon eine ganze Menge gibt. Ferner: Die Globale Finanzkrise… ist in ihren Ursachen keinesfalls aufgeklärt. Im Zusammenhang mit dem staatlich zugesicherten Bankgarantien wurde schon von einem „stillen Staatsstreich“ durch die Finanzindustrie gesprochen. Wenn ich kritische Stellungsnahmen zum möglichen Ausgang der Krise lese, fühle ich mich an einige Szenarien des Cyberpunk erinnern: Am Ende könnten große Finanz- und Industriekonzerne übrig bleiben, die Mittelklassen weltweit ihren sozialen Status verlieren, die Staaten finanziell durch die Rettungsmaßnahmen ruiniert und zur weiteren Privatisierung öffentlicher Güter gezwungen werde. Die Konzerne werden die ganze Welt unter sich aufteilen, so wie sie bislang schon die Dritte Welt beherrscht haben. Diese „Brasilianisierung“ der gesellschaftlichen Verhältnisse wird den historisch erreichten Wohlstand und die Sicherheit in den bisher privilegierten Ländern des Globus zum Verschwinden bringen! Weiße Worte von Wolfgang Neuhaus, welche ihr selber in dem Buch „Das SF-Jahr 2010“ nachlesen könnt, und noch viele andere mehr. Aber Warnung dieses Jährlich erscheinende Sachbüchlein hat über 1000 Seiten. Ihr seht also das die SF sehr bodenbehaftet ist, denn bereits in den 60’er Jahren hatte ja auch schon John Brunner in seinen Romanen „Morgenwelt“ und „Schafe blicken auf“ oder „Die Zeitsonde“ (!!!) die heutige Überalterung der Gesellschaft sehr treffend vorher gesagt. Seht ihr selber die SF-Literatur als Nischen- oder gar Schundliteratur, oder eine interessante Gedankenspielerei??? Wollte eigentlich noch ein paar Bücher vorstellen, aber merke gerade, dass ich schon wieder viel zu viel geschrieben habe. Deshalb in nächster Zeit ein paar Buchtipps (keine Angst, nicht nur SF)!!! „Sie alle spielen nach Regeln, die andere gemacht haben.“ Walter John Williams: Hardware

Sonntag, 8. August 2010

(Zu-) Späte Einsicht!

Interessante Aussagen, welche da gerade aus den Reihen der SPD Führung zum Thema Rente mit 67 kommen. Während Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier weiterhin eine Abkehr aufgrund der deutlich längeren Rentenbezugszeiten für unmöglich hält, da laut den 1950er Jahren Rentner durchschnittlich acht Jahre lang Rente bekommen haben, heute aber seien es dagegen bereits 18 Jahre. (Sind dann nun Rentner nach 18 Jahren dann Voll-Ältrig?) Anders sieht es dagegen der hessische SPD Chef Schäfer-Gümbel, sowie Saarlands SPD-Landeschef Heiko Maas, welche klar gegen die ab 2012 gesetzlich vereinbarte schrittweise Verschiebung des Renteneintrittsalters seien. Die Rente mit 67 sei in ihrer jetzigen Form ein Fehler, sie fordern eine Änderung der Gesetzeslage. "Der Fehler bei der Rente mit 67 war, dass für die älteren Arbeitnehmer nicht genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen." Maas räumte außerdem ein: "Hier waren die Menschen zu Recht sauer auf die SPD", sagte er mit Blick auf die Tatsache, dass die SPD die umstrittene Reform während der Zeit der Großen Koalition mit durchgesetzt hatte. Und Bundes-Parteichef Gabriel begründete ebenfalls sein Nein zur Einführung der Rente mit 67 mit der niedrigen Beschäftigungsquote in der Altersgruppe. In Deutschland arbeiteten derzeit 65 Prozent nicht einmal bis 60 Jahre, sagte er. "Solange es uns nicht gelingt, tatsächlich den Anteil derjenigen zu erhöhen, die zwischen 60 und 64 arbeiten, können sie die Rente mit 67 nicht einführen, weil es de facto nichts anderes ist als eine Rentenkürzung." Gabriel forderte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die dafür sorgen, dass mehr Menschen länger arbeiten können. Ist ja alles schön und gut (und auch richtig), aber hätte man nicht erst Arbeitsmarktreformen gestalten sollen und dann erst eine Rentenerhöhung beschließen sollen? Aber hierzulande bestellt man beim politischen Hausbau halt erstmal die Dachziegeln und fängt dann erst mal an, das Kellerwerk zu planen, oder wie wird dies von euch gesehen? Genug dazu, kommen wir zum Kulturtipp: „Wolfman“ von Joe Johnston, mit Anthony Hopkins und Benicio del Toro. Ein gelungenes Remake des Originals aus dem Jahre 1941 von Curt Siodmak. Ein sehr spannend gemachter Horrorfilm, mit einer sagenhaften Optik welche gelungen das Viktorianische Zeitalter zum Leben erweckt, ferner einer spitzen Darsteller Riege. Teils aber auch sehr blutig, aber dies erwartet man ja von solch einen Film ja auch. Die Blu-Ray verfügt übrigens über massig Extras, sowie einer gut 10 Minuten längeren Fassung als die Kinoversion. Ich gebe dem Film 4 von 5 Vollmonden. Ach eins noch: Danke an alle welche mir am Freitag per Anruf, Mail, SMS oder sonstwie zu meinem Geburtstag gratuliert haben. War auch ein schöner ruhiger besinnlicher Abend im kleinstem Bekanntenkreis, wie ihr auf dem Blog-Titelbild sehen könnt. …wie Alt ich geworden bin??? 30k!!!